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Das jüdische Echo · 1916-10-13 · 41 (13.10.1916) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
3 (1916)
Issue
41 (13.10.1916)
Date
1916-10-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Das Jüdische Echo Bayerische Blätter für die jüdischen Angelegenheiten Erscheinungszeit: Jeden Freitag. Bezug: Durch die Postanstalten oder den V erlag — Bezugspreis: Viertelj. M. 1.—, Halbj. M. 2.—, Ganzj. M.4.—, Einzelnummer 10 Pf. —Verlag des ״Jüdischen Echo“ : München, Herzog Maxstr 4 — Redaktion: Helene Hanna Cohn, München, mmmlm Anzeigen: Die viergespaltene Nonpareille - Zeile oder deren Raum 25 Pf. — Bei Wiederholungen Rabatt.— Dieselbe für kleine Anzeigen 15 Pf. — Anzeigenannahme: Verlag des ״Jüdischen Echo“, München, Herzog Maxstraße 4. Fernsprecher: 53099. Postscheckkonto: München 3987. Nummer 41 München / 3. Jahrgang 13. Oktober 1916 Hus ״Koheleth“ (Prediger). קהלת Kapitel 1. 1״ Worte des Koheleth, Sohnes Davids, Königs in Jerusalem. 2״ Eitelkeit der Eitelkeiten, sprach Koheleth, Eitelkeit der Eitelkeiten! Alles ist eitel. 3., Was ist der Erfolg des Menschen bei all׳ seiner Mühe, womit er sich mühet unter der Sonne? 4., Ein Geschlecht geht und ein Geschlecht kommt, und die Erde besteht ewig. 5., Und die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter und eilt zu ihrer Stätte, wo sie wieder aufgeht. 6., Sie gehet nach Mittag und wendet sich nach Mitternacht und wieder und wieder sich wendend geht der Wind und nach seinen Wendungen kehrt der Wind zurück. 7״ All׳’ die Flüsse gehen ins Meer, und doch wird das Meer nicht voll; an den Ort' wohin die Flüsse gehen, dorthin kehren sie zurück um weiter zu gehen. 8., All’ die Dinge mühen sich ab, kein Mensch vermag zu sagen; ein Auge wird nicht satt vom Sehen, ein Ohr nicht voll vom Hören. 9״ Was war, das wird sein; was geschehen ist, das wird geschehen und nichts Neues gibt es unter der Sonne. 10., Gibt es Etwas, von dem man sagt; Siehe, das ist neu! längst geschah in früheren Zeiten, was vor unserem Angesicht geschehen. 11״ Es ist kein Gedächtnis der Früheren, und auch von den Späteren, welche sein werden, wird kein Gedächtnis sein bei denen, die noch später sein werden. — K a p i t e 1 12. 1״ Und gedenke Deines Schöpfers in den Tagen Deiner Jugend, ehe herankommen die Tage des Leidens und herannahen die Jahre, von denen du sprichst; Ich habe keinen^, Gefallen an ihnen; 2״ ehe die Sonne sich verfinstert und das Licht und der Mond und die Sterne und die Wolken zurückkehren nach dem Regen; 3״ am Tage, da die Wächter des Hauses erzittern und sich krümmen die gerüsteten Männer, und feiern die Müllerinnen, weil ihrer immer weniger geworden und sich verdunkeln, die durch die Gitter schauen; 4״ und verschlossen werden die Türen nach dem Markte, während die Stimme der Mühle abnimmt und sich erhebt zur Vogelstimme und gedämpft sind alle Töchter des Gesanges; 5., auch fürchten sie sich vor jeder Höhe und schrecken sich auf jedem Wege und der Mandelbaum versagt und die Heuschrecke schleppt sich und der Fruchtkern versagt; denn der Mensch geht zu seinem ewigen Hause und die Klagenden halten einten Umzug auf dem Markt; 6״ ehe nicht reißt die silberne Kette und zertriimmert die goldene Schale und zerbricht der Krug der Quelle und zertrümmert das Schwungrad am Brunnen; 7״ und zurückkehrt der Staub zur Erde, so wie er gewesen und der Geist zu Gott, der ihn gegeben. 8״ Eitelkeit der Eitelkeiten, spricht Koheleth, Alles ist eitel. 9״ Und außerdem, daß Koheleth weise war, lehrte er auch dem Volke Erkenntnis und erwog und forschte, verfaßte er viele Sprüche. 10״ Koheleth suchte gefällige Worte zu finden und niedergeschrieben wurden richtig Worte der Wahrheit. 11״ Die Worte der Weisen sind wie Stacheln und eingeschlagene Pflöcke, der Männer der Ver- Sammlungen, gegeben von einem Hirten. 12״ Aber mehr als dies, mein Sohn, belehre dich selbst; viele Bücher fertigen nähme kein Ende und vieles Predigen ermüdet den Leib. 13., Den Schluß der Sache, das Ganze lasset uns hören: fürchte Gott und bewahre seine Gebote, denn dies ist der ganze Mensch. 14״ Denn jede Tat bringt Gott vor das Gericht über alles Verborgene, sei sie gut oder böse. Die Weltfrage. Von Simon Dubnow, Petersburg. Die jüdische Frage, die bisher nur eine Frage einzelner Länder war, muß sich jetzt in eine Weltfrage verwandeln; schon allein aus dem Grunde, weil in dem Prozeß eines Weltkrieges die Lebensfrage eines Volkes, das mit der ganzen Welt verbunden ist, notwendig auch eine Weltfrage sein muß. Der jetzige Krieg ist der erste in der europäischen Geschichte, in dem Millionen Juden mitten im Kanonendonner stehen. Acht Millionen Juden in Rußland, Polen und Galizien haben schon die Leiden des Weltkrieges gefühlt und erlebt,

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