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Das jüdische Echo · 1918-07-05 · 27 (5.7.1918) · p. Seite 317

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
27 (5.7.1918)
Date
1918-07-05
Page
Seite 317 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 27 Das Jüdische Echo 317 Kundgebungen jüdischer Gewerkschaften. Einem Telegramm Reuters zufolge nahmen die „Vereinigten jüdischen Gewerkschaften“ New Yorks, welche über 200 000 Mitglieder zählen, eine Resolution an, in welcher sie fordern, daß der Friedensvertrag den Juden aller Länder Gleichberechtigung mit Einschluß der nationalen Rechte, sowie die Begründung einer nationalen Heimat durch die freie Kolonisation Palästinas, das zu einem selbständigen Staate werden soll, gewährt wird. Jüdische Studenten in Amerika. Von 295 Studenten, die im letzten Semester an der Havard Universität ihre Maturitätsprüfung bestanden, sind 76 Juden. Histadruth Ivrith in Amerika. Am 27. April tagte in New York die zweite Jahresversammlung der Histadruth Ivrith, an der die Herren Rüben Brainin, Dr. Schmarja Levin, Rabbiner Meyer Berlin, Dr. B. Z. Mossinsohn, Dr. Israel Friedländer, Dr. M. Scheinkin, Rabbiner H. Masliansky und Prof. N. Slouschz teilnahmen. Die folgenden Referate wurden gehalten: Prof. Slouschz über „Hebräisch im Orient“, Dr. Schmarja Levin über „Die jüdisch-nationale Befreiung und die hebräische Bewegung“, Z. Scharfstein über „Der hebräische Büchermarkt“, C. Whiteman über „Hebräische Erziehung“. Dr. J. L. Magnes in der sozialdemokratischen Partei. Der bekannte Zionistenführer und Vorsitzende der New Yorker Kehillah, der im Laufe des Krieges durch seine pazifistische Tätigkeit hervorgetreten ist, hat sich, wie englische Blätter berichten, nun offiziell der sozialdemokratischen Partei angeschlossen. Ein Vertrauensvotum für Professor Friedländer. Zwischen dem verdienten amerikanischen Zionisten Prof. Friedländer und einigen anderen amerikanischen Zionistenführern waren in der letzten Zeit Unstimmigkeiten entstanden, die zu einer Opposition gegen die Teilnahme Prof. Friedländers an der nach Palästina entsandten Rote Kreuz-Kommission führten. Das Exekutivkomitee der amerikanischen Zionistenföderation hat daraufhin in einer kürzlich tagenden Sitzung ein Vertrauensvotum für ihn ausgesprochen. Die Dienstpflicht in Kanada. Die jüdische Bevölkerung von Kanada steht vor ernsten Fragen. Die Einführung des Militärpflichtgesetzes ist von den aus europäischen Ländern eingewanderten Juden begreiflicher Weise mit geteilten Gefühlen aufgenommen worden. Besonders schwierig liegt der Fall der aus Österreich und Polen Eingewanderten; durch die im Kriege vorgenommene Reform der Wahlgesetze wurde ihnen das Wahlrecht entzogen, und zur Zeit wird die Einziehung aller aus den feindlichen Ländern Eingewanderten für Arbeitszwecke erwogen. Auch die Stellung der aus Rußland und Rumänien eingewanderten Juden, die etwa 60 Prozent der gesamten jüdischen Bevölkerung in Kanada betragen, ist nach dem Friedensschluß mit diesen beiden Ländern unklar geworden. Die Belgrader Synagoge und Bibliothek abgebrannt. Die alte Synagoge und wertvolle jüdische Bibliothek in Belgrad sind durch ein