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Das jüdische Echo · 1916-02-11 · 6 (11.2.1916) · p. Seite 48

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
3 (1916)
Issue
6 (11.2.1916)
Date
1916-02-11
Page
Seite 48 (sequence 8)
Language
German
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48 Das Jüdische Echo Nr. 6 (Kaiserslautern) und dem k. Veterinär der Res. Hugo Rosenkranz (München). München. Am Montag;, den 7. Januar fand im Hotel Reichshof die diesjährige Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe M ii liehen statt. Der Vorsitzende. Herr J a - cob F r ä n k e 1, erstattete den Bericht über das verflossene Vereinsiahr: Die Tätigkeit der Ortsgruppe wurde natürlich durch zahlreiche Einberufungen stark gehemmt. Aus diesem Grunde konnten während des Jahres nur zwei Vorträge stattfinden, und zwar SDrach Herr Jacob R eich über „Weltkrieg und Judentum" und Herr Dr. L. Wassermann über ..die Ostiudenfrage". Der an jedem Montag abend tagende Stammtisch war stets gut besucht. Durch rege Propaganda wurde etwa der im Vorjahre erzielte Betrag für Schekel- und Landesbeiträge aufgebracht. Auch für den außerordentlichen Kriegsbeitrag der Zionistischen Vereinigung für Deutsciiland wurde ein angemessener Beitrag erzielt. Dank der Tängkeit von Herrn Harburger und Fräulein Strumpf wurde der Büchervertrieb organisiert. Den im Felde stehenden Freunden wurden zu Pessach und Chanukah Liebesgaben gesandt. Für den Palästina-Hilfsfonds war die Ortsgruppe insofern tätig, als sie nach Vereinbarung mit der hies. Kultusgemeinde und andern jüdischen Organisationen von der zugunsten der Kriegsopfer aufgebrachten Summe 20U0 Mark an den obengenannten Fonds überweisen konnte. Für den gleichen Zweck brächte sie außerhalb Münchens weitere 2700 Mark auf. Das Organ der Ortsgruppe, das „Jüdische Echo" wurde nach Einberufung des Herrn Weidler und der Übersiedlung des Herrn Dr. Mayer nach Berlin vertretungsweise von den Herren Harburger und Lauer geleitet und ist nunmehr der Redaktion von Frl. Helene Hanna Cohn anvertraut worden. Die Erfolge der Zeitschrift waren zufriedenstellend. — Hierauf erstattete Herr Rechtsanwalt Dr. Arnbrun n den Kassenbericht, und Herr Marie berichtete über die Ergebnisse der Tätigkeit für den Nationalfonis. Durch Akklamation wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt: 1. Vorsitzender Herr Jacob Frankel. 2. Vorsitzender Herr Dr. Raphael S t r a u s . Schriftführer Herr Dr. A m - brunn, Kassierer Herr Josef Schachno, Beisitzer Herr Jacob Reich. Nationalfondskommissär Herr Arnold Marie. — Im Anschluß an die Generalversammlung berichtete Herr Dr. Eli S t r a u s über die Sitzung des Zentralkomitees in Berlin. München. Wie der Kommissär des Jüdischen Nationalfonds, Herr Arnold Marie, der Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe mitteilte, erzielte der Fonds in München im Jahre 1915 folgende Einnahmen: Leerung II. Quartal 1915 ..... 126.45 M. Leerung IV. Ouartal 1915 .... 160.10 ,. Glückwunsch - Ablösungen zu Roschhaschono ........173.— „ Spendenbuch......... 180.— „ Summe 639.55 M. Die Inhaber von N. - F. - B ü c h s e n werden ersucht, etwaige Adressenänderungen sofort Herrn Marie, J ä g e r s t r. 9, mitzuteilen. München. Bei dem Gottesdienst in der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde am Samstag, 12. Februar, wird Herr Oberrabbiner Dr. Werner eine Predigt halten. Mannheim. Am 3. Februar SDrach Feldrabbiner Dr. Chone-Ko n stanz vor Mitgliedern des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur über „Friedensarbeit im Felde". Als Aufgabe des Feldgeistlichen bezeichnete der Redner den Versuch, enge Beziehungen zwischen ihm und den einzelnen Heeresangehörigen herzustellen und möglichst jedem etwas zu sein. Er SDrach demgemäß von seiner dreifachen Tätigkeit: beim Gottesdienst, in den Lazaretten, sowie bei Todesfällen. Die hohen Feiertage seien besonders stimmungsvoll in Douai und Lens begangen worden, wo einmal 300, das andere Mal 600 Soldaten zum Gebete versammelt waren. Als dauerndes Ergebnis der Feldandachten verspricht sich der Vortragende, daß diejenigen, die einmal die Weihe des Gottesdienstes empfunden und die Gottesnähe verspürt hätten, künftig neues Leben in die Gemeinden bringen würden, vor allem durch tieferes Verständnis für den Gemeindegesang und den Gedankeninhalt der jüdischen Gebete. Im Schlußteil rollte bei gespanntem Interesse der Zuhörer Dr. Chone die Frage nach der Gestaltung unserer jüdischen Zukunft auf. Die Beantwortung erschöpfte sich in der ganz allgemein gehaltenen Ermahnung: „Man muß an die Kraft der Saat glauben, auch wenn man keine Früchte sieht". Frankfurt a. M. Wie bereits früher mitgeteilt, hat die Agudas Jisroel Jugendorganisation Frankfurt a. M. (Tiergarten 8), in einer Reihe von Gruppen Lehrstellenvermittlungen eingerichtet. Von dieser Woche ab gibt die Lehrstellenvermittlung der A. J. J. O. eine Vakanzliste der bei ihr gemeldeten offenen Stellen heraus. Jeder Stellensuchende kann dieselbe kostenlos durch das Frankfurter Bureau beziehen. Statt Karten Cecilie Löwenstein prakt. Zahnärztin " Dr. Ludwig Wassermann Fabrikbesitzer Verlobte S Berlin, Blücherstr.51/! München, Herzog Heinrichstr.20'0 Februar 1916 Illlllll Neueröffnet! n^D Das erste in seiner Art! y otet 3^estautatit feinet Schillerstraße 40 (nächst Hauptbahnhof) Moderne behagl. Zimmer, elektr. Licht, Bad usw. Billige Preise. Vorzügliche österreichische Küche. Spezialität: Wiener Mehlspeisen, polnische u. böhmische Fische, pikante Frühstücke. — Erstklassige Getränke aller Art. Amerie. Surgeon Dentist \ OSK/1R STAHL L.D.S.,? Nachf. JOSEF HERZOG \ Schillerstr. 43/1 Tel. 52600 \ L Druck and Verlag: B. Heller, Buchdruckerei. München. Herzog Maxstr. 4. Verantwortlich Ivr rlie Redaktion: Helene Hanna Cohn, München, Giselastraße 15; für den Anzeigenteil: H. W. Stöhr, München.

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