Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 13 (30.3.1917)
- Date
- 1917-03-30
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Das Jüdische Echo Nr. 13 aufzubringen. Aus diesem Fond sollen dann an die jüdischen Grundbesitzer und Gemeinden Darlehen zu einem niederen Zinsfuß gewährt werden. Von dem Sammelergebnis sollen 20 Prozent für Ansiedlung von Juden in Palästina und der Rest des Fonds für den Wiederaufbau zerstörter Objekte deutscher Besitzer an der Ostfront verwendet werden. Die Synagoge ..Schaarei-Zedek“ in Tunis, angeblich über 600 Jahre alt, ist, einer Meldung der ,,Jew, Chr.“ zufolge, gänzlich niedergebrannt. Sämtliche Sefer-Thoras wurden gerettet. literarisches Echo „Der Jude“. Eine Monatsschrift. Herausgeber Dr. Martin Bub er. I. Jahrgang, Heft 11. R. Löwit Verlag, Berlin N 37. Das 11. Heft der Zeitschrift enthält eine interessante Polemik Max B r o d s gegen den „offenen Brief“ Franz Werfels im Januarheft der „Neuen Rundschau“. B^d tritt der Gefahr der neuchristlich-jüdischen Tendenzen junger jüdischer Literaten entgegen. Hermann Glenn versucht in den Fußtapfen Bubers neue Formulierungen für den Geist des Orients und Okzidents zu finden. Ein ganz besonderes Interesse erweckt ein Brief des Palästinensers A. G. G o r d o n , der eine für den jüdischen Palästinapionier äußerst charakteristische Untersuchung über die Ursachen des Weltkrieges gibt. Eine ungemein belehrende Stu^'e über das Armenwesen im Ostjudentum liefert Leo Rosenberg. Arno Nadel setzt die Folge seiner „Jüdischen Volkslieder“ fort. Aus den reichhaltigen „Bemerkungen“ ist besonders Martin Bubers Antwort auf einige Bemerkungen, die Franz Blei in seinen „Menschlichen Betrachtungen zur Politik“ über die Ostjuden und die jüdische Kolonisationsarbeit in Palästina geäußert hat, durch ihre entschiedenen, Bleis Beschuldigungen zurückweisenden Ton bemerkenswert. D;° jüngst erschienene Heinebigoraphie von Max Fischer kritisiert treffend Siegfried Weitzmann. Das Heft, das vorletzte des ersten Jahrgangs, vertritt wie die früheren, die Sache des positiv gerichteten Judentum in objektiver und doch temperamentvoller Art. „Neue Jüdische Monatshefte“. Heft 11 ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Herrn. Kadi s c h, Die österreichische Nationalitätenfrage und die Juden. Prof. Hirsch, Die neuesten Veränderungen der jüdischen Wirtschaftslage in West- und Osteuropa. Lazar Abramson, Das jüdische Familienleben im Osten. J. L. P e r e z, Das ganze Jahr betrunken und am Purim nüchtern. Prof. Herrn. Cohen, Der Jude in der christlichen Kultur (2). Umschau. Literaturblatt. „Glos Zydowski“ (Jüdische Stimme) heißt eine neue Wochenschrift in polnischer Sprache, die soeben in Wloclawek zu erscheinen beginnt. Die Zeitschrift ist parteilos und nimmt weder dem Nationaljudentum noch der Assimilation gegenüber irgend eine bestimmte Stellung ein. Eine neue jüdische Monatsschrift für Literatur und Kunst beginnt soeben unter dem Titel „Die jüdische Welt“ in Stockholm zu erscheinen. Die Zeitschrift will ein geistiges Zentrum für die nach Skandinavien verschlagenen Ostjuden schaffen und verspricht die besten iidischen Schriftsteller zur Mitarbeit heranzuziehen. Jehoschua Halevy Mesach, einer der ältesten jüdischen Literaten, starb am 11. Febr. im Alter von 83 Jahren in Wilna. Geboren im Jahre 1834 in Neu-Sager (Gouv. Kowno), begann Mesach im „Hakarmel“ seine schriftstellerische Laufbahn. Er nahm seitdem fast an allen hebräischen und jidischen Periodica teil. Einige Jahre war er der Herausgeber des Sammelbuches „Gan Haporchim“. In jüdischer Sprache verfaßte er Hunderte von populärwissenschaftlichen Büchern, kleine Volkslegenden und den „Schewet Jehuda“ (12 Bände): ferner „Scheerit Jisrael“, „Masse hazlaw“, „Alilat dam“ u. a. Mesachs bekanntestes Pseudonym war „Sar schel Jam“ (Fürst des Meeres). Abonniere aufs „ECHO“! Gemeindenu. Vereins-Echo Die Münchner orthodoxe Synagoge „Ohel Jakob“ in der Herzog Rudolfstraße feierte am 23. März ihr 25jähriges Jubiläum. Die Mitgliederzahl der seinerzeit unter lebhaften Kämpfen von der offiziellen Münchner jüdischen Gemeinde losgelösten orthodoxen Gruppe hat sich im Laufe der Jahre nahezu verdreifacht. Die alten Kämpfe und Widersprüche sind vergessen, und so sahen wir unter den Festgästen am letzten Freitag Abend auch Herrn Rabbiner Prof. Dr. Werner und andere Vertreter der großen Gemeinde, sicher ein schönes Zeichen für die Einigkeit, die unter den beiden religiösen Richtungen innerhalb der Judenschaft Münchens besteht. Den Mittelpunkt der Feier bildete die auf dem Verse des Hohelieds: „Ich schlafe aber mein Herz wacht“ (5, 2.) aufgebaute Festpredigt des Herrn Rabbiners Dr. Ehrentreu, desselben, der vor 25 Jahren die Synagoge eingeweiht hat. Der Abendgottesdienst wurde von einem Männer- und Knabenchor unter der trefflichen Leitung des Herrn Oberstabsarztes Dr. Feuchtwanger begleitet, dem nach der Feier von der dankbaren Gemeinde ein silberner Taktstock überreicht wurde. Von den Mitgliedern des Grün- Kostümfabrik F. u. A. Diringer München, Herrnstraße 23, Hochbrückenstraße 13 k*5nlgl. bayer., könlgl. Württemberg , grossherzogl. badische Hoflieferanten Bankkonto: K. Filialbank, München und Bankhaus Martin! u. Simader, München. — Postscheckkonto: Nr. 3613 München. Telegramm-Adresse: »Diringer München*. — Telepbon-Nr : 21774, 21775, 21776 Grobto Fabrik und Vorlolhanstalt dieser Art In Deutschland. Vorrat von über 60000 Kostümen aus allen Zelten u. allen Ländern. Getrennte Herren-, Damen-, Kinderu. Militär-Abteilungen. Reiches Lager In Waffen und Ausrüstungen. Vollständig neuseitlich eingerichtet und umgebaut. Spezialitäts Ganze Ausstattungen fürTheaterstücke u. 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