Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 21 (26.5.1916)
- Date
- 1916-05-26
- Page
- Seite 199 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9072829-9102942-9137038--00866-9073692- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 21 Das Jüdische Echo 199 Was aber ist die Ursache, daß die Judenschaft diesen Völkerkrieg so opfervoll miterlebt Es sind die sittlichen Kräfte, die im Judentum tätig sind, es ist die Lebensauffassung wie sie1 iim Judentum von altersher bepflanzt wird und die im Gemeinsinn gipfelt. Will man dies richtig verstehen, so muß man die jüdische Geschichte kennen, muß sie studiert, gelesen haben. Jeder Jude müßte ein Geschichtswerk besitzen und danach in der Lage sein, in den wichtigen Fragen, die in und nach dem Kriege in Verbindung der Stellung der Juden in Deutschland zur Entstehung und Austragung kommen, zu einem besseren historischen Verständnis zu gelangen. Ein Geschichtswerk, wie es kein besseres dafür geben kann, ist das von Prof. Graetz, das in der großen (12bändigen) Ausgabe M. 142.40, in der kleinen (3bändigen) Volksausgabe M. 12 — kostet. Dieses Werk müßte nun, um ihm eine recht große Verbreitung in der Judenschaft zu geben, von bemittelten Glaubensgenossen für jüdische Gemeinden, jüdische Bibliotheken, ärmere talentvolle Juden, zur Verteilung als Prämien in jüdischen Schulen und Lehranstalten, oder an jüdische Schüler und Schülerinnen gestiftet werden — sowohl in der großen als auch in der kleinen Ausgabe. Wer hilft mit? Wer will ein oder mehrere Exemplare dieses Geschichtswerkes zu diesem Zwecke stiften? Wer dies tun will, wende sich an Schriftsteller J. Hein, Berlin- Wilmersdorf, Holsteinischestr. 56 II, der sich an die Spitze der Bewegung zur Verbreitung historischer Kenntnisse unter den Juden gestellt hat, und der den Bezug des Graetzschen Geschichtswerkes zu günstigen Bedingungen vermitteln wird. Jeder Jude, der es kann, stifte wenigstens ein, wenn möglich aber mehrere Exemplare im Interesse der gesamtjüdischen Sache. Wer nicht weiß, für wen er das Werk stiften soll, dem wird auch darüber Auskunft gegeben werden, wenn er sich an vorgenannte Adresse wendet. In jeden Band ‘des Werkes läßt sich übrigens eine Widmung einschreibcn, die den Namen des Stifters enthält und so dessen Gedächtnis für lange Zeit festhält. Schließlich ist noch für solche Juden, die sich die größere Ausgabe des Werkes jetzt wegen knappen Mitteln nicht anschaffen können, zu bemerken, daß durch vorgenannte Adresse auch der Weg gewiesen wird, wie dieses erschöpfend gehaltene große Werk gegen bequeme Ratenzahlungen bezogen werden kann. Gemeinden* u.Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Hl i 11 e i I u n g e n aus Gemeinden und Vereinen und von P e r s o n a I n a o n r i c h t e n , die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, hofliohst eingeladen.) Personalien. Das Eiserne Kreuz I. Klasse wurde dem kgl. bayer. Leutnant der Landwehr-Infanterie Hugo Marx verliehen. Das Eiserne Kreuz II. Kl. winde dem Leutnant Otto H e 11 m a n u verliehen. Die kgl. bayer. silb. Tapferkeitsmedaille wurde dem Krankenträger Hugo Wassermann vei - liehen. Zum kgl. bayer. Oberleutnant der Reserve wurde der Leutnant Walter Simon nn Eisenbahnbataillon befördert. Zu kgl. bayer. Leutnants der Reserve wurden ernannt die Vizefeldwebel Hermann Bauer im 14. Inf.