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Das jüdische Echo · 1917-01-19 · 3 (19.1.1917) · p. Seite 35

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
4 (1917)
Issue
3 (19.1.1917)
Date
1917-01-19
Page
Seite 35 (sequence 11)
Language
German
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Nr. Das Jüdische Echo 35 6. Ezechiel und Aiistoteles. Einmal fragte der Rishiner, als viele weise und heilige Männer um seinen Tisch versammelt waren: „Warum eifern die Leute gegen unseren Meister Mose ben Maimon?“ Ein Rabbi antwortete: „Weil er an einem Orte sagt, Aristoteles habe näher an die Sphären des Himmels gerührt als Ezechiel; wie sollte man nicht gegen ihn eifern?“ Der Rishiner sprach: „Es ist so, wie unser Meister Mose ben Maimon sagt. Zwei Menschen kamen einmal in den Königspalast. Der eine verweilte in jedem Saal und betrachtete mit klugem und kundigem Blick die Prunkstoffe und Kleinodien und konnte sich nicht sattsehen. Der andere aber ging durch die Säle und wußte nur: Das ist des Königs Haus, das ist des Königs Gewand, noch ein paar Schritte und ich werde meinen Herrn König schauen.“ 7. Das Mahl des Sabbathausgangs. In seinem Alter wohnte er eine Zeitlang in der kleinen Stadt Potok Zloty, wo er ein Lusthaus und einen Garten hatte. Einmal kam Rabbi Mosche von Kobryn zu ihm über den Sabbath nach Potok. An diesem Tage aß der Rishiner die heilige dritte Mahlzeit, das Mahl des Sabbathausgangs, nicht, sondern saß am Abend in seinem Garten und der Rabbi von Kobryn saß bei ihm. Eine gute Weile schwieg der Rishiner; dann sprach er: „Nicht wahr, wir können das dritte Mahl des Sabbathausganges durch die Früchte uns ersetzen?“ Dann faßte er den Rabbi von Kobryn am Gürtel und sagte: „Wir wollen ein wenig im Garten lustwandeln.“ Und als sie es taten, sprach er noch einmal: ,),Lieber Rabbi Mosche, du bist doch ein gelehrter Mann, es ist nicht wahr, daß man rechtmäßiger Weise das Mahl des Sabbathausganges durch Früchte ersetzen darf?“ Da verstand der Rabbi von Kobryn, daß der Rishiner sein Ende und seine Söhne meinte und rief laut: „Unser heiliger Rabbi, die Welt braucht euch noch!“ Aber anderthalb Monate nach diesem Sabbath starb Rabbi Israel. (Frankf. Ztg.) Gemeindenu. Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von Personalnachrichten, die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höflichst eingeladen.) Personalien. Der Militär-Sanitäts-Orden 2. Klasse wurde verliehen dem Oberarzt Dr. Richard Offenb a c h e r der Reserve (Nürnberg) für die ausgezeichneten Verdienste, die er sich dadurch erworben hat, daß er vom 17. bis 20. August 1916 an der Somme unter sehr schwierigen Verhältnissen in weit über das Pflichtgemäße hinausgehender Weise im feindlichen Artilleriefeuer unter eigener Lebensgefahr die Verwundeten versorgte und barg. A t|n dieser Abteilung finden Voranzeigen derVereine auch ausserhalb Münchens kostenlose Aufnahme.) Jüdischer Turn- und Sport-Verein München. Die statutengemäße ordentliche Generalversammlung findet am Samstag, den 27. Januar 1917 ......iiiiiiiiiiiiiiiiuj |Iiiiiiiiiiiiiiii MÜNCHEN, Majdmilianstraße 5 Spezialgeschäft | für | Herren-Moden, j Wäsche, | Krawatten usw. | illllllllllllllllMlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllimillllllllillllllMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIIIIIll Papier Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Hefte, Akten, Stampf und Pappen, unter Garantie des Einstampfens Lumpen Neutuche, neue Stoffabfälle, Rupfen, Seile, Stricke, Flaschen verschiedener Arten, Alteisen kauft stets jedes Quantum, groß und klein, zu allerhöchst. Preisen, holt frei ab Josef Duschi’s Rohprodukten-Grosshandlg., Dachauerstr.21/0,2. Hof lks. Telephon 10436. Geöffnet ununterbrochen v. früh 6 Uhr bis ebds. 8 Uhr. 308 ^scfineU ral^dcr \fervietfältiqangs' aSchreib-Anstalf a "BLITZ VepvfeifSiUfgvj rügen Diktate in «ausser Haus Stenoqpanune flöscnriflen FlotQi Königshof Kaelsplatz-25' Telef54348 =>o8 AUGUST BORDAN H. Neuhäuser’s Nachfolger München Theatinerstraße 44/1 (Eingang Perusastraße) Feine Herrenschneiderei Erstklassige Herrengarderobe u. Uniformen :: Großes Stoff- Lager in in- und ausländischen Fabrikaten Telephon 23417 ■iri: 292367

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