Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 13 (31.3.1916)
- Date
- 1916-03-31
- Page
- Seite 116 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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116 Das Jüdische Echo Nr.-18 Mayer im 6. Res.-Inf.-Regt., David Kratzer im 15. Res.-Inf.-Regt., Oskar Aschbacher, Kurt H e 11 m a n n und Hermann Held im 6. Landw.-Feld-Art.-Regt., Bernhard Nebel im 1. Fuß-Art.-Regt., Adolf W i r t h im 5. Landw.-Inf.- Regt. und Julius Stern im 1. Pionierbat. Frau Rosa Werner feierte am Montag, den 27. März ihren 60. Geburtstag. Wir sprechen ihr unsere besten Glückwünsche aus und hoffen, sie auch in Zukunft in gewohnter Frische im Kreise ihrer Häuslichkeit und an der Spitze humanitärer Vereine wirken zu sehen. Wie wir zu unserer Befriedigung hören, befindet sich Herr Rabbiner Dr. Werner, der neulich auf der Straße einen Unfall erlitten hat, auf dem Wege der Besserung. Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß“ München. Am 19. März versammelte der Blau-Weiß seine Wanderer zu einer netten kleinen Purimfeier, die ganz dem Ideenkreise eines jüdischen Wanderbundes angepaßt war. Nachdem die einzelnen Züge bereits vormittags tüchtig gewandert waren, trafen nachmittags alle Gruppen in Solln ein, um in den oberen Räumen des „Hirschen“ einige Stunden gemütlich beisammen zu sein. Unter Zuhilfenahme von einigen Tischen und sehr viel Phantasie war rasch eine Bühne improvisiert, und nun lösten sich Einzel- und Chorgesänge, Deklamationen, kleine Theaterstücke, Singspiele und dgl. in bunter Folge ab. Besonderen Beifall ernteten ein jüdisches Theaterstück und ein von den jüngsten der Mädels aufgeführtes Singspiel „Die zehn kleinen Hamänner“. Den Mittelpunkt der Veranstaltung bildete die Verteilung der Blau- Weiß-Nadeln. Gegen Abend wurde dann unter fröhlichen Gesängen der Heimweg angetreten und wohl allen, die dabei waren, wird die gemütliche Purim-Feier eine liebe Erinnerung sein. Die diesjährige Purim-Veranstaltung des Vereins „Bne-Jehuda“ am 18. März versammelte im großen Saal des Kolosseums ein überaus zahlreiches Publikum. Der Abend wurde eröffnet durch den kleinen, aber gut geschulten Vereinschor, der unter Herrn Kupfers Leitung drei Lieder zum Vortrag brachte. Das schönste der Lieder, das graziöse und volkstümliche „Klipklap, effen mir“ hatte auch den größten Erfolg. Herr Arnold Marie, schon bei seinem Erscheinen stürmisch begrüßt, rezierte darauf in ganz vorzüglicher Weise eine gute metrische Übersetzung der Megille Esther. Die wirklich glanzvolle Vorlesung, die zu Herrn Maries besten Leistungen gehört, gab dem Purim-Abend die richtige Weihe. Nach einer längeren Pause folgte die Aufführung des ersten und des kurzen letzten Aktes des bei den Ostjuden außerordentlich populären :und beinSahe (als Nationaldrama ange-' sehenen Stückes vo i David Pinski „Familie Zwi“. Die Aufführung des schwierigen Tendenzdramas muß als gelungen bezeichnet werden. Die Leitung lag in den Händen des Herrn Joseph Löwy, der auch die wichtigste Rolle des Maggids Mojsche Zwi mit großem Talent spielte. Hervorzuheben ist noch das Spiel des Frl. Tennenbaum (Minje) und des Herrn Neuwirth (Jekew). Auch die übrigen Mitwirkenden spielten ihre wenig dankbaren Rollen mit großem Geschick. Der letzte Akt, der eigentlich nur ein Monolog des Mojsche Zwi ist, machte den stärkeren Eindruck. Das Publikum quittierte alle Darbietungen mit starkem Applaus. Der Reinertrag des Abends, der unsern durch den Krieg geschädigten Brüdern in Galizien zugute kommt, dürfte eine ansehnliche Höhe erreicht haben. Gunzenhausen. Auf Anregung des „Jüdischen Lese- und Diskussionsklubs“ gab Herr Arnold Marie aus München am Purim einen Rezitationsabend, der von hier und auswärts sehr gut besucht war. Er las mit dramatischer Kraft das Buch Esther (von Klausner übersetzt), ließ den feinen Humor aus Perez’s „Neilo in der Hölle“, Scholem Aleichem’s „Wenn ich Rothschild wär“ erstehen und ward endlich in der „Szene auf dem Rialto“ ein gewaltiger Shylock. Maries hervorragendes Einfühlungsvermögen, seine hingebende Liebe zu unseren historischen Werken und Gestalten hat ihm hier jüdische Herzen eröffnet, die ihm noch lange für den außerordentlich schönen Genuß danken werden. Der Überschuß des Abends wurde dem Jüd. Kriegshilfsfonds in Berlin überwiesen. ja (In dieser Abteilung finden AnZeigen-CCflO Voranzeigen der Vereine auoh ausserhalb Münchens kostenlose Aufnahme.) Arnold Marie. Kommissär des Jüdischen Nationalfonds München, wohnt ab 1. April 1916: Finkenstraße 2/4 1. (Haus Callwey). Jüdischer Wander-Bund „Blau-Weiß“ München. 2. April: Mädchen: 1. und 2. Zug: 2.45 Uhr Starnberger Bahnhof, Pasing—Puchheim—Fürstenfeldbruck. 60 Pfg. 3. Zug: 7.30 Uhr Isartalbahnhof, Isartal—Wiirmtal. 55 Pfg. bez. 30 Pfg. Buben: G. W. 6.35 Uhr Starnberger Bahnhof, Gauting— Miihltal—Höllriegelskreuth. 70 Pfg. H. W. 1.30 Uhr Bogenhauserbrücke, Ins Blaue 5 Pfg. Heimabende: Buben: Montag, 3. April: 3. Zug, 7 Uhr Bayerstr. 67/69. 2. Zug: Dienstag, 4. April, 7 Uhr Bayerstr. Pflichtheimabend. München. Verein Bne-Jehuda. Samstag, den 1. April 1916 „Gemütlicher Abend“ mit Musik und Vorträgen. Voranzeige: III. Literarischer Abend über Scholem Asch. Gäste immer willkommen. München. Jüdischer Turn- und Sportverein. Jeden Samstag abend 8.30 Uhr wird in der Simultanschule an der Klenzestraße geturnt. Alle Mitglieder, Herren und Damen, werden höflichst gebeten, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. GiseloSdiimmel München Werkstätten für feine Damen-Moden LindwurmMei Ecke Sendllngerlorpl. Tel. 52754 Rauchen Sie Zigaretten . Druck and Verlast B. Heller. Buchdrtickerei. München, Herzog Maxstr. 4. Verantwoulich f(tr die Redaktion: Helene Hanna Cohn, München, Qiselastraße 16; für den Anzeigenteil: H. W. Stöhr, München.