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Das jüdische Echo · 1917-09-16 · 37 (16.9.1917) · p. Seite 412

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
37 (16.9.1917)
Date
1917-09-16
Page
Seite 412 (sequence 16)
Language
German
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412 Das Jüdische Echo Nr. 37 Haus. (Die Ermordung ist auf der elften Kirchentafel' dargestellt.) Das Lied spricht also nur von einem Haus, vielleicht der Synagoge, worin wohl nach damaliger Praxis die gewöhnliche Selbstermordung stattgefunden. (Das Wallfahrtsbüchlein aber weiß es besser und sagt: „Viele wurden niedergemetzelt, viele steckten ihre Häuser und Habseligkeiten in Brand, um sie den Bürgern zu entziehen“, gleichsam als verdienten sie eine Rüge, daß sie den eigentlichen Zweck der Unternehmung zu vereiteln gesucht) Nun aber, da der Juden Haus verbrannt war, „kam das Sakrament geflogen aus dem Feuer gar unbetrogen“, was wohl gemerkt zu werden verdient, aber, genau besehen, mit der oben erwähnten lakonischen Pfeilerinschrift auch nicht zusammen zu stimmen scheint, denn wenn das Sakrament ohne menschliche Tätigkeit zum Vorschein kam, d. h., wenn es von selber daherflog, so ist der Ausdruck, daß es gefunden wurde, wenigstens' sehr unbehilflich. Übrigens drücken sich, wie wir sahen, auch die Chroniken nicht anders aus. Nach diesem bringt das Lied aber einen Zug, der den Christen fast unehrerbietig dünken muß. Es singt nämlich (das Sakrament): Ob den Leuten schwebt; Ein alter Schmied ohne Sünde lebt; Der sprach: Herr, mag es sein. So setz Dich auf den Pelz mein. Das Sakrament sich niederließ Gar bald ohne allen Verdrieß Dem Schmied da in sein Schoß usw. Alsbald aber sei ein neugeweihter Priester von Nieder-Altaich gekommen und in seine Hände habe sich dann das Sakrament endgültig begeben, und zwar „ainl.if Stuck“, also um eines mehr als jetzt, wo nur zehn gezeigt werden. Der Dichter sagt: er habe all dies selbst zu Deggendorf gelesen — eine Bemerkung, für die wir ihm sehr dankbar sind. Dieses Lied ist die einzige und ausschließliche Quelle die allen folgenden Schriften und auch den Tafeln in der Kirche zu Grunde liegt. Schon Aventin, der übrigens der Deggendorfer Geschichte nur ein paar Worte widmet, hatte keine andere Vorlage mehr. Seit jener Zeit aber ist die Legende in beständigem Fluß gewesen, bis sie endlich im „Deggendorfer Lied“ und auf den Steintafeln in einer bestimmten Fassung festgehalten wurde. Zahl spricht denn auch das Wallfahrtsbüchlein von dreihundert Männern, welche „mit blankschimmernden Waffen in die Stadt stürmten.“ Das alte Lied weiß, wie wir eben gesehen, nur von „fünfzig Mann“, zu denen dann allerdings noch das „Heer“ des Herrn von Degenberg gekommen wäre, über dessen Stärke wir aber gar keine Vermutung äußern können. Die Zahl vierhundert ist jedenfalls übertrieben. I I Posaartstr. Nr. 14/1 Miimtien Telephon 407S7 Israel. Mferpensimt Frau ApoMar Rothschild Ww. l l CARBVEIGL MUJVCIUE1V maxi'miüan$-plätz 14 NWHSrsaauxra.TON'jj^EKt _ TEL:27217 LUSTER in Eisen, Messing und Glas, elektrisch und Gas - Zuglampen mit Nachlaß zu verkaufen. Reparatnren and Neu anf ertignngen werden nach Wunsch geliefert. 5^ Erstklass. Wiener, Damenschneider* \ Elegante Maßanfertigung Spezialität: Sportkostüme und Mäntel Mässige Preise! W. Zinkowitch Schommerstraße 1/u i \ \ i AUGUST BORDAN H. Neuhäuser’s Nachfolger München Theatinerstraße 44/1 (Eingang Perusastraße) Feine Herrenschneiderei Erstklassige Herrengarderobe u. Uniformen :: Großes Stoff- Lager in in- und ausländischen Fabrikaten Telephon 23417 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijiiiiil piiiiiiiiiiini MÜNCHEN, Majcimilianstraße 5 iiiiiiiiniiiiii Spezialgeschäft für Herren -Moden, Wäsche, Krawatten usw. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiniiiii Drnek tad Verlag i B. Heller, Bnckdrnckerei, Mleckee, Herzeg Maxstr. 4. VerentwertllekIflrdieRednktien: Helene Hanna Cohn, München, Von der Tannstr. 22; (Irden Anzeigenteil iH.W.ItlkrtMlnckea

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