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Das jüdische Echo · 1917-07-06 · 27 (6.7.1917) · p. Seite 308

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
27 (6.7.1917)
Date
1917-07-06
Page
Seite 308 (sequence 12)
Language
German
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308 Das Jüdische Echo Nr. 27 Gemeindenu. Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Ge* meinden und Vereinen und von Personalnachrichten, die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höflfchst eingeladen.] Der nationaliüdische Verband München hielt am 3. Juli seinen ersten Vortragsabend, der von zahlreichen Mitgliedern aller in ihm zusammengeschlossenen Vereine und einer Reihe von Gästen besucht war. Die Vorsitzende, Frl. H. H. Cohn, hielt eine kurze Begrüßungsrede und sprach ihre Hoffnung aus, daß die Gründung des Verbandes einen Markstein im jüdischen Leben Münchens bedeuten werde. Dann forderte sie die Mitglieder auf, sich nicht mit Worten zu begnügen, sondern zu Taten zu schreiten, indem sie sich zur Mitarbeit an den Haussammlungen für den Palästina-Hilisfond beteiligen. Eine Reihe von Freiwilligen meldete sich zu dieser Arbeit. Der eigentliche Redner des Abends war Herr Jacob Reich, der über „Nationale Autonomie“ sprach. Er definierte den Begriff „Nation“ als „eine durch gemeinsame Abstammung und Geschichte gebildete Gemeinschaft, die vom *\Villen zur Forterhaltung der Gemeinschaft getragen wird,“ und zeigte, daß hiernach das Judentum vollen Anspruch auf die Anerkennung seines nationalen Charakters hat. Er betonte die Notwendigkeit einer Gleichwertung der einzelnen Nationen im künftigen Nationalitätenstaat. Nach einigen Aufklärungen über den Begriff „Autonomie“ legte er dar, daß wir nicht nur die national-kulturelle, sondern auch die nationalpolitische Autonomie fördern müßten. Im zweiten Teile seines Vortrages führte Herr Reich in fesselnder Weise aus, mit welchem Rechte die jüdische Nation in Polen, Rußland und Österreich die nationale Autonomie fordern dürfe, auf die sie in Amerika verzichten könne, während dieselbe in Palästina anders geartet sein müsse als in den übrigen Ländern. Die Zuhörer folgten seinen Ausführungen mit großem Interesse. Am nächsten Verbandsabend (Dienstag, den 17. Juli, im V. J. St., Lokal Bayerstraße 67/69) wird Herr Alexander Eliasberg aus „Tewje der Milchhändler“ von Scholem Alejchem vorlesen. Personalien. Das Eiserne Kreuz I. Klasse wurde verliehen dem k. Stabsarzt der Reserve Dr. Karl K r o n e r in Berlin, dem k. Oberarzt Dr. Artur P r y t e k in Wilmersdorf, dem Offizierstellvertreter Karl Arensberg in Göttingen, dem k. Leutnant der Reserve Walter Gumprich in Münster i. W., dem k. Oberstabsarzt Dr. Felix Klemperer in Berlin und dem k. Stabsarzt der Reserve Dr. Gustav Meyer in Offenbach. Zu k. bayer. Leutnants der Reserve wurden befördert die Vizefeldwebel L. Levy, Heinrich B ü h 1 e r , Erwin Spatz, Adolf Maier, Leopold Maier, alle in einem Inf.-Regt, Phil. Lederer, Ludwig Beer und Heinrich Homberg in einem Feldart.-Regt., Georg Bremer und Willi Haas in einem Res.-Feldart.- Regt., Richard Rosenbusch in einem Feldrekrut.-Depot, David Freitag in einem Landw.- Inf.-Regt. und Markus Wetzlar in einem Inf.- Regt. Der k. b. Mil.-Verd.-Ord. 2. KI. m. Schw. wurde verliehen den k. Leutn. d. Res. E. Seidenberger, Ohne Seifenmarken! SG* Stück-Waschmittel UW SCHNEEWEISS Kriegsamtlich genehmigt. Gleicht in Größe, Form und ‘ arbe weißer Kernseife und wird auch so angewendet. Vorzüglich für farbige und besonders für weiBe Wäsche geeignet. In weißen Stücken von ca. 250 g 50 Stück 11.- Mk. 100 Stück 20.- Mk. mit Verpackung. Mustersendung nicht unter 30 Stück. Versand nach auswärts nur gegen Nachnahme. Ständige Nachbestellungen und Anerkennungen. Alleiniger Fabrikant: Seifenfabrik H. Kogler, München,Hermsir.6 GiselaSdiiramel München Werkstätten für feine Damcn-Moden, Lindimslroßei Ecke Sendlingcrtorpl. Tel. 52754 mlP^i \fcmetfaitigangs’ aSdirelb-Anstalf 'BLITZ' Vervielfältigungen Diktate inuesusser Haus Stenogramme FK toschrk f ten Hotel Künigshof Kj3t=lsplatz-25 Graphologie GMlerMeilnng aus der Handschrift Einzusendendes Material: zwanglos geschriebenes Schriftstück, a. I. Brieffragment ca. 20 Zeilen. Charakterskizze: 1 Mark Charakterbild: 2 Mark Rückporto beii. L. Reimer, Grapfiologe München, Kaolbacbstraüe 22 a Die'" ‘ von Hans Maier Preis Mark —.SO Buchhand!. NationalvereiM München, Herzog Maxstr. 4 | "-üir München ‘isr i j Israel. Töditerpensionat j I Frau Apotheker Rothschild Ww. I Ttlephon 40757 Drnck nd Verlag t B. Haller, Bnckdrnckcrnl, Manchen, Herzog Maxetr. 4. YernntwertHehllrdie Redaktion: Helene Hanna Cohn, München, Von der Tannstr. 22; flr den Anzeigenteil i ■. W. itihr, Manchen

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