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Das jüdische Echo · 1916-02-18 · 7 (18.2.1916) · p. Seite 56

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
3 (1916)
Issue
7 (18.2.1916)
Date
1916-02-18
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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56 Das Jüdische Echo Nr. 7 Ölbäume: Mely Joseph spendet einen Ölbaum auf den Namen der kleinen Gabriele Straus 6.— M.: Johanna Kraft dem Andenken an Fräulein Meta Lewkonia einen Ölbaum 6.— M. München. Der israelit. Verein für Krankenpflege, Bestattungswesen und religiöse Belehrung (Chewra Kadischa) hat auch im Jahre 1915 Ersprießliches geleistet und es ist nur bedauerlich, daß die Zahl seiner Mitglieder (461) nicht im Verhältnis zur derienigen der Qemeindemitglieder steht. Die Tätigkeit des Vereins im Beerdigungswesen erstreckte sich im abgelaufenen Jahre auf 153 Fälle: für Kriegsunterstützungen wurden 5000 Mark verausgabt, hievon entfallen für Ostpreußen und Palästina je 1000 Mark, während 3000 Mark dem Kriegsfonds der Kultusgemeinde zugwendet wurden. Der Kassabericht weist an Einnahmen und Ausgaben ungefähr 19 000 Mark aus. zu deren Deckuncr auch ein Betrag von einigen Tausend Mark verkaufter Wertpapiere herangezogen werden mußte. In Anbetracht der segensreichen Tätigkeit des Vereins wäre eine Zunahme des Mitgliederstandes sehr erwünscht. Die Generalversamlung findet am 20. Februar vormittags halb 10 Uhr im Sitzungssaale der Kultusgemeinde statt. Nürnberg. Der Verein „Israelitischer Jugendbund" (Chewrath Bachurim) Nürnberg hat seinen Jahresbericht veröffentlicht: Das Vereinsiahr stand unter dem Zeichen des Weltbrandes. Ungefähr die Hälfte der Mitglieder — gegen 40 — sind zurzeit zum Heeresdienste einberufen, von denen ungefähr wiederum die Hälfte Dienst an der Front tut. — Leider hat der Tod eines der ehemaligen treuesten Mitglieder entrissen. Herr Simon Schloß aus Darmstadt, bereits mit dem Eisernem Kreuz ausgezeichnet, starb den Heldentod fürs Vaterland. — Es war der Vereinsleitung eine heilige Pflicht, mit den Mitgliedern im Felde stets in regem Gedankenaustausch und Verkehr zu bleiben. Dies geschaii durch Feldpostbriefe religiösen Inhalts, Zusendungen von Zeitungen und Broschüren. Zu allen Festtagen wurden Liebespakete mannigfachen Inhalts gesandt. — Die ständigen Lehrvorträge wurden auch dieses Jahr wieder vermehrt, die Zahl der Schiurim ist jetzt auf acht angewachsen. Es fanden statt: Lehr Vorträge aus dem Gebiete des Talmuds, der Mischnah. des Pentateuch, der Propheten, der Gesetzeskunde. Die Lehrvorträge wurden durchwegs gut und regelmäßig besucht. An den Freitag Abenden fanden Vorträge über jüdische Weltanschauung, Schrift und Tradition, sowie über den Weltkrieg statt. Dazwischen wurden von Mitgliedern Referate über Themen aus den verschiedensten Gebieten gehalten. — Während des Sommersemesters wurde ein Kurs zum Studium des Haitoravortrages eingerichtet. —■ Von größeren öffentlichen Veranstaltungen wurde abgesehen. Im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Veranstaltungen standen wie immer die Freitag Abende, die sehr gut besucht waren. Im Sommer wurden wiederholt Ausflüsre unternommen. Nach Maßgabe seiner finanziellen Leistungsfähigkeit suchte der Verein auch die 'Kriegsnot zu lindern. So wurden wiederholt größere Beträge der Flüchtlingsfürsorge überwiesen. — Alles in allem bot das Vereinsleben in diesen schweren Zeiten ein Bild gedeihlichen Vorwärtsschreitens. ■ Ä — E<»IUtf% (Die sach,iche Verantwortung E«®S©rist den Einsendern überlassen.) König Nikita im Semi-Gotha. Man schreibt uns: Endlich ist das Rätsel der Persönlichkeit König Nikitas gelöst — schon längst hätte man sich sagen müssen, daß seine ganze Wesensart typisch jüdische Züge aufweist und daß er in seinen Handlungen von jüdischen Motiven geleitet wird. Der „Semi-Gotha", dieses heiterste aller Bücher, hat schon längst Nikitas jüdische Abstammung nachgewiesen. Wir lesen dort: „König Nikita von Montenegro. Aus dem Hause der Petrovic-Niegosch als angebliche Nachkommen Salomons aus dem Stamme Juda. Die Nachricht der jüdischen Genesis stammt aus italienischen Gelehrtenkreisen und fand ihre Bestätigung durch konfidente (Skelett-)Röntgenaufnahmen in jüngster Zeit. Sie kann nach allem als fast unzweifelhaft angenommen werden. — trotz allen Widerspruchs .... Wie in Abessynien ist der Sechsstern, das uralte Wahrzeichen Judas, auch hier staatliches Hoheits- und ganz besonders auch Gradabzeichen in der Armee .... Wir verzeichnen die durch italienische Gelehrte beglaubigte Tradition von der Abstammung: des Fürstenhauses aus altjüdischem (Aroniden) Priestergeschlechte, das seine Abkunft gerade so, wie die Dynastie des Njegus von Abessynien von König Salomo bezw. einem Venetianer Juden herleitet, der handelnd ins Land gekommen. Das Haus Niegosch« taucht 1515 aus dem Nichts an die historische Oberfläche, als Inhaber der griechischorthodoxen Bischofswürde Wladika geheißen, seit 1711 erblich in dieser und mit ihr die oberste Staatsgewalt vereinend. Es ist der einzige Fall in der Christenheit eines erblichen.Oberpriesters; nach Aronidensystem .... Aus den Bildern Nikitas I. spricht bei genauer Betrachtung dem rasseforschenden Kenner deutlich um Auge und Nasenwurzel der spezifische jüdische Zug und der zweigeteilte Blick." Das erklärt alles! Anonymus. Rauchen Sie "K>J « roHj^ Zigaretten Druck und Verla*: B. Heller. Buchdruckerei. Mönchen. Herzo* Maxstr. 4. Verantwotilich für rlie Redaktion: Helene Hanna Cohn, München, Giselastraße 16; für den Anzeigenteil: H. W. Stöhr, München.

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