Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 46 (19.11.1915)
- Date
- 1915-11-19
- Page
- Seite 388 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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388 Das Jüdische Echo Nr. 46 Gemeindenu.Vereins-Echo (Unsere Leser sind zur Einsendung von Mitteilungen aus Gemeinden und Vereinen und von P e r s o n a I n a c h r i c h t e n , die in diesen Spalten gerne Aufnahme finden, höflichst eingeladen.) Personalien. Den Nobelpreis 1915 für C h e m i e hat die k. Akademie der Wissenschaften in Stockholm dem k. Qeheimrat Prof. Dr. Richard Willstätter in Berlin verliehen und zwar für seine Untersuchungen der Farbstoffe im Pflanzenreich, in erster Linie der Chlorophylle. Über den weltberühmten Gelehrten, einem bewußten Juden, der ab 1. April 1916 an die Universität München übersiedelt, haben wir in Nummer 42 unseres Blattes eingehend berichtet. Gefallen: Burgpreppach : Friedrich Ganzmann; Salo Hirschmann. Edenkoben: Paul Wolff. Hammelburg: Heinrich Oppenheimer. St. Ingbert: Eugen August. Kirchheimbolanden: Dr. Max Goldmann. München: Vizefeldwebel Fritz Ehrlich. Nürnberg: Walter Uhlfeider. Sugenheim (Pfalz): Siegfried Kolb. Wilhermsdorf: Justin Gottlieb. Zirndorf: Siegfried Weinstein. Cham. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde, Herr Moritz Stern, vollendete dieser Tage sein 70. Lebensjahr. Mögen dem um die hiesige Gemeinde verdienten Mann noch viele Lebensjahre vergönnt sein. Frankfurt a. M. Wie uns aus dem Bureau der „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" mitgeteilt wird, hat das Kriegsministerium die stellvertretenden Generalkommandos unterm 4. November neuerdings verständigt, daß jüdische Mannschaften, