Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 12 (22.3.1918)
- Date
- 1918-03-22
- Page
- Seite 133 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Das jüdisch« Echo 133 «4 Ausde. T* und h Juden1 f. ^endes: £ 'hrer %. einen, 'n> damit stadt Pofe 1 ^e als der Pojjfir ein Tor, Joch die j2. klärten, $jf iirden jener derun? nj;- Bland unteri sollte dor -'ht stete könnte; m. eren Stmte erden sollte ’unsr heraus dlich rät le Abnetiti n reflektier :kten Volkes unterstützeierbares: l Wallteartei in fr Juden nk-; al-demokran. Dieser sich die fr -demokraii- ■on den Penicht ine- ^Präsiden'1 nerwähnter m Zeitalte' ß sehr heieser fjerr' chctn ^rI' ollte laclien & auch eintreteee konmei1 . **£ ■.fi H /jud^ i" durch die Juden und dem fortschrittlichen Teile des polnischen Volkes in die Duma entsendet und doch haben die Polen gewaltsam den wirtschaftlichen Boykott über die Juden Polens verhängt und dadurch tausende jüdischer Existenzen vernichtet ... So geschehen in Polen im Jahre 1913- I. Dawidmann, Drohabycz. Welt-Echo Sammlungen für Palästina. Auf Antrag der bayerischen Rabbinerkonferenz hat der König von Bayern eine Sammlung zu Gunsten der notleidenden Juden in Palästina am bevorstehenden jüdischen Osterfeste in der Zeit zwischen dem 2 5. M ä r z und 15. April in den Synagogen Bayerns genehmigt. Die Sammelgelder sollen aus den einzelnen Rabhinaten unmittelbar an die „Deutsch-Holländische Palästina-Verwaltung“ in Frankfurt a. M„ Postscheckkonto 9553, eingesandt werden. Die einzelnen Rabbinate sind gebeten worden, dem Rabbinat in München von dem Ergebnis der Sammlungen Mitteilung zu machen. Die V.J.O.D. beim Reichskanzler. Der Reichskanzler empfing am Freitag, den 15. März die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der neu gegründeten Vereinigung jüdischer Organisationen Deutschlands zur Wahrung der Rechte der Juden des Ostens, welche ihm die Wünsche der deutschen Juden wegen einer Regelung der rumänischen Judenfrage im Zusammenhang mit den Friedensverhandlungen in Bukarest vortrugen. Nach Anhörung der eingehenden Darlegungen der Herren erklärte der Reichskanzler, daß die kaiserliche Regierung an einer befriedigenden Regelung der rumänischen Judenfrage Interesse nehme und sie bereits zum Gegenstand von Besprechungen im Rahmen der in Bukarest stattfindenden Friedensverhandlungen gemacht habe. — Am Empfang nahmen teil die Herren Dr. James Simon, Geh. Justizrat O. Cassel, Dr. Paul Nathan und Prof. Dr. Franz Oppenheimer. Herr Rechtsanwalt Dr. H a n t k e war durch Abwesenheit von Berlin am Erscheinen verhindert. — Der rumänische Minister des Äußern, Dr. M i - s c h u, der sich gegenwärtig auf der Durchreise von London nach Rumänien in Bern aufhält, erklärte einer Abordnung des Schweizer Komitees pro causa judaica: Die sofortige Lösung der rumänischen Judenfrage durch vorbehaltlose Regelung der Gleichberechtigung sei unbedingt notwendig, und er werde an seiner Stelle mit allen Kräften dafür eintreten. Ein preußischer Gemeindebund. Der Deutsch- ,Israelitische Gemeindebund hat beschlossen, die seit fast einem Jahrzehnt liegen gebliebenen Arbeiten für die Vorbereitung eines Gesetzentwurfes über den Zusammenschluß der jüdischen Gemeinden in Preußen wieder aufzunehmen und hat bei dem Verbände der Deutschen Juden angefragt, ob er sich an dieser Arbeit wie früher beteiligen wolle. Der große Ausschuß des Verbandes hat beschlossen, an diesen Arbeiten sich wieder zu beteiligen. Die Frage der Stellung von Anträgen bei der Regierung oder dem Landtag bleibt für den geeigneten Zeitpunkt Vorbehalten. Der jüdische Kongreß. Das Jüdische Korresp.- Bureau meldet aus London, daß der Vorsitzende des Komitees für den jüdischen Kongreß, der am 2. März in Petersburg zusammentreten sollte, in der letzten Stunde von den VolksbeauftUagten verhaftet worden sei. Redakteure jüdischer Blätter sitzen im Gefängnis. Das jüdische Regiment in England. Das Jüdische Korrespondenzbureau im Haag übermittelt uns folgenden Reuterbericht: Das jüdische Regiment marschierte heute durch die Straßen Londons. Am Mansionhouse wurde dem Lordmayor der Salut gebracht. Vertreter des Kriegsministeriums inspizierten dann das Regiment. Es fand sehr viel Interesse bei der Bevölkerung, da es die erste Militärabteilung ist die ausschließlich aus Juden besteht. Die Juden und die Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk. Das Jüdische Pressebureau in Stockholm meldet: Der Bundesvorstand des niederländischen Zionistenbundes erließ einen Protest dagegen, daß bei den Verhandlungen, die in Brest-Litowsk geführt worden sind, die Vertreter der Juden nicht gehört wurden, obgleich dabei, nicht allein die Interessen von Millionen Juden und die Regelung ihrer nationalen Minoritätsrechte berührt werden, sondern auch die spätere definitive Regulierung: der Judenfrage beeinfußt werden könnte. Dieser Protest gibt der Mißstimmung weitester jüdischer Kreise in allen Ländern infolge der Ignorierung der jüdischen Frage bei den Verhandlungen in Brest-Litowsk Ausdruck. Die jüdische Öffentlichkeit findet es unbegreiflich, daß die russische Delegation, die doch in Brest-Litowsk das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen proklamiert hat und dieses für die Polen, Litauer, Kurländer usw. zu verwirklichen bestrebt ist, es unterlassen hat, dieses Selbstbestimmungsrecht auch für das jüdische Volk in Anspruch zu nehmen. Das Verschweigen der jüdischen Frage durch die deutsche Delegation wirft ein eigentümliches Licht auf den Wert der vor kurzem abgegebenen Erklärung des stellvertretenden Staatssekretärs des Äußeren, von dem Bussche, der doch den Juden die wohlwollende Unterstützung der deutschen Regierung für ihre nationalen Bestrebungen zugesagt hat. Der mögliche Frielde zwischen Rußland und dem Vierbund berührt sowohl die Interessen von Millionen Juden in Polen, Litauen und Galizien als auch die Frage der Zukunft Palästinas. Das jüdische Volk hat somit zweifellos ein Recht darauf, vor dem Abschluß dieses Friedens gehört zu werden. In jüdischen Kreisen wird die Frage der Entsendung einer besonderen jüdischen Abordnung nach Brest-Litowsk ernstlich erwogen. Gemeindenu. Vereins-Echo Würzburg. In der abgelaufenen Woche verstarb hier der in weiten Kreisen bekannte ehemalige Rabbiner von Sennheim (Eis.) Salomon Bamberger im Alter von 83 Jahren. Der Verlebte war ein Sohn des berühmten Würzburger Rabbiners Seligm. Bär Bamberger und bekleidete die Stelle in Sennheim nahezu drei Dezennien. Trotz der schwierigen Verhältnisse hielt er in seinem Wirkungskreise so lange als möglich aus und er war wohl einer der letzten Einwohner dieser so schw er heimgesuchten Ortschaft im Elsaß. Erst nach dem