Feuer zerstört worden. Viele alte Bücher von großem historischem Interesse und Berichte über die ersten jüdischen Siedlungen in Serbien wurden vom Feuer zerstört. Jüdische Professorinnen. Die Universität Genf hat einer Jüdin, Frl. S. Stern, gebürtig aus Libau, den Professorentitel verliehen. Frl. Stern ist die vierte Jüdin, der dieser Titel gewährt wurde. Die drei übrigen jüdischen Professorinnen sind Dr. Lydia Rabinowitsch am Bakteriologischen Institut in Berlin, Dr. Tumarkin in Bern und Dr. Hirsch, eine Enkeltochter von Samson Raphael Hirsch, die gleichfalls ihre Tätigkeit in Berlin ausübt. „Keine Israeliten engagieren“. Im „Berl. Tageblatt“ Nr. 241 schreibt Theodor Wolff: „Denjenigen, die als Vertreter der öffentlichen Meinung gelten, werden von hilfesuchenden Lesern viele Abschriften geheimer Erlasse und andere merkwürdige Papiere zugeschickt. Dazwischen habe ich, als interessante Kleinigkeit, die Mitteilung gefunden, daß einem Herrn, der irgendwo in der Etappe Theatervorstellungen veranstalten möchte, der Auftrag, „keine Israeliten zu engagieren“, übermittelt worden ist. (Unsere Leser sind zur Einsendung ven Mitteilungen aus Ge> melnden und Vereinen und von Personalnaohrichten, die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höfliohst eingeladen.] Jüdischer National-Fonds. Zahlungen sind zu richten an Elisabeth Mahler, München, Postscheckkonto Nr. 10121. Nationalfondsspende: Goldnes Buch: Richard Fränkel sei. And. Die Münchner Blau-Weißen gedenken am Jahrzeittag mit Trauer ihres lieben toten Kameraden und Freundes Richard. Mk. 30.—. Alfred Feuchtwanger anläßlich der Jahrzeit seines sei. Vetters Richard Fränkel am 26. Tamus. Mk. 50.—. Notstandsaktion für Palästina: Heini Mahler verlorene Wette an Milo Horn. Mk. —.50. Für das Palästina-Hilfswerk gingen bei dem Ortskomitee München ferner ein: Fortsetzung der 1. Liste. Ordenstein Ludwig 5.—, Oberndorfer Jeanette 5.—, Oberdörfer' Frau J. 1.—, Orliansky Selig. 100.—, Orlof B., Maler 30.—, Orlof Max 10.—, Ohel Jacob (aus Sammlung) 300.—, Oberdörfer Max 10.—, Oberdörfer J. 5.—. Obermayer E. 1.— Obermeyer Sofie 5.—, Oettinger (Sternstr.) 5.—, Oberzimmer Sal. 10.—, Oppenheimer Hofrat Dr. 30.—, Oesterreicher Julie 1.—, Orlof Sal. 10.—, Pappenheimer Dr. 3.—, Polziner M. 10.—, Penzak S. 10.—, Prager Dr. Max 5.—, Peisach 5.—. Rosenheim Isr., Kultusverein 50.—, Ritter Nanny 5.—, Rosenthal Nathan 10.—, Rosenau N. 5.—, Rothschild Emmy 10.—, Reinemann 5.—s Rosenwasser J. 5.—, Raff Therese 5.—, Regensteiner Jakob 20.—, Rosenbaum R. 3.—. Rosenthal Eugen und Dr. J. 5.—, Rosenberger Moritz 10.—, Rubinstein M. 3.—, Regensburger Dr. 10.—, Reutlinger S. 1.— Rosenthal Max (Rich.Wagnerstr.) 100.—, Rehbock H. 10.—, Rosenfelder Benno 100.—. Reiß Mar N. 5.—, Reichenberger H. 20.—, Reh Fr. F. 5.—, Rothschild Albert 20.—, Rosenfeld M. 10.—, Rosenfeld Clara 10.—, Rosenthal J, (Sonnenstr.) 20.—, Rittmann A. 20.— Rau M.. Justizrat 50.—. Sommer Jos. 10.—, Silber, Generalagent 10.—, Siegel' Jenny 50.—, Sarsky Ch. 20.—, Steinlauf B. 50.—, Saposchnik J. 100.—, Spielmann L. 50.—, Subitzky H. 50.—, Silbermann Karl 10.—,, Sulz-

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