Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 12 (23.3.1917)
- Date
- 1917-03-23
- Page
- Seite 143 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 143 nis nachweist, daß er vor seinem Eintritt in das Heer rituell gelebt hat. Bei Befreiungen von der Truppenküche auf Grund eines solchen Zeugnisses ist die erhöhte Geldabfindung, wie sie der Erlaß vom 28. Januar vorschreibt, zalhbar. Den bisher von der Truppenküche befreiten jüdischen Mannschaften soll eine angemessene Frist für die Beschaffung eines Rabbinatszeugnisses bewilligt werden. __ Formulare für die durch die Verfügung des Kriegsmiinisteriums vorgeschriebenen Rkbbinatszeugnisse stellt das Bureau der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, E. V.“ in Frankfurt a. M., den Rabbinaten kostenlos zur Verfügung. Der Erlaß findet formell nur auf immobile Truppenteile Anwendung, gilt aber seinem Sinne nach gemäß Verfügung vom 15. April 1916 Nr. 3726/2. 16: B 1 auch für Truppenteile an festen Standorten in der Etappe. Zur Zucker Versorgung auf Pessach. Die Versorgung der jüdischen Bevölkerung mit rituellem Zucker findet bekanntlich in der Weise statt, daß an den einzelnen Orten Kleinhändler von Seiten der Vorstände mit dem Vertriebe betraut werden. Auf vielfachen Wunsch ist nun angeordnet worden, daß diejenigen Haushaltungen die aus besonderen religiösen Gründen den Wunsch haben, ihren Zucker nicht von dem Kleinhändler am Orte, sondern von einem der zugelassenen Großhändler zu beziehen, hierzu das Recht haben sollen, wenn sie dem Kommunalverband entsprechende Mitteilung zugehen lassen und dem Großhändler ihre Zuckerkarten direkt einsenden. Gunzenhausen. Durch persönliche Bemühungen war es der Vorstandschaft des hiesigen Jugendklubs gelungen, Herrn Arnold Marie, den bekannten Schauspieler und jüdischen Vortragskünstler zu einem öffentlichen Rezitationsabend am 8. März (Purim) zu veranlassen. Herr Marie wählte sich Perez’sche Dichtungen aus der Sammlung „Vom alten Stamm“ und bot Nichtjuden wie Juden ein Erlebnis von hohem künstlerischen und sittlichen Werte. Man merkte es, daß der große Künstler bei den verborgensten dichterischen Äußerungen mitlebte, daß er beim Gewaltigsten mitbebte, und daß er mit Ursprünglichkeit zu geben vermochte, was Perez’sche Sagen geheimnisvoll durchgeistert. Der Klub dankte für den ehrenden Besuch mit einer Spende für die Notleidenden Palästinas. Wer Kriegsanleihe zeichnet, lorderl den Frieden ISO Bad Reichenhall to Pension Markowies geöffnet. M ä z z o s sind Villa Gersimayr bis 20. März erbeten. UITDCflTV Kunstgeschichte (mit Ml. MJ Ml. ö M-4 Führung) Literatur (verb. ________ mit Lektüre) Französische, 1 D<!EngHsche in allen Gcbielen Sprache J 1 aWa IIamIvo akad* Lehrerin für Kunstgesch. JLOII0 ncnize, und neue Sprachen v. d. Tannstraße 15, II. Aufg. 0 r. — Sprechstunden 3—4 Uhr SCH REIB BÜRO » AbschriUen ' Diktate SIEGFRIED (Kontorh!lmperiaI)Tel 3uliuJ} .SSrce 5Srrea CUS^cJie uSßod&vaasn Sfäundien. 3?ÜLxUfnilian3tr W. _ _ _ ~ -___ früher über 7 Jahre bei Herrn Hof-Zahnarzt Dr. med. Brubaeher tätig •••••••••••••••••••000000SS555 Dentist Strobel Luitpoldstraße 8 Ecke Prielmayerstr. gegenüber Warenhaus Tietz. Konservierung kranker Zähne und Wurzeln. Spezialität: Plattenloser Zahnersatz. Ganze Gebisse. Erstklassige Ausführung. Zahnoperationen ■■■■■■«■■•■■ mit den neuesten schmerzlosen Mitteln. Telephonische Nr. 11361. Anmeldung erwünscht. Sprechzeit nur Werktags von 9—5 Uhr. Hohlsaum Plissö und Knöpfe fertigt schön und billig Anny Vogl, Rosenstr. 4/iH Waseh- Ersatz beschlagnahmefrei in Stücken zu 2 Pfd. SO Pfd. 4 Mk. Hilsenbeck Tattenbachstr. S/l, Gartenh. FREY&Co. Bankgeschäft München, Residenzsfraße 3 _ (Eingang Hofgraben) Tel. 27946 Erledigung aller ins Bankfach einschlägigen Geschäfte