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Das jüdische Echo · 1918-05-31 · 22 (31.5.1918) · p. Seite 258

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
22 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
Seite 258 (sequence 10)
Language
German
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258 Das Jüdische Echo Nr. 22 „Alles Gold und Silber, das wir gelöst haben, geben wir dir für unsere Seelen, wenn du uns errettest! Rette uns. Gott Israels ...“ „In diesem Augenblick kam ein starker Windstoß vom Lande her und schleuderte etwas in das Schiff. Es traf genau das Leck und verstopfte es... „Und bald darauf legte sich der Wind, und wir kamen heil ans Land ... „Wir forschten bei den Leuten: „,Wo wohnt der jüdische Gott? Wir wollen unser Gelübde einlösen!1 „Zeigte man uns den Weg nach Jerusalem ... „Wir kamen mit unsern Säcken nach Jerusalem und fragten die Leute auf den Gassen: ,Wo ist euer Gott? Wir wollen ihn sehen!4 Antworteten uns die Leute, daß der Gott Israels unsichtbar sei... „ ,Wir müssen ihm danken, wir müssen ihn ehren und ihm ein Geschenk darbringen ...‘ „Zuckten die Leute die Achseln. Andere lachten uns aus... „Wir vertrauten uns älteren Leuten, denen wir begegneten, an und fragten sie: ,Wie sollen wir unser Gelübde einlösen? Wem sollen wir das Gold und das Silber geben, wenn wir euren Gott nicht sehen können?4 Auch sie konnten uns keine Antwort geben. Aber einer von ihnen, der älter als die andern war, riet uns, mit unserer Frage zu dir, großer Herr und König, zu gehen. Du bist, sagten sie, der klügste Mensch auf Erden und du wirst uns sagen, wie wir unser Gelübde einlösen sollen und wie wir mit unserem Gold und Silber den Willen des Gottes Israels erfüllen können.“ Sie waren mit ihrer Rede zu Ende und verneigten sich. Und König Salomo fragte: „Fremde Männer, habt ihr gesehen, was es war. was der Wind vom Lande in euer Schiff geschleudert hat? Womit er das Leck verstopft hat, damit ihr nicht untergehet?“ „Wir sahen es, großer König! Wir nahmen es aus dem Leck heraus und betrachteten es: es war ein kleines Brot, ein weiches, nicht ausgebackenes Brot... Wir haben es hergebracht, um es dir zu zeigen, großer König ...“ Und der Älteste von ihnen holt aus dem Busen das Brot. König Salomo ruft die Witwe Sunamith zu sich heran und fragt sie. ob sie das Brot nicht als; ihr eigenes erkenne. Sie erkennt es: „Es ist mein Brot.“ Beschließt König Salomo, daß man die Säcke mit Gold und Silber ihr gebe. Die fremden Männer tun so, danken dem König und gehen. Und König Salomo wendet sich an die Witwe und sagt: „Nimm das Gold und das Silber! Sie sind dein! Gott zahlt dir damit für dein Brot. Und wisse, daß niemand etwas dem Herrn zum Ärger tun kann. Alles geschieht nach seinem Willen. Nur ein Bote Gottes war der Wind.“ Gemeindenu. Vereins-Echo Nationaf-Fonds-Spenden: Goldenes Buch: Blau-Weiß München: Sofie Honig aus Freude über die Heimkehr ihres Bruders aus dreijähriger russischer Gefangenschaft M. 5.—. — Dr. Max Michael und Frau: Meta Moch, München, grüßt Dr. Michaelis und die Halberstädter M. 2.—. — Dr. Alfr. Klee, Berlin: Die Zionistische Ortsgruppe München dankt Herrn Dr. Klee für seinen ausgezeichneten Vortrag, M. 25.— Hilfswerk für Palästina: Verein Bne Jehuda spricht Friedei und Rosel Scherr sein innigstes Beileid aus. M. 5.—. — Von einem Nicht- ZioniiS'ten bei einem Vortrag des Herrn Dr. Klee in München M. 10.—. — Büchsensammlung anläßlich des Vortrags des Herrn Dr. Klee M. 11.70. — Notstandsaktionfür Palästina: Verein Bne Jehuda kondoliert Fräulein Frieda und Rosa Scherr anläßlich des Todes ihres lieben Vaters. M. 5.—. Palästina-Arbeiterfonds. Mirj. Tennenbaum und Josef Löwy wünschen Frl. Hedda Fleischmann zu ihrer Verlobung mit Herrn Mosche Königsberg ein herzliches Maseltof und spenden 10 Mark. Aus dem M ü in c bin e r Spendenbuch: L. Spielmann anläßlich der Vermählung seiner Tochter Tini mit Herrn Max Levinger M. 25.—. —. Wilhelm Kleinmann u. Frau Henriette, geb. Reich, anläßlich ihrer Vermählung M. 10.—. — Elisabeth Mahler, Erlös aus dem Verkauf von Wertzeichen M. 18.—. — Anläßlich des Vortrags des Herrn Dr. Klee zeichnete Herr Isidor Scheinmann einen Friedensscheck über M. 500.—. — Weitere Schecks zur Zeichnung liegen auf: Redaktion des „Jiid. Echo“ und Elisabeth Mahler, Baaderstr. 53/1. Jüdischer Turn- und Sport - Verein München. Wanderung: Sonntag, den 2. Juni 1918, Treffpunkt 6.45 Uhr Isartalbahnhof. Fahrt nach Icking—Ammerland—»Tutzing. Die Führerschaft. Wanderung: Sonntag, den 9. Juni 1918, Treffpunkt 7.15 Uhr Hauptbahnhof unter der großen Uhr. Fahrt nach Fürstenfeldbruck—Grafrath — Flußschiff nach Stegen — Herrsching. Die Führerschaft. Verein Bne Jehuda. Infolge der in dieser Woche stattgefundenen Vorträge fällt der Vereinsabend für Samstag, den 1. Juni, aus. 1 HEDDA FLEISCHMANN | MOSCHE KÖNIGSBERG U VERLOBTE FÜRTH Schewuos 5678 MÜNCHEN .- ■■== Anton I Hof- Bürsten Fabri kant Schäfflerstr. 5 Nordendstr. (7 Fernruf: Nr. 272 MM «MBB» «näf «3HB» «R8MU» OHEKB» «OB» «■■■ | rmgr-' Manchen r«r! Israel. Töchterpenslonat 8 Freu Ammer HotliscMId Ww. l I

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