Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 44 (1.11.1918)
- Date
- 1918-11-01
- Page
- Seite 538 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9072829-9102973-9138416--02422-9075244- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
538 Das Jüdisch« Echo Nr. 44 trat Rabbi Mei'r vor die Gemeinde hin und hob mit seinem milden, und doch starken Wort den Mut; eiferte alle Ängstlichen und Kleinlichen zu Ausdauer und Opferfreudigkeit an. (Fortsetzung folgt.) NÄCHRUF. Nürnberg, den 18. Okt. 18. Die augenblicklich herrschende Epidemie forderte auch ein Opfer aus unseren Reihen. Im blühenden Alter von 38 Jahren wurde unser Turnbruder Jakob Pretzfelder nach schwerer Krankheit aus unserer Mitte gerissen, tief betrauert von allen seinen Freunden und Bekannten. Wir wollen ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Jüdischer Turn- und Sportverein Nürnberg. Gemeindenu.Vereins-icho (Unsere Loser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von Personalnaohrlohten, die In diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höfliohst eingeladen.} Frankfurt a. M. „Die hiesigen zionistischen Vereine haben einen außerordentlichen Schritt nach vorwärts getan. Nach langjährigen Bemühungen ist es endlich gelungen für unsere hiesigen zionistischen Vereine ein eigenes Heim zu schaffen. Am Donnerstag, den 27. September fand abends die feierliche Einweihung des Heims statt, an der sich eine große Anzahl Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe, der Jugendgruppe und des „Blaui-Wieiß“ beteiligten. Die Feier wuirde, im Hinblick auf den Schluß des Sukkoth-Festes mit einem entsprechenden Orgelspiel des Herrn Organisten Siegfried Würzburger von hier eingeleitet. Alsdann hielt Herr Direktor Fritz Sondheimer als Vorsitzender der Heimverwaltung die einleitende Ansprache, in welcher er auf die hohen Ziele unserer Bewegung hinwies, und das neu erstandene Heim der Förderung aller interessierten Kreise auf das Wärmste empfahl. Nach einer Ansprache des Ortsgruppen-Vorsitzenden, Herrn J. L. Goitein, hielt Herr Dr. Rabin, zuerst in hebräischer, dann in deutscher Sprache die Weiherede. Auch die zionistische und Blau-Weiß-Jugend beteiligte sich lebhaft an der Einweihungsfeier. Nach der Schlußansprache des Herrn Bankier WoMf wird das Heim nicht nur eine Stätte der Erholung, sondern vor allem ein Platz der Arbeit für das Judentum und den Zionismus sein. Die Hatikwah, von der ganzen Versammlung unter Orgelbegleitung gesungen, bildete den Schluß der eindrucksvollen Feier. Das Heim ist bereits jetzt durch Spenden auf mehrere Jahre sichergestellt und wird sicherlich in vieler Hinsicht wohltuend wirken.“ — Wir können diesen Bericht nicht verzeichnen ohne unser Bedauern darüber auszusprechen, daß nach den jüngsten Ereignissen in München wohl nicht so bald mit dem Zustandekommen eines solchen Heims gerechnet werden kann. Nationalfonds-Spenden: Hch. Tobiasch München, dankt Familie Schesinger, Berlin, Fasanenstraße, für freundliche Aufnahme und Bewirtung M. 5.—. Münchner.Spenden:buch: Julius Levy und Fraui anläßlich) dies Ablebens ihrer lieben Mutter, Jette Hochstädter, M. 20.—. Familie Koronczyk anläßlich des Ablebens ihrer unvergeßlichen Tochter und Schwester Lisi Koronczyk M. 20.—. Lisi Koronczyk s. A.- Garten: Herr u. Frau Koronczyk 10 Bäume, Hch. Wetzlar 5 Bäume, Geschwister Koronczyk 7 Bäume, Ella Breit 3 Bäume, Karl Wiesel und Frau 10 Bäume 35 Bäume M. 210.—. Goldnens Buch Lisi Koronczyk s.A.: Familie Koronczyk M. 20.—. Zur Münchner Rabbinerwahl. Wir entnehmen einem von der Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde in den „Münchner Neuesten Nachrichten“ veröffentlichten Inserate, daß am Sonntag, den 3. November, vormittags von 9—12 Uhr gemäß § 16 Abs. 3 des Gemeindestatuts als Vorbereitung zur Rabbinerwahl die Wahl von neun Mitgliedern des Verwaltungsausschusses stattfindet. Eine besondere Mitteilung von dieser Wahl ist der Redaktion des „Jüdischen Echo“ seitens der Kultusgemeinde nicht zugegangen. Offenbar ist die Verwaltung der Ansicht, daß diese Wahl kein, die jüdischen Leser des „Jüdischen Echo“ interessierendes Ereignis ist. Es wäre sonst nicht verständlich, daß sie die Bekanntmachung nur durch die allgemeine Tagespresse veröffentlicht hat. Jüdisches Theater. Die Redaktion des „Jüdischen Echo“ veranstaltet als ersten Abend des Zyklus „Das jüdische Theater“ eine Vorlesung von Arnold Marie: „Ein Ritualmord in Ungar n“. Da eine öffentliche Vorlesung von der Zensur nicht gestattet worden ist, findet diese Vorlesung als private Veranstaltung statt, die nur Geladenen zugänglich Ketonacht) werden kann. Interessenten erhalten Auskunft in der Redaktion dieses Blattes. Jüdischer Turn- und Sport - Verein. München. Voranzeige: Die diesjährige ordentliche G eneralversammlung findet Samstag, den 9. November d. J. abends präzis 8 Uhr im Gesellschaftszimmer des Hotel Union statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Turnrats. 2. Bericht des Revisors. 3. Entlastung. 4. Neuwahl des Turnrats und der Revisoren. 5. Anträge. 6. Aussprache. Anträge sind zu richten an die Adresse des 1. Vorsitzenden R. SAetnblerg, München, äuß. Prinzregentenstr. 22/1 r. — In Anbetracht der äußerst wichtigen Wahlen und Beratungen wird von unseren Mitgliedern erwartet, daß sie insgesamt und pünktlich kommen. Der Turnrat. Verein Bne Jehuda. Dienstag, den 5. Nov. 1918 Referat des Herrn Sidney Haskel über „den nationaljüdischen Jugendtag“. Siehe Anzeige in dieser Nummer. Jüdischer Wanderbund ..Blau-Weiß“ München. Sonntag, den 3. Nov. 18. 1. Zug: 7.45 Uhr Isartalbahnhof. M. 1.—. 2. Zug: 7.30 Uhr Bogenhauserbrücke. M. 1.10. 3. und 4. Zug: 1.15 Uhr Giesinger Kirche. 30 Pfg. 1. Gruppe: 9 Uhr Waldfriedhof (Linie 6 und 18) 40 Pfg. 2. Gruppe: 8.40 Uhr Endstation der Linie 18, 5 Pfg. 3. Gruppe: 5.45 Uhr Hauptbahnhof, Rückkehr 11.18 Uhr nachts, ca. M. 3.— bezw. M. 1.50. 4. Gruppe: 8.15 Uhr Starnbergerbahnhof. M. 1.15. BY Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Meta Moch, München; für den Anzeigenteil: H. W. Stöhr, München. Druck und Verlag: B. Heller, Buchdruckerei, Herzog Maxstraße, München.