Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 30 (26.7.1918)
- Date
- 1918-07-26
- Page
- Seite 352 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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352 Das Jüdisch« Echo Nr. 30 des Gymnasiums als Lehrer, da andere Lehrer nicht vorhanden sind. Es wurde ein Kuratorium für alle Waisen aus Samaria gegründet, dessen Vorsitzender Herr Bril, Vize-Vorsitzender Herr Grosowsky ist. Ein zweites Waisenhaus wurde vorläufig in Milchamie installiert, das von Herrn Prof. Karmi beaufsichtigt und von Fräulein Kaznelsohn geleitet wird. Hier sind vorerst 35 Kinder beherbergt. Ein drittes Heim für Waisenkinder ist in Sedjera eröffnet worden, unter Leitung eines lokalen Komitees mit Herrn Krimkin an der Spitze. Dort befinden sich 40 Kinder. Es ist eine unbedingte Notwendigkeit auch in Safed ein großes Waisenhaus zu errichten. In Sichron ist eine Schule für die Kinder der Flüchtlinge eröffnet worden. Vorläufig lernen dort 40 Kinder. Es ist selbstverständlich, daß der Unterricht nicht so geregelt ist, wie es wünschenswert wäre. Es gibt keine Wohnungen, keine Möbel, keine Bücher und auch keine Lehrer, die allmählich alle einberufen werden und ihre Wohnstätten verlassen müssen. Nach Chedera sind aus Kfar Saba einige Hundert Personen ausgewandert. Vorläufig wohnen sie alle in Hütten, die sie sich aus Eukalyptuszweigen hergestellt haben. Während des Sommers werden sie dort wohnen können, aber man befürchtet das Schlimmste, wenn sie dort überwintern müssen. Im Winter ist es unmöglich, in den Hütten zu wohnen. Die meisten der Toten von Kfar Saba sind durch das Wohnen in den Hütten gestorben, und man muß unbedingt schon jetzt daran denken, die Evakuierten nach den Städten zu überführen, wo man wenigstens Wohnungen finden kann. Eine solche Überführung ist freilich mit hohen Kosten verbunden. Die Hilfskomitees bemühen sich darum, für die nächsten Monate Getreide vorzubereiten. Für Sichron sind ungefähr 90 000 Franken in Gold notwendig. In Chedera hat man keine Möglichkeit, für mehr als drei Monate vorzusorgen. Dort sind ungefähr 20 000 Franken in Gold notwendig. Uber die Bezalel-Schule in Jerusalem berichtet das „Kopenhagener Zionistische Bureau“: „Anfang Teweth wurde die Bezalel-Schule in Jerusalem wieder eröffnet, nachdem der größte Teil der früheren Schüler nach der Einnahme von Jerusalem wieder in das Institut zurückgekehrt ist. Gegenwärtig arbeiten in der Schule für den ganzen Tag 25 Schüler, für den halben Tag 50. Herr A. Ben-Dow hat die innere Verwaltung der Schule übernommen, Herr A. Schur die Erledigung der äußeren Angelegenheiten, Herr A. Gorodezki die Kontrolle. Wichtige Fragen werden durch die allwöchentlich stattfindenden Lehrerversammlungen entschieden. Alle Vorlesungen und praktischen Arbeiten werden regulär fortgesetzt. Die Abwesenheit von Herrn Professor Schatz ist sehr fühlbar; er könnte gerade jetzt der Schule sehr viel Nutzen bringen. Im Sommerhalbjahr ist eine Abteilung für Keramik in der Schule eingeführt worden, der Abteilung für Lithographie wurde eine solche für Zinkographie hinzugefügt. Herr Gorodezki hat eine Skulptur-Abteilung gegründet, für Kunstarbeiten (mit 2 Arbeitern) und für Stahlarbeiten (mit 6 Arbeitern). Im Zeichensaal der Schule findet zurzeit eine Ausstellung der Schülerarbeiten und der Werke früherer Bezalelschüler statt, die den Zweck hat, der jetzt im fremden Lande weilenden Kommission die Erfolge der Schule zu veranschaulichen. Die Ausstellung wird für eine gewisse Zeit auch für das Jerusalemer Publikum offen bleiben.“ Eine interessante Feierlichkeit. Das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag berichtet: Schreibbüro übernimmt Sohreibarbelten und Vervielfältigen gen jeder Art, tadell. u. schnellste Ausführung. Eigene Diktat-Zimmer. Stenogramm - Diktate, sowie fremdapraoh. Uebersetzungen. Uebernahme ganzer Werke, Theaterstücke usw. Billig. Berechnung. Strengste Diskret. Manuskripte werden unt. Verschluß abgeholt. Nauhauaerstraese 21/1. KafTee Füratenhof (Lift) Teleph. 55144. J^mfingeßSt.29i^Uxk nnmst ythäenplal^ J^mfingeßSt.29i^Uxk ^bheakcgläsec, ^Idslßchec. ütlßlbulkn. pkhmdi volteruMe (oamignisse dßEimdemeri/IugeriüptiA JHuncfyner Jleuefte Jtacftn ©röjjfe/tägl^mal erfdjeincnbe 3eitung ©üb* unb Vtitfelbeutfd)«' lanbS. &auffräftiger£eferfreiS unb über ©eutfd)(anb^©rensen hinaus* gel)enbe Verbreitung. Oroperfauf* mann. u. getDerbI.©teffenmarft Slnerfannt fefyr erfolgreich für SInjeigen afler 21rt. feigen* prete unb 3tad)la{* nad) Sarif. VejugSpreiS monatt. W.2.—bei allen beutfdhen poflanjfalten 3dgtid)e3Iuffoge 2mal löoooodisempfüre/Öfter Vz^ttitfionlefer!TyVYVYVYYVYYYYYYYWVirYYYYYTVYinfYYYYYYyVVYWVYVVVYVVVYVVVVVVYVVvvvvvvvwvvvN«ÄÄÄÄ#\^^