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Das jüdische Echo · 1918-03-08 · 10 (8.3.1918) · p. Seite 109

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
5 (1918)
Issue
10 (8.3.1918)
Date
1918-03-08
Page
Seite 109 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 10 Das Jüdische Echo 109 tach-Tikwah stattgefundenen Meeting wurde beschlossen, sofort die Tätigkeit aller nationalen Institutionen in gleicher Weise wieder aufzunehmen, wie dies vor dem Krieg der Fall war und die britischen Autoritäten über die bestehenden Formen der Selbstverwaltung der Kolonien zu unterrichten, bezüglich der Wiedereröffnung der nationalen Schulen in der früheren Form, der Friedensgerichtshöfe (Mischpat Haschalom), des Gebrauchs der hebräischen Sprache und der übrigen für das nationale Kolonisationswerk tätigen Gesellschaften. Das Meeting beschloß, einen Aufruf an alle Komitees in den Kolonien und Farmen zu erlassen, um je 2 Delegierte zu einem Kongreß zu senden, der in kurzer Zeit in Jaffa stattfinden soll zum Zwecke der Organisierung der Juden in den von den Engländern besetzten Gebiet von Palästina und der Schaffung einer Körperschaft, die die Juden repräsentieren soll. Zugleich wurde die sofortige Wiederausgabe einer hebräischen Zeitung beschlossen. Die Palästinakommission. Die russischen Zionisten haben Ussischkin. Rosoff und Isak G o 1 d b e r g in die zionistische Kommission delegiert, welche sich demnächst nach Palästina begibt. (Jüd. Korr.-B.) Russische Juden für das Palästinawerk. Die jüdische Gemeinde in Odessa hat den Beschluß gefaßt, eine Million Rubel für die Gründung einer jüdischen Kolonie in Palästina auf genossenschaftlicher Grundlage zu sammeln. Gemeindenu. Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von Personalnaohrlchten, die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höfliohst eingeladen.] Personalien. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde verliehen: dem Vizewachtmeister Hans Ritter in Berlin, dem, inzwischen gefallenen Vizefeldwebel Willi Cameron in Berlin, dem Schützen Hans Lewin in Brumath i. Eis., Oberarzt Dr. Felix Loeb in Köln a. Rh. und dem Leutnant der Res. Otto Schiff in Frankfurt a. M. Salzburg. Man darf es als ein Zeichen der Zeit betrachten, daß dieser Tage die erste zionistische Versammlung hier stattgefunden hat; fast alle jüdischen Familien Salzburgs waren dabei vertreten. Die Einladung war erfolgt durch Herrn Oberrechnungsrat P o 11 a k und Herrn Siegm. Bernheim; die Versammlung wurde von Erstgenanntem mit ernsten und sympathischen Worten eröffnet und geschlossen. Den Ausführungen des Redners, Dr. Elias Tisch, folgte die ansehnliche Zuhörerschaft mit sichtlichem Interesse. Auch der Präsident der Kultusgemeinde, Herr L o e w y, sprach dem Redner persönlich seinen Dank aus. Neben den bereits genannten Persönlichkeiten hat besonders Frau Dora Schwarz die größten Verdienste am Zustandekommen der Veranstaltung. Innerhalb der nationalistisch-klerikalen Bevölkerung Salzburgs ist die Stellungnahme der Juden so eigenartig, daß das Interesse an jüdischen Problemen auch aus dieser Richtung einigen Anstoß erfährt. Man hofft, dieses Interesse zu erhalten durch Förderung der jüdischen Jugend in dem vor kurzem hier —■ ebenfalls infolge der eifrigen Tätigkeit der Frau Schwarz — begründeten „Jüdischen Wanderbund“. Bei einer Gesamtzahl von 65 ansässigen jüdischen Familien zählt der Wanderbund bereits 30 Wanderer — gewiß ein schöner Beweis für die allgemeine Sympathie, dessen er sich erfreut! Dr. R. St. Herzlwald. Familie Mißchliburski München anläßlich der 1. Jahrzeit am 29. Adar auf den Namen ihrer treuen unvergeßlichen Tochter und Schwester Frieda 6 ölbäume, 36.— Mk. Aus dem gleichen Anlaß für Arme im Osten und Palästina 50.— Mk. Gustav und Eva Nathan, geb. Mischliburski, in Durlach, auf den Namen ihres unvergeßlichen Kindes Hans Julius: 1 Ölbaum 6.— Mk., 92.— Mk. Betrifft Lebensmittel für das Passahfest. An die vermittelst Formular 0. I. 18 seitens der Vorstände der Israelitischen Gemeinden angemeldeten Personen gelangt unter den bekanntgegebenen Bedingungen zur Verteilung: Zucker und Kaffee-Ersatz in der vom zuständigen Kommunalverband festgesetzten Menge. Kartoffelmehl 200 Gramm pro Kopf. Großgemeinden erhalten ferner pro Person je 100 Gramm Dörrgemüse, Käse und Kunsthonig. Die Lieferung des Kaffee-Ersatzes erfolgt unmittelbar durch die zuständigen Kommunalverbände, die der übrigen Lebensmittel durch einen der bekanntgegebenen Großhändler. Die Entnahme der Lebensmittel hat bei dem Händler bezw. Gemeindevorstand zu geschehen, bei welchem die Anmeldung erfolgt ist. Der Verkaufspreis an die Verbraucher beträgt für: 200 Gramm Kartoffelmehl 28 Pfg. 100 , gedörrte Mohrrüben 48 „ 100 , gedörrte Kohlrüben 29 „ 100 , Auslands-Käse 72 „ 100 , Kunsthonig 15 „ In denjenigen Fällen, in welchen die Anrechnung der Unkosten für Post- und Bahnbezug eine Innehaltung der Höchstpreise nicht gestatten würden, müssen die Unkosten für den Bezug von außerhalb von der Gemeiindekasse getragen werden. Keinesfalls ist jedoch statthaft, die festgesetzten Preise in irgendeiner Form zu überschreiten. Die für das Passahfest verwendbare rituelle Margarine ist besonders hergestellt. Die Packungen tragen eine entsprechende Aufschrift. Berlin W. 8, den 4. März 1918. Friedrichstr. 167/68. Kriegskommission für rituelle Lebensmittel G. m. b. G. Freirich. Blank. Gilbert SHeberid) ^Dekorateur 9Künd)en,t2ürkenftr. 60 (früher Slbalbertftr.) £?ernfpred)er 22261 Hebernafjme oon 313of)nungsetnrtcf)tungen, Anfertigung famtlicher Sßolftermökel unb alter eintägiger Arbeiten

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