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Das jüdische Echo · 1919-01-10 · 2 (10.1.1919) · p. Seite 22

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
6 (1919)
Issue
2 (10.1.1919)
Date
1919-01-10
Page
Seite 22 (sequence 11)
Language
German
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22 Das Jüdisch« Echo Nr. 2 1 u n g einberufen, in welcher die 1. Vorsitzende Frau Clara Oppenheimer einen Vortrag über die Bedeutung des Wahlrechtes für die Frau, insbesondere die jüdische Frau, hielt. An den mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine angeregte Diskussion, in welcher der politische Standpunkt der demokratischen Partei (Erna Rheinstrom und Frau Krämer), der Mehrheitssozialisten (Frau Dr. Wassermann und Fräulein Steinhaus) und der unabhängigen Sozialisten (Frau Katzenstein) Vertretung fand. Die jüdisch-nationalie Seite der Frage betonte in sehr wirksamen Darlegungen der als Gast anwesende Herr Direktor Georg Kareski aus Berlin. Die Versammlung, die sehr zahlreich besucht war, dauerte bis abends 7 Uhr. Nürnberg. Am 19. Dezember veranstaltete der Jüdische Jugendverein zusammen mit der Schwesternloge einen Vortragsabend, an dem Herr Dr. Sinauer über die Stellung der deutschen Juden zu den neuzeitlichen Ereignissen im Judentum sprach. Der Redner schilderte den Siegeslauf des jüdischen Volksgedankens und der Kongreßbewegung in den außerdeutschen Ländern und führte aus, daß auch die deutschen Juden ihre Zugehörigkeit zum jüdischen Volke erkennen und bekennen müßten, wenn sie nicht den Zusammenhang mit dem gesamten Judentum verlieren und dadurch verkümmern wollten. Ihre bürgerliche Gleichberechtigung könne dadurch nicht berührt werden, da das Recht der Selbstbestimmung für alle Minderheiten heute überall anerkannt sei und auch für die Juden gelten müsse. Aber auch die Zionisten müßten umlernen. Da die zionistische Idee gesiegt habe, könnten sie die von Herzl entfaltete Fahne einziehen und auf die Betonung der Gegensätze verzichten. — In der Diskussion, welche sich zwei Tage später an den von der zionistischen Ortsgruppe veranlaßten Vortrag des Herrn Dr. Tachauer anschloß, kam Herr Dr. Nußbaum auf den Vortrag des Herrn Dr. Sinauer zurück. Er betonte, daß die Anschauung des Herrn Dr. Sinauer sich in weitem Umfange mit den zionistischen Ideen deckte, daß aber der Zionismus entschieden ablehnen müsse, heute die Fahne einzuziehen. Er müsse im Gegenteil gerade heute das Judentum, vor allem die Jugend, mobilisieren. Der wirkliche Sieg sei noch keineswegs errungen. Herr Dr. Sinauer erwiderte, daß er als Nichtzionist nur die gemeinsamen Aufgaben aller jüdischen Richtungen habe betonen wollen, aber keineswegs bestreiten wolle, daß es das gute Recht des Zionismus sei, sich seiner speziellen Aufgabe mit aller Energie zu widmen. Nationalfondsspenden. Eltern und Geschwister freuen sich über die glückliche Heimkehr ihres Sohnes und Bruders Oskar Weinschel aus der Gefangenschaft M. 10.—. Hilfswerk für Palästina. Zahnarzt Weigert M. 18.—>. Goldenes Buch Blau-Weiß München: Karucksola dankt Meta Moch für die Moralpredigt M. 2.—. Drei oder vier Blau-Weiße ziehen die letzte Konsequenz M. 1.—. H. F. für den von G. F. am 1. Jan. 12.28 nachts auf gegessenen Pudding M. 3.—, für versteigertes Saccarin M. 4.98. Gold. Buch Raphael Hirsch Grünbaum: P. Grünbaum: Neder M. 5.—. Arbeitsgemeinschaft nicht - incorporierter jüdischer Akademiker (A.N.J.A.) Dienstag, den 14. 1. 19 abends 7.30 Uhr findet im Restaurant Domhof, Kaufing er Straße 15, eine Versammlung sämtlicher nichit-incorporierter jüdischer Studenten und Studentinnen aller Hochschulen statt.. Sämtliche noch nicht beigetretene Akademiker aller Hochschulen sind höfliehst eingeladen. Jüdischer Turn- und Sport-Verein München. Das Turnen der Damen und Herren findet wieder regelmäßig Montag, den 12. Januar von 7.30 bis 10 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins München von 1860, Auenstr. 19, statt. Für die ausgefallenen Turnäbende werden Mittwoch, den 15. und Mittwoch den 22. Januar von 7.30 bis 10 Uhr zwei Turnabende eingeschoben. Auch das Turnen der Zöglinge beginnt wieder regelmäßig: die Mädchen Montag von 6—8 Uhr, die Knaben Mittwoch von 6—8 Uhr, alle im Realgymnasium an der Klenzestraße. Der Turnrat. Jüdischer Wanderbund Nürnberg. Sonntag, den 12. Januar. Buben: 1. Zug: 2 Uhr Kanalbrücke Fürtherstraße — Poppenreuth i— Buch — Almoshof; 2. Zug: 2 Uhr Endpunkt Linie 2-^Großreuth — Gebersdorf — Ratatashöhle (Taschenlampe) — Schweinau. Mädels: 2 Uhr Endpunkt Linie 2 — Waldlust — Altenfurth — Dutzendteich. Bauiö lennenboum (Miriam lemtenbaum geb. Sebrfelö Dermäljtte fllündjen Cbemnit} 15.1. J9. Verein Bne Jehuda München Samstag, den 18. Januar 1919, 8*/* Uhr abends im eigenen Vereinszimmer, Burgstr. 3/11 Begrüßungs-Abend des aus der russ. Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Chawers Leser Schindler und Einweihung des Vereinsheimes für Mitglieder. — Programm: 1. Ansprache; 2. 40 Monate in russ. Kriegsgefangenschaft (rtef.; Leser Schindler); 3. Jüdische Volkslieder. — Kleines Buffet. DIE VORSTANDSCHAFT. £?ür mein. 3*b., 32 Safjre, tücfjt. ©efdjäftsmann, fdjöne intell. (Srfd)einung, mit */4 2Jtill. Vermögen fudje jmedis Beirat paffenbeß junges SDtäbcfjen aus guter ftreng relig. Familie mit entfpred*. Vermögen. Einträge nur non 2lngef)ör. (53ermittl. gtueckl.) unter „31udjuM an bie <S|peb. b. SSlatt.

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