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Das jüdische Echo · 1916-01-21 · 3 (21.1.1916) · p. Seite 24

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
3 (1916)
Issue
3 (21.1.1916)
Date
1916-01-21
Page
Seite 24 (sequence 8)
Language
German
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24 Das Jüdische Echo Nr. 3 Friedhofstiitungspfleger Herr Emanuel Regensburg e r. Jerusalem. Im vergangenen Monat konnte Herr Dr. Moritz Wallach unter der Teilnahme der jüdischen Bevölkerung auf eine 25jährige Tätigkeit als Arzt zurückschauen. Nachdem er von Anfang an den Armen in erster Linie die Wohltat seines Schmerzen lindernden Berufes zugewendet hatte, wirkte er mit in vorderster Reihe für die Errichtung des „Schaare Zedek- Hospitals", das er jetzt als Chefarzt leitet. In Velchem Maße das Hospital mit der Persönlichkeit seines Direktors verknüpft ist, wie sehr dieser die Liebe der Einheimischen errungen hat, spricht sich am deutlichsten in dem volkstümlichen Beinamen des Krankenhauses aus: Das Wallach-Spital. In der letzten Zeit vermochte diese Einrichtung selbst den gesteigerten Ansprüchen der Kriegsnotwendtekeiten Genüge zu tun. Möge es Herrn Dr. Wallach vergönnt sein, noch lange Zeit zu seiner Befriedigung und zum Wohle der Bevölkerung der Heiligen Stadt zu wirken! Berlin. Das Zentralkomite der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hielt am 9. Januar eine Plenarsitzung ab. Es war. die erste seit Kriegsbeginn. Der größte Teil der Mitglieder war zur Sitzung erschienen. Der Vorsitzende, Dr. H a n t k e, gedachte in einem Nachruf des verstorbenen Präsidenten der Organisation, David Wolffsohn. und des verstorbenen Mitglieds des Zentralkomitees, Dr. J e r e m i a s- Posen, ferner der im Krieg gefallenen Gesinnungsgenossen. Von 2600 deutschen Zionisten, die in den Krieg gezogen sind, haben bisher 130 den Heldentod erlitten. Der Vorsitzende erstattete sodann einen ausführlichen Bericht über die Lage der Organisation und über die Richtlinien der vom Engeren Aktionskomite befolgten Politik. Er schilderte insbesondere die Verhältnisse in Palästina, wie sie sich nach den neuesten Berichten uns darstellen, und knüpfte daran eine Betrachtung über die Aufgaben der Leitung der zionistischen Bewegung für die Zukunft, wobei er als wesentlichsten Grundsatz der zionistischen Politik die Loyalität gegenüber der Türkei betonte. Der Bericht des Vorsitzenden erstreckte sich ferner auf die Lage der jüdischen Bevölkerung im europäischen Osten, der die Leitung ihre dauernde Aufmerksamkeit widme. Eine lebhafte Debatte befaßte sich vorwiegend mit dem Ostjudenproblem. Die Versammlung erklärte alsdann dem Engeren Aktionskomite das volle Vertrauen und das Einverständnis mit seiner Politik und sprach die Erwartung aus, daß alle deutschen Zionisten die Politik der Leitung befolgen und sich jeder zionistischen Sonderaktion fernhalten. Auch dem geschäftsführenden Ausschuß wurde ein Vertrauensvotum erteilt. Die weitere Tagesordnung betraf die Verhältnisse der „Jüdischen Rundschau", des Organs der deutschen Zionisten, die Kriegsfürsorge und das Hilfskomitee der Zionistischen Vereinigung, das Palästinahilfswerk, die Jugendarbeit und die Finanzlage des deutschen Landesverbandes. Ein Antrag des Geschäftsführenden Ausschusses auf Einführung der immerwährenden Mitgliedschaft der Zionistischen Vereinigung für Deutschland fand Annahme. Die immerwährende Mitgliedschaft soll für verstorbene deutsche Zionisten durch eine einmalige Zuwendung von 250 Mark erworben werden können. Über die Verwendung der auf diese Weise der Organisation zufließenden Mittel soll das Zentralkomite jährlich entscheiden. Sie Sitzung dauerte bis abends 11 Uhr. Zionisten! In diesen ernsten Zeiten, die auch für unser jüdisches Volk von größter Tragweite sein müssen, ruft das Zionistische Actions-Comite seine Freunde zur Arbeit für den Zionistischen Zentralfonds. Der Zentralfonds bezweckt, der Leitung der zionistischen Bewegung die Möglichkeit für die Durchführung ihrer Arbeiten zu gewähren. Es gilt den Zusammenhang der Zionistischen Organisation aufrecht zu erhalten, die jüdische Siedlung in Palästina vor schlimmem Ungemach zu schützen und die zukünftige Friedensarbeit vorzubereiten. Dazu bedarf die Leitung größerer Geldmittel. Möge jeder Zionist wissen, daß wir uns in einem entscheidenden Augenblick unserer Geschichte befinden! Wenn jeder seine Schuldigkeit tut, werden wir unser Ziel erreichen. Das Actionscomite der Zionistischen Organisation. 1^9 GiselflSdiimmel I^B^T^^^^^S f/1 ^■Fvx München IMtm? Werkstätten llyKSwi m für feine B^'iMtilfl Damen-Moden mk l' WiWniB Liimwunnsiraöei Ecke Sendllngertorpl. Tel. 52754 Rauchen Sie G R "e ^--^r^ra V- 0**°^ P"*-— Zigaretten Dr. Marti'8 Ei-Spar-Tabletten Preis der Schachtel mit 6 sind die Freude jeder sparsamen Hausfrau. 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