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Das jüdische Echo · 1918-08-02 · 31 (2.8.1918) · p. Seite 366

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
31 (2.8.1918)
Date
1918-08-02
Page
Seite 366 (sequence 10)
Language
German
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366 Das Jüdisch© Echo 'r 3i leumdete die Katze vor dem Herrn; sie sprach; O Herr der Welt! Ich und die Katze, wir sollen beieinander bleiben, aber reicht denn die Nahrung aus für uns beide? Da erwiderte ihr der Herr und sprach: Du verleumdest deinen Freund, weil du ihn gerne fressen möchtest; nun aber wird er dich verzehren, und du wirst ihm zur Speise dienen. Da sprach die Maus: Was habe ich denn Unrechtes getan? Der Herr antwortete: Garstiges Tier! So hast du keine Lehre gezogen aus dem, was sich mit der Sonne und dem Monde zugetragen hat? Beide waren sich gleich an Größe und an Gestalt, aber weil der Mond die Sonne verleumdete, machte ich seinen Schein kleiner und vermehrte den Schein der Sonne. Auch du hast deinen Freund verleumdet, denn du wolltest ihn verzehren, dafür soll er dich verzehren. — Da sprach die Maus: Herr der Welt: Soll ich nun und mit mir mein Same von der Erde vertilgt werden? Der Herr erwiderte: Auch von dir werde ich etwas Zurückbleiben lassen, wie ich es mit dem Monde getan habe. — Dennoch lief die Maus und biß die Katze in den Kopf. Da sprang die Katze auf, warf die Maus zu Boden, biß sie und tötete sie. Seit der Zeit ist der Schreck vor der Katze auf die Mäuse gefallen, und die Maus ist der Katze zum Fraß. Abermals fragte Nebukadnezar: Warum hat die Maus eine Naht an der Backe? Der Weise erwiderte: Es geschah in den Tagen der Sintflut, als alle Tiere, Männlein und Weiblein, in der Arche waren, da setzte sich einmal die Maus mit ihrer Gefährtin neben die Katze. Da sprach die Katze bei sich: Wie ich mich erinnere, fraß mein Vater die Maus und ihren Samen; auch ich werde sie wohl iiiininmiiininiiiiiiiniiiiutinnuiniiiiiiniiimiiiniuiii)iiiniiiumiiiiimiiiiimiiiiiiimiiiiiiiiii JAKOB REICH UND FRAU HENNY GEB. FEUCHTWANGER geigen bie (Geburt eines 6ol)neS an 2Jtünd?en, Dfunftr. 20, am 26. 3uli 1918. 3B|BE LEOPOLD BOGOPOLSKY FANNY BOGOPOLSKY GEB. MINIKES VERMÄHLTE Juli 1918 MÜNCHEN 3B|BE Aw 5678 Schadchen gesucht, der nur in ersten Familien bestens eingeführt ist. Offerb. unter „Z. 100“ an die Exped. des Blattes. rAfAjAfAfÄfn! lAfAfAfAl iressen dürfen. Und sie warf sich aui die Maus und wollte sie fressen. Da floh die Maus davon und suchte nach einem Loch, dann sie sich verbergen könnte, sie fand aber keines; da geschah ein Wunder, es tat sich ein Loch auf, und die Maus schlüpfte hinein. Die Katze sprang ihr nach und wollte in das Loch eindringen, sie konnte aber nicht hinein, denn es war zu klein. Da steckte sie ihre Pfote in das Loch, um die Maus herauszuziehen; die Maus hielt gerade ihr Maul auf, da fuhr ihr die Katze ins Maul und riß ihr mit den Als die Katze davonging, kroch die Maus aus dem Loch, lief zu Noah und sprach: O du Gerechter, tu Gnade an mir und nähe mir die Backe zu, denn mein Feind, die Katze, hat sie mir zerrissen. Da sprach Noah: So hole mir von dem Schwanz eines Schweines die Borste. Die Maus lief fort und brachte Noah die Borste. Und Noah nähte der Maus die Backe zu. Daher sieht man noch heute eine Naht an der Backe der Maus. Die Parabel von der Lüge und von dem Fluch Zur Stunde, da der Herr zu Noah sprach: Du sollst bei dir sammeln in den Kasten je ein Paar von allen Arten kamen alle Geschöpfe zu Noah und sammelten sich bei ihm. Da kam auch die Lüge herbei und wollte mit hinein in den Kasten. Noah sprach zu der Lüge: Du darfst nicht in den Kasten kommen, es sei denn, du findest dir einen Genossen. Also ging die Lüge davon und wollte sich einen Genossen suchen. Da begegnete ihr der Fluch, und er fragte die Lüge: Wo kommst du her? Die Lüge sprach: Ich komme von Noah; ich wollte mit hinein in den Kasten, er aber ließ mich nicht ein und sprach: Du darfst nicht eher hinein, als bis du einen Genossen für dich gefunden hast. Und die Lüge fuhr fort und sprach zu dem Fluch; Willst du’s, so sei du mein Genoß. Da sprach der Fluch zu der Lüge: Was gibst du mir dafür? Die Lüge antwortetet: Ich mache es gerade mit dir aus; alles, was ich nur erlange, soll dein sein. Da hörte der Fluch auf die Lüge, und sie kamen zusammen in Noahs Kasten. Als sie dann beide aus dem Kasten gingen, da war’s auch so; was die Lüge einnahm, das erhob der Fluch. Da kam die Lüge zum Fluch und sprach: Wo ist denn alles, was ich erworben habe? Der Fluch gab ihr zur Antwort: War es nicht so unter uns vereinbart, daß ich alles behalte was du gewinnst? Da hatte die Lüge nichts zu erwidern. Das Sprichwort sagt: Was die Lüge gesät hat, der Fluch heimst es ein. (Unsere Leser sind mr Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von Personalnaohriohten, die In diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höflichst eingeladen.J Für das Palästina-Hilfswerk gingen bei dem Ortskomitee München ferner ein: VI. Liste. Ballin M.. Hofmöbelfabrikant 100.—, Bernheini er L. 300.—. Elias Irma 5.—, Erlanger Fritz (Ulm) 10.—, Einstein Ludwig (Ulm) 3.—. Gutmann J. (Burgstr.) 50..—. Jonas Ludwig (Ulm)

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