Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 51 (21.12.1917)
- Date
- 1917-12-21
- Page
- Seite 551 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 51 Das Jüdische Echo 551 „Es scheint mir. daß ich heute, mindestens für einige Zeit die letzte Gelegenheit habe, Ihnen auf diesem Wege direkt Nachricht zu geben. Ein noch nie gekanntes, eigenartiges Gefühl beschleicht mich mehr und mehr bei der Erkenntnis, daß wir hier, in so verantwortungsvoller Stellung, beinahe abgeschnitten von Ihnen sind. D^ch das Bewußtsein, daß es unsere Pflicht ist, auf unserem Posten auszuharren und weiterzuarbeiten, dem Werke der Nächstenliebe, zum Wohle unserer Armen und Kranken und wohleinsehend, wie wichtiggerade jetzt wieder unsere Arbeit ist, dieses Bewußtsein und der tröstliche Gedanke, daß uns Gott nicht verläßt, gibt uns die Kraft auszuharren und zu hoffen, daß wir in unserer Arbeit nicht gestört werden. Schon bei vielen Gelegenheiten war das Krankenhaus „Schaare Zedek“ nicht allein für diejenigen, welche die Wohltaten der Verpflegung bei uns genossen, eine Hilfe, sondern auch in weiterem Umfang ein Schutz auch für die Gesunden, indem unser Krankenhaus (von jeher das einzige, welches für Israeliten in Betracht kommt) durch Isolierung von Patienten mit ansteckenden Krankheiten, vorbeugend gegen Ansteckung wirkte. — Dadurch war und ist unser Krankenhaus für alle Einwohner der Stadt von unschätzbarem Wert. Und heute, wo alle für die ärmsten Juden in Betracht kommenden Hospitäler ihre Tätigkeit entweder ganz eingestellt oder mindestens stark reduziert haben, gerade heute ist unsere Tätigkeit noch wichtiger wie jemals und von diesem Gedanken ausgehend wissen wir, daß Sie meine verehrten Herren, Ihre gewohnten Anstrengungen, die Mittel zur Erhaltung unseres Krankenhauses aufzubringen, wenn möglich noch vermehren, und zweifle ich nicht, daß es Ihnen, mit Gottes Hilfe, auch gelingt, von unseren Glaubensgenossen, für unsere Glaubensgenossen, für unsere jetzt so sehr notwendige Arbeit, reichliche, ausreichende Unterstützung zu erhalten. Wiir wollen hoffen, daß bald bessere Zeiten einkehren und die Menschheit sich endlich darauf besinnt, Erfolge zur Verbesserung der Lebensbe- WILLY HERRMÄNN S Dentist J G o e t h e s t r a ß e 4/11 I ks. g Sprechstunden für Zahnleidende: 9—12 und 2—6 g Freitag und Sonntag geschlossen. \fcrvjeifäitigung5' aSchpeib-Ansfair 'BLITZ' VepvieifäiKgongen Diktate in .ausser Haus Stenoquamroe t>schr>{ f len Hotel Königshof E£ar=lsplatz 25 Telef 54348 ^Kaufingerstraß^^/^ Vom 23. mit 29. XII. Panorama I: INDIEN Panorama II: Donau-Reise NEU NEU Graphologie GMlerMeiluig aus der Handschrift Einzusendendes Material: zwanglos geschriebenes Schriftstück, a. I. Brieffragment ca. 20 Zeilen. Charakterskizze: 1 Mark Charakterbild: 2 Mark Rückporto beil. L. Reimer, Graphologe Mönchen, Kaulbachstraße 22 a Hof- B ü rsten Fabri kant Schäfflerstr. 5 Norderidstr. I7 TVr. Fernruf: 3 7S8 1 \ \ i — >5^- Erstklass.Wiener « Damenschneider* Elegante Maßanfertigung Spezialität: Sportkostüme und Mäntel Mässige Preise! W. Zinkowitch Schommerstraße 1/n 1 Wir bitten unsere geschätzten Leser, bei Einkäufen unsere Inserenten gefl. zu berücksichtigen. FREY&Co. Erledigung aller ins Bankfach ankgeschäft München, Residenzstraße 3 (Eingang Hofgraben) Tel. 2^946 einschlägigen Geschäfte 50945^4