Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 1 (7.1.1916)
- Date
- 1916-01-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Bayerische Blätter für die jüdischen Angelegenheiten Erscheinungszey.; Jeden Freitag. Bezug: Durch die Postanstalten oder den Verlag. — Bezugspreis: Viertelt M. 1.—, Halbj. M. 2.-, Ganzj. M. 4.—, Einzelnummer 10 Pf. — V e r 1 a g „des Jüdischen Echos" : München, Herzog Maxstr. 4. — Redaktion: Norbert Weldler,München-Solln, Erikastraße 6. Anzeigen: Die viergespaltene Nonpareille - Zeile oder deren Raum 25 Pf. — Bei Wiederholungen Rabatt.— Dieselbe für kleine Anzeigen 15 Pf. — f Anzeigenannahme: Verlag »des Jüdischen Echos", München, Herzog 1 Maxstraße 4. Fernsprecher: 8099. 1 Postscheckkonto: München 3987. t Nummer 1 München / 3. Jahrgang 7. Januar 1916 Zum neuen Jahrgang! Das Jahr 1915 hat gerade durch seine vollständige Einstellung auf den Krieg mehr als ein anderes die Problematik der jüdischen Gegenwart aufgedeckt. Für die anderen Völker ist der Ausgang des Krieges, so entscheidend er auch sein mag, doch nur eine Resultante aus den Werten, die sie in vergangenen Zeiten für sich selbst geschaffen haben. Wir Juden aber sind durch die politischen Ereignisse, die gewaltig unser Sein berühren, vollkommen Kräften überantwortet, auf die wir nur geringen Einfluß auszuüben im Stande sind. Fast mit leeren Händen stehen wir da und können nicht einmal auf eine Organisation hinweisen, die autorisiert wäre, unseren Willen zu vertreten. Wohl bemühen sich jetzt — in elfter Stunde — die Juden Amerikas, in einem Kongresse eine solche Zusammenfassung herzustellen. Wir in Deutschland können hiezu nur die besten Wünsche zum Ausdruck bringen, mehr zu bieten haben wir nicht. Die Zeitereignisse haben nun nicht vermocht, die Juden in eins zusammenzufassen, aber sie haben doch uns alle belehrt über die Wichtigkeit eines Ausdrucksmittels unserer Wünsche und Meinungen: der Presse. Ihre Notwendigkeit hat deutlich gerade der Krieg bewiesen. Wenigstens dieses Organ einer öffentlichen Meinung dürfen wir nicht verkümmern lassen. Wir unsererseits haben uns bemüht, unser Organ so auszubauen, daß es über alles Wichtige sachlich und vollständig unterrichtet, daß es in steigendem Maße zum Ausdrucksmittel der bestehenden Strömungen und Stimmungen, zu einem wirklichen Vermittler öffentlicher Meinung im Judentum wird. Wir benützen den Augenblick, allen unseren Mitarbeitern und Lesern zu danken für ihre Unterstützung und sie zu bitten, unsere Ziele auch im neuen Jahre nach Kräften zu fördern. Wer unserem Organe neue Interessenten zuführt, hilft damit in wesentlicher Weise mit, den Ideen, die wir vertreten, zur Ausbreitung und Vertiefung zu führen. , % : Möge der neue Jahrgang über Fortschritte auf allen Gebieten unseres Wirkungskreises, vor allem auch über den Frieden berichten können. (m.) Verlag und Redaktion des „Jüdischen Echo".