Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (21.1.1916)
- Date
- 1916-01-21
- Page
- Seite 23 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Das Jüdische Echo 2B Bibel, Midraschliteratur und der modernen Poesie sollen dem Schüler eine angenehme Abwechslung bieten. Allerdings wäre im Interesse erwachsener Schüler — denn auch für solche ist das Buch bestimmt — eine größere und ernstere Auswahl mehr zu begrüßen gewesen. Der zweite Teil, das eigentliche Lehrbuch, — in deutscher Sprache — beginnt mit den Elementen: die Erlernung der Schrift (Quadrat und Kursive), Anfangsgründe der Grammatik, Lese- und Schreibübungen und enthält in 90 Lektionen so ziemlich alles, was der Anfänger sich aneignen soll: Einen großen Vokabelschatz, grammatikalische Regeln (ebenfalls in übersichtlichen Tabellen), Übersetzungsaufgaben aus dem Deutschen ins Hebräische. Ein kurzes hebräisches und deutsches Wörterverzeichnis beschließt den zweiten Teil. Ein Schlüssel zu der Übersetzungsaufgabe des zweiten Teiles, der dem Buche beigegeben ist, soll dem Autodidakten eine wertvolle Kontrolle seiner jeweiligen Kenntnisse bieten. Das Buch verspricht durch seine Anlage vollends, den Zweck „eine praktische Methode zur Erlernung der hebräischen Sprache in Wort und Schrift" zu sein, zu erreichen und wir können es allen Freunden der hebräischen Sprache als treuer und verläßlicher Ratgeber aufs wärmste empfehlen. Dr. J. Augapfel, Wien. Eingelaufene Neuerscheinungen: Ungenannt: P e t e r van Pier, der Prophet. Leipzig 1916. Kurt Wolff Verlag. Geheftet M. 2.50, gebunden M. 3.50. C. A. Bratter: Die armenische Frage. Berlin 1915. Concordia Deutsche Verlagsanstalt. Geheftet 50 Pfg. Gemeindenu. Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von Personalnachrichten, die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höflichst eingeladen.) Personalien: Der kgl. bayer. Militärverdienstorden 4. Klasse mit Schwertern wurde verliehen: Dem kgl. Hauptmann der Landwehr Richard Simon, den kgl. Leutnants der Reserve Otto Brandenburg und Adolf Weis von der Infanterie und Artur Eichengrün von der Feldartillerie. Ferner dem kgl. Assistenzarzt der Reserve Dr. Siegfried Thannhauser in München. Der Oberin des Israelitischen Kranken- und Schwesternheims in München, Schwester Melitta Feuchtwang wurde die kgl. preuß. Rote Kreuz- Medaille 3. Klasse verliehen. Konsul Kommerzienrat Bach in Nürnberg wurde zum kaiserlich türkischen Generalkonsul befördert. Der Direktor der Bayerischen Stickstoffwerke, Professor Dr. Caro in Berlin, wurde zum Ehrenbürger der Stadt Trostberg in Oberbayern ernannt. München. In der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde an der Herzog Maxstraße findet am Samstag, 22. Januar, nachmittags 4 Uhr ein Jugendgottesdienst statt. Nürnberg. Das Vorstandsmitglied der zionistischen Ortsgruppe, Herr Adolf Schuhmann, hat durch den Tod seiner Gattin einen herben Verlust erlitten. Auch unsere Ortsgruppe hat eine treue Mitarbeiterin verloren, die ihrem Gatten bei seiner Arbeit als Nationalfondsverwalter hilfreich zur Seite stand. Das Andenken der lieben Verstorbenen wird bei all ihren Bekannten in treuer Erinnerung bleiben. Höchstpreise für Mazzos. Bekanntlich wird in diesem Jahre der gesamte Mehlbedarf für die Herstellung von Mazzos den Bäckereien durch die „Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, E. V." geliefert. Hierbei ist, wie die genannte Vereinigung mitteilt, gemäß Verfügung der Reichsgetreidestelle auch die Preisfrage in einer Weise geregelt worden, die einen billigen Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen der Bäckereien und denjenigen des konsumierenden Publikums schafft. Die Bäckereien dürfen hiernach auf Grund des mit der „Freien Vereinigung" jabgeschlossenen Lieferungsvertrages die Mazzos an das Publikum nicht teurer als bis zu 12Va% über ihren vorjährigen durchschnittlichen Verkaufspreis, keinesfalls aber ,'über 65 Pfg. pro Pfund verkaufen. War also beispielsweise der Durchschnittspreis einer Bäckerei im Vorjahre 48 Pfg., so darf in diesem Jahre nicht mehr als höchstens 54 Pfg. genommen werden; war der vorigjährige Preis 60 Pfg., diesmal dennoch nicht mehr als 65 Pfg. Die Erhöhung vön 121/2% entspricht nach gewissenhafter Schätzung der in diesem Jahre naturgemäß eingetretenen Steigerung der Gestehungskosten. Burgpreppach. Die Israelitische Präparandenschule „Talmud Thora" versendet soeben ihren 44. Rechenschaftsbericht für 1914/15, welcher wiederum eine gedeihliche Entwicklung des Instituts zeigt. Am Schlüsse des Jahres befanden sich in der Vorklasse und den 3 Klassen 35 Schüler; 6 Schüler der 3. Klasse fanden in der israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg Aufnahme. Vom Lehrpersonal stehen einige unter den Fahnen; eine Anzahl früherer Schüler der Anstalt erhielten Auszeichnungen im Felde; einige andere fanden den Heldentod. Stiftungen derer Hinterbliebenen für die Anstalt werden das Andenken derselben in ehrender Erinnerung erhalten. Die Einnahmen und Ausgaben waren mit 27 000 Mark ausgewiesen. Sehr beklagenswert ist die schlechte Lage der Pensionskassa, so daß die Pensionen noch größtenteils aus der Hauptkasse beglichen werden müssen. Möchte sich das Wohlwollen von Freunden der Schule derselben mehr als bisher zuwenden. Sulzbürg. Bei der Neuwahl der israelitischen Kultusverwaltung wurde nachstehendes Resultat erzielt: 1. Vorstand: Herr Siegfried R e g e n s - burger, an Stelle seines unlängst verstorbenen Vaters; 2. Vorstand: Herr Moritz Löwenstein. Verwaltungsmitglieder: Herr Isak Neustädter, Herr Heinrich Feuchtwanger und Herr Leopold Rosenwald. Ersatzmänner: Herr Adolf S o n d h o 1 m und Herr W. Griinebaum. Kultuspfleger ist Herr Leopold Rosenwald. Religionsfondspfleger Herr Isak Neustädter und ~^ -^^EEES--r^^^s^l | Adressen von bedürftigen jüdischen | Soldaten sind in der Redaktion des „Jüdischen Echos" stets zu erfragen. | ll==sgs==^ ■■ „i-l]