Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 20 (18.5.1917)
- Date
- 1917-05-18
- Page
- Seite 230 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Das Jüdische Echo Nr. 20 Beratungsstellen halten bereits r'egelmäßigb Sprechstunden ab. Über die Münchener Zweigstelle werden wir noch berichten. Vom Jüdischen Nationalfonds. Der Gesamtbetrag der im Monat April an den Jüdischen Nationalfonds abgelieferten Spenden beläuft sich auf 90 093 M. Hierzu haben beigetragen: Österreich 30 570 (davon 5877 aus dem besetzten Gebiet). Deutschland 18 672 (davon 7171 aus dem besetzten Gebiet), Nordamerika 18 538, Rußland 13 191, Holland 2395, Bulgarien 1834, England 1388, Schweiz 1099, Südslavische Länder 849, Neuseeland 470, Ungarn 377, Dänemark 357, Ägypten 241, Schweden 72 und Frankreich 40 M. Aus Rußland. Das Amsterdamer „Joodsche Korrespondenzbureau“ meldet, daß die Juden in Rußland sich nach wie vor nicht als einfache russische Staatsbürger betrachten, sondern als ein nichtrussisches Volk, dem dieselben Rechte und Pflichten zukommen, wie den anderen nichtrussischen Völkern des ehemaligen Zarenreiches. Sie fordern volle Gleichberechtigung sowohl im eigentlichen moskowitischen Rußland, wie in den neu zu bildenden autonomen Staaten, vor allem in Finnland, dessen Gesetzgebung bisher einen scharf antisemitischen Charakter trug. Das „Joodsche Korrespondenzbureau“ hebt die Tatsache hervor, daß die Finländer, die seit Jahrzehnten nach Freiheit rufen, diese bloß für sich verlangen, sie aber anderen, wie z. B. den Juden verweigern. Die provisorische Regierung in Petersburg unterstützt die jüdischen Bestrebungen und unterdrückt mit größter Strenge jede antisemitische Propaganda. Alle antisemitischen Zeitungen Rußlands haben ihr Erscheinen eingestellt, wogegen in den meisten Städten Rußlands die von der früheren Regierung unterdrückten jüdischen Blätter wieder erscheinen. Eine hochherzige Spende für die Jüdischen Kriegsnotleidenden. Herr Julius Rosenwald in Chicago übermittelte dem jüdisch-amerikanischen Hilfskomitee ein bedingtes Anerbieten von einer Million Dollar für die jüdischen Kriegsnotleidenden. Herr Rosenwald will zu jeder Million Dollar, die im Jahre 1917 für diesen Zweck in Amerika gesammelt wird, 100 000 Dollar beisteuern. Die Spende Rosenwalds stellt die größte Schenkung dar, die jemals von einer einzelnen Person in Amerika für einen solchen Zweck gemacht wurde. Sie wird einen großen Ansporn für die im ganzen Lande organisierten Subkomitees bilden. Bis jetzt wurde im Jahre 1917 eine Gesamtsumme von 1 274 839 Dollar für Kriegshilfszwecke gesammelt. Wie die russischen Friedensfeinde hetzen. Laut „Rjetsch“ erhielt Miljukow folgendes Telegramm: „Das amerikanische Judentum ist beunruhigt über die Meldung, daß einige Elemente zugunsten eines Separatfriedens Rußlands mit den Mittelmächten arbeiten. Ein Sonderfriede würde die Wiederherstellung des autokratischen Regimes und für die russischen Juden eine schlechtere Lage als früher zur Folge haben. Das amerikanische Judentum ist bereit, den russischen Brüdern in der demokratischen Bewegung beizustehen, die als die einzige Hoffnung aller in Rußland ansässigen Völker erscheint.“ Hierauf antworte Miljukow: „Keine russische Partei hat bisher auch nur die Möglichkeit eines Sonderfriedens erwogen.“ Sehr auffallend ist an dieser russischen offiziösen Meldung, daß die Absender dieses angeblich amerikanischen Telegrammes nicht genannt sind. Dieser Umstand gestattet uns. an der Echtheit der amerikanischen Kundgebung zu zweifeln. Ohne Seifenmarken! Stück-Waschmittel SCHNEEWEISS Kriegsamtlich genehmigt. Gleicht in Größe, Form und Farbe weißer Kernseife und wird auch so angewendet. Vorzüglich für farbige und besonders tür weiße Wäsche geeignet, in weißen StUcken von ca. 250 g 50 Stück 11.— Mk. 100 Stück 20_Mk. mit Verpackung. Mustersendung nicht unter 30 Stück. Versand nach auswärts nur gegen Nachnahme. Ständige Nachbestellungen und Anerkennungen. Alleiniger Fabrikant: Seiienlalirik H. Kugler, München Jemislr.s "Kauft» Hfl bei den Inserenten flfl ■■ des Jüdischen Echos ■■ von Hans Maier Preis Mark —.20 Buchhand!. Nationalvereia München, Herzog Maxstr. 4 Wasch- Ersatz beschlagnahmefrei in Stücken zu 2 Pfd. 20 Pfd. 4 Mk. Hilsenbeck Tattenbachstr. 5/1, Gartenh. j Elektrolyt Georg Hlrth j ] Energiestelgernd j ■ In jeder Apotheke erhältlich in: Pulverform S ■ (zu 0.50, 2.25 und 6 Mk.); ■ ■ Tablettenform (zu 0.50, 1.50; ■ und 3.20 Mk.). — Literatur ■ S kostenfrei. — Hauptvertrieb und Fabrikation: S j Ludwigs-Apotheke München j ■ Neuhauserstr. 8. S Bankgeschä München, Residenzstraße 3 _(Eingang Hofgraben) Tel. 27946 Erledigung aller ins Bankfach einschlägigen Geschäfte FREY & Co.