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Das jüdische Echo · 1916-08-25 · 34 (25.8.1916) · p. Seite 301

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
3 (1916)
Issue
34 (25.8.1916)
Date
1916-08-25
Page
Seite 301 (sequence 5)
Language
German
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Das Jüdische Echo 309 Nr. 34 46. Kurz-, Weiß- und Wollwarenhandel 13 1 4 47. Konfektionsgeschäft 13 48. Herrenkonfektion 8 4 49. Herrenkleiderhandel 16 9 50. Herrengarderobegeschäft 13 5 51. Damenkonfektion 15 4 52. Damenmodewarengeschäft 8 53. Wäschehandel 12 6 54. Wäscheversand 10 10 55. Korsettengeschäft 3 56. Blusengeschäft 2 1 57. Trikotagenu. Strümpfegeschäft 6 3 58. Posamentenhandel 10 59. Hüte und Schirme 6 1 60. Putzgeschäft Damenhutgeschäft 11 1 61. Besatzartikel Gürtel, Spitzen 7 12 62. Holz- und Kohlenhandel 14 5 63. Eisenu. Metallhandel 13 2 64. Eisenu. Metallwarenhandel 4 1 65. Ofen- und Herdhandel 2 _ 66. Werkzeuge- und Maschinenhandel 13 1 67. Fahrradu. Nähmaschinenhandel 6 5 68. Lederhandel 16 69. Schuhwarenhandel 24 6 (darunter Agenten) (5) 70. Gummiwarenhandel 6 1 71. Papier- und Papierwarenhandel 4 72. Möbelhandel 22 7 73. Bettenhandel 5 — 74. Möbelstoff- und Teppichhandel 6 1 75. Bilderhandel 6 6 76. Küchenbedarfsartikel 5 2 77. Galanteriewarenhandel 7 4 78. Spielwarenhandel 3 4 79. Juwelen-, Goldu. Silberwarenhandel 5 1 80. Uhrenhandel 4 — 81. Buchhandel 10 5 82. Antiquare 12 — 83. Kunsthandel 15 3 (darunter Agenten) (2) — 84. Buch- und Kunsthandel 2 1 85. Postkartenhandel 4 1 86. Antiquitäten und Miinzhandel 8 __ 981 285 Diese Tabelle zeigt, daß die Juden in München sich nicht auf einzelne Handelszweige beschränken, sondern das ganze Gebiet der städtischen Handelstätigkeit durchdringen. Die angeführten Angaben und Zahlen, denen sich eine Reihe minder wichtige*1 anschließen, genügen um zu zeigen, daß wir es hier mit einer Arbeit zu tun haben, die vom . volkswirtschaftlichen und manchem andren Gesichtspunkt aus von recht großem Wert ist. Der in der „Zeitschrift für Demographie und Statistik“ angekündigte weitere Aufsatz der Verfasserin dürfte gleichfalls sehr Wissenswertes bringen. Herrn Zangwitls Wandlungen. Der englische Schriftsteller Israel Zangwill ist ein wahres Chamäleon: kaum glaubt man seine politische Schattierung festgestellt zu haben, da verwandelt er flugs seine Farbe. Er, der einst als Zionist eine Rolle spielte, verwandelte sich später in einen Territorialisten und zog aus, für das jüdische Volk irgendwo eine Heimstätte zu suchen, nur nicht in Palästina. Dann — beim Beginn des Weltkrieges, wurde er, der jederzeit Rußland grimmig gehaßt, ein lächelnder Optimist, der von der russischen Regierung Taten der Befreiung und Menschlichkeit erhoffte. Und nun ist er gar so weit, daß er sich von dem Geidanken eines nationalen Zusammenhanges der Juden überhaupt losmacht und zu einem Interviewer Dinge wie die folgenden sagte: Seine Ansicht gehe dahin, daß es weder solch ein Ding, wie die jüdische Nation gibt, noch daß ein beträchtlicher Teil dieser sogenannten jüdischen Nation nach Palästina gehen wird. Dieser große Krieg, der schrecklichste in der Geschichte, habe die Juden unwiderruflich in zerbissene Einheiten zersplittert, in zerstreute jüdische Gemeinschaften, von einander getrennt und abgesondert durch ihre verschiedenen Ziele und Interessen, welche notwendigerweise sich auflehnen müssen, während die Juden Untertanen von verschiedenen, rivalisierenden Staaten bleiben werden. Und selbst nach dem Krieg werde es auf Jahre hinaus ungeheuer schwierig sein, die Lücken in den Schutzmauern jüdischer Einheit wieder herzustellen .... Es gebe keine Hoffnung für den jüdischen Nationalismus außerhalb Palästinas oder eines jüdischen Territorismus. Unser Volk sei nicht groß und heroisch genug, gegenüber seiner Umgebung sich zu erhalten. Sei es nicht anzunehmen, daß nach dem ungeheuren jüdischen Blutvergießen die Juden sich zu ihren verschiedenen Vaterländern mehr hingezogen fühlen werden, als vor dem Krieg? Das Schlachtfeld verwischt oder schwächt alte Vorurteile. Und wo Juden und Christen ein gemeinsames Leid getragen haben, wo sie gemeinsam ihr Blut angesichts eines gemeinsamen Feindes vergossen haben, könne es da möglich sein, daß diese physischen Opfer eines Tages leicht vergessen werden? Die Juden in England, die Juden in Frankreich, die Juden in Italien, die Juden in Rußland (!) würden fraglos nur mehr bestärkt werden in ihrem Patriotismus für die Länder, für die sie ihr Alles hingegeben haben.“ DrKlebs Joghurt Präparate unterdrücken die Bildung von Darmgiften, regeln unschädlich Verstopfung, Magenu. Darmkatarrh, erleichtern die Altersbeschwerden. Glänzende Anerkennungen. Erhältlich in Apotheken u. Drogerien, wenn dort nicht zu haben, auch direkt zu beziehen Prospekte u. Proben kostenlos. Chem.-Bakt. Labor. Dr. E. Klebs, München, Schillerstr.28 Aiv

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