Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 48 (29.11.1918)
- Date
- 1918-11-29
- Page
- Seite 590 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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5Ö0 Nr. 48 Das Jüdische Echo Aus Rußland trafen in Charbin 5000 jüdische Legionäre ein mit der Absicht, sich über Amerika nach Palästina zu besehen. Der Pöale-Zion-Führer Kritchknar I s r a e 1 i traf in London an der Spitze eines Kontingents jüdischer Legionäre aus Amerika ein. Polen. Die ersten Chaluzim auf dem Wege nach Palästina. Wie die Warschauer „Hazefirah“ mitteilt, reiste am 31. Oktober die erste Hechaluzgr.uppe nach Palästina ab. Sie bestand aus 5 Personen, Mitglieder des Hechaluz in Bendzin (Polen). Die Gruppe erhielt von den zuständigen Behörden die Durchreiseerlaubnis. Amerika. Eine 50 000 Dollar-Spende für die amerikanische Zionisten-Organisation. Das „Kopenhagener Zionistische Bureau“ berichtet: Anläßlich. des Briefes, den Präsident Wilson an die amerikanische Zionistenorganisation gerichtet hat, spendete ein New Yorker Kaufmann, Herr Sigm. Eisner, einen Betrag von 50 000 Dollar für den Palästina-Wiederaufbau-Fonds. In dem Begleit- Brief zu dieser Spende kündigt der Geber an, daß er, sobald die erste Million für den Fonds beisammen sei, weitere 50 000 Dollar spenden wolle. Von einer anderen Seite, die nicht genannt werden möchte, wurden der Organisation — ebenfalls im Anschluß an Präsident Wilsons Brief — 12 500 Dollar überwiesen. Aus aller Welt. Vom Jüdischen Nationalfonds. Die im Oktober vom JNF vereinnahmten Spenden ergeben Frs. 296.467.—. Diese Summe setzt sich aus folgenden Beiträgen zusammen: Polen und Litauen M. 65.187.— und ,K. 9425.—, Österreich K. 123.462, Nord-Amerika $ 9966.—Argentinien Pes. 11.958.—, England £ 895.7.0, Deutschland M. 22.711.—, Frankreich Frs. 5216.—, Siidslavische Länder K. 10.564.—, Holland Hfl. 1876.—, Weiß-Rußland M. 4454.—, Norwegen Kr. 1944.—, Australien £ 110.18.—, Schweiz Frs. 2574.—. Belgien Hfl. 1078.—, Finnland Fmk. 4600—, Bulgarien Levas 3500.—, Neuseeland £ 69.15—, Dänemark Kr. 775.—, Schweden Kr. 376.—, Ägypten £■ 19.9.—. Gelegentlich einer kürzlich stattgehabten Tagung in Wien wurde von Herrn Heinrich B a r d , Lemberg, angeregt, ein Verwaltungshaus für den Nationalfonds in Jerusalem zu errichten, für das er einen größeren Betrag zur Verfügung stellte. Neue Bücher Moaus zur. Ein Chanukkahbuch. Preis 5. Mark. Jüdischer Verlag, Berlin. Fortsetzung der mit dem Buche „Chad gadja“ so erfolgreich begonnenen Serie der Festtagbücher. Wenn ein christlicher Theologe bei Erscheinen des „Chad gadja“ sagen konnte, daß dieses Buch über das Wesen der jüdischen Religion und den Sinn der jüdischen Feiertage mehr Aufschluß biete, als Bände von Untersuchungen, so mögen diese Worte auch für „Moaus zur“ gelten. — Das bewährte Chad gadja-Programm wurde beibehalten. — Aus dem Inhalt: Die Kämpfe der Makkabäer. Aus dem zweiten Buch der Makkabäer. David S'cbimanowitscli: Zu den Gräbern der Makkabäer, Megillatlii Aiitiochus. Zwei Psalmen, Wie Chanukkah gefeiert wird. Wie die sieben Brüder, die kinder von de frumme ebanne haben mekadesch haschem gewesen. Frey er: Die Meiner ah, eine kunstgejschichtUiche Studie. Worte weiser und frommer Männer, Volksbrauch, Spiel. Zahlreiche Abbildungen: Alte Holzschnitte, Menorahs. Trendein usw. Zum nationaliüdischen Jugendtag. Preis 1 M. Jüdischer Verlag, Berlin. . Vorliegende Sammclschrift, die erste größere Veröffentlichung über die jüdischnationale Jugendbewegung, ist die Meinungsäußerung einer in scharfer Opposition zur Berliner Richtung, die die Leitung der Bewegung in der Hand hat, stehenden Gruppe. Dr. Hans Gideon Heymann. Nach kurzer Krankheit verstarb an den Folgen einer Grippe das Mitglied unseres Zentralkomitees, Dr. Hans Gideon H e y m a n n. Seine hervorragende Begabung und sein starker jüdischer Wille befähigten ihn schon in früher Jugend zur Führung in der Organisation, der deutschen Zionisten. Der Zionismus war für ihn das alles beherrschende Prinzip seines Lebens. Darum stellte er freudig seine ganzen reichen Kräfte in den Dienst unserer großen Sache. Ein tragisches Geschick hat es gewollt, daß er dahingehen mußte, noch bevor er die Erfüllung seiner heißesten Wünsche für sein Volk erleben durfte. Der Verlust, den unsere Bewegung durch seinen plötzlichen Tod erleidet, wird nur schwer zu tragen sein. Unsere Organisation wird ihm stets ein treues Andenken bewahren. Zentralkomitee der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Gemeindenu.Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von M 111 6 11 u n g e n aus Ge* melnden und Vereinen und von Personalnaohrichten, die In diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höfliohst eingeladen.) Nationalfondsspenden. Martin Pese s. A.: Von seinen Freunden Hedwig Schwarz, Fritz Schneemann und Arthur Tachauer 1 Baum: M. 6.—. — Aus gleichem Anlaß für Na'tionalf o n d s gespendet M. 4.—^ Münchner Spendenbuch: Adolf Fleischer und Frau Rosa geb. Saposchnik anläßlich der Geburt ihres Sohnes M. 10.—. LislKoronczyk s. A. Garten: Isidor Fett und Frau 2 Bäume, M. 12.— M. Schneuer pflanzt zur Verlobung Mordechai Lem’s mit Frl. Trost 2 Bäume: M. 12.— und spendet aus dem gleichen Anlaß dem N.F. M. 10.—. Goldenes Buch Richard F r ä n k e 1 s. A.: Elisabeth und Hermann Mahler kondolieren Dr. El!i Straus M. 2.—. Alice Mansbach desgl. M. 2.—, Michel Mahler anläßlich seiner Heimkehr M. 10.—, Elisabeth, Hermann und Heini Mahler aus Freude über die Heimkehr ihres großen Bruders M. 25.—.