-Regt., Heinrich Götz im 9. Res.-Fe d- Art.-Regt., Richard Seligmann im Ers.-Feld- Art.-Regt., Leopold Hanauer im 3. Res.-Fuß- Art.-Regt., Adolf Marx in der 5. Feldfliegerabt., Eugen B rück im 6. Inf.-Regt. und Kurt Meyer im 9. Feld-Art.-Regt. Zum kgl. bayer. Oberarzt der Landwehr wurde der Assistenzarzt Dr. Siegfried Kahn (München) befördert. Zu kgl. bayer. Assistenzärzten der Reserve wurden die Unterärzte Albert Michaclsohn (München) und Wilhelm Unna (Hof) befördert. K ö n i g Ludwi g- K r e u z. Dr. Ernst S i 1 b e r s c h m i d t, Dr. Dav. E r 1 a nger, Dr. Hugo R o s e n t h a 1, Dr. Michael Prager, dem k. Oberarzt der Landwehr Hermann Kahn und dem Offizierstellvertreter Siegfried O e 11 i n g e r im Garn.-Laz. Nürnberg. Dasselbe wurde ferner verliehen: dem k. Hofmöbelfabrikanten Martin B a 11 i n in München, der Justizratsgattin Gutta Oppenheimer, Fabrikbesitz. Dr. Paul Wassermann, Rechtsanwaltsgattin Käti Raff und Bankiersgattin Alice Marx, alle in München. Dann Frau Berta Hallgarten in München, k. Hofrat Otto R e i n a c h , Witwe Lina Königsberger, Kommerzienrat Sigmund Gutm a n n , Brauereidirektor Dr. Hermann S c h ii 1 e i n, Kommerzienrat Sigm. H ö c h- Städter, k. Hofrat u. Notar Dr. Jakob S c li u 1mann, Witwe Hermann Müller, Vizekonsul Emil Zecke n dorf, Witwe Emma Vogel und Kommerzienrat Ivo Strauß, sämtliche in München, Direktor Max Straus in Berlin, Dr. Paul Schiff in München, Frl. Helene Rau in München, Rechtsanwalt Adolf Stern in Pasing, Fabrikant Franz Hessejbergeir in ^München, Bankiersgattin Therese L i p p m a n n in Straubing, Rentiere Jettchen Bär in Frankenthal, Rentiere Kathi H e 11 m a n n in Germersheim, Häutehändl. Sigmund Rosenthal in Neustadt a. H., Rentier Oskar Rosen stiel, Großhändler Joseph W o 1 f f in Neustadt a. H., Hauptlehrersgattin Antonie Michel in Pirmasens, Rentier Philipp Jacob y in Zweibrücken, Kaufmann Jakob T reum a n n in Bamberg, Justizrat und Gemeindebevollmächtigtenvorstand Dr. Joseph Werner in Bamberg, Großkaufmann Sigmund I s n e r in Bayreuth, Bankier Julius Wassermann in Bamberg, Komerzienrat Max Em. Gutmann in Bamberg, Kaufmann Mar Harburger in Bayreuth, Fabrikbesitzer Hugo H i r s c h k i n d in Ansbach, Max D a c ha u e r in Eichstätt, Privatier Louis Bechmann, Großkaufmann Sigmund Holz i n g e r , Magistratsrat Maier Bechmann, Fabrikbesitzer Leopold Heymann und Privatiere Betti Adler, sämtliche in Fürth, Witwe Rosa Hopf, Kaufmann Paul L e b r e c h t, Ingenieur Jakob Levy, Fabrikbesitzersgatt. Emma L e s s i n g , Kaufmann Siegfried Z e i 11 e r , Kaufmann Eduard Frank, Kaufmann Max Kau m - h e i m e r und Magistratsrat Karl Heim, alle in Nürnberg, Witwe Lina 'Berlin in Nürnberg, Rechtsanwalt Norbert Dannhäuser in Haßfurt, Privatier Max S o n d h e 1 m in Kitzingen, Theaterdirektor Willi Stuhlfeld in Wiirzburg, Witwe Berta Untermayer in Augsburg, Magistratsrat Sigmund U 11 m a n n in Kempten, den Feldwebeln Paul 'Ncumann (Amberg), Fritz Frank im 7. Res.-Inf.-Regt.; den Vizefeldwebeln Eduard B ä r im 7. Res.-Inf.-Regt. und Fritz Habe r m a n n im 10. Feld-Art.-Regt., dem k. k. öster. Zollinspektor Erwin Kugler in Asch, dem Rentier Justus S ah 1 mann und dem Großhändler Karl Stark in Nürnberg, Kaufmann Jakob Weil in Ansbach. (Schluß folgt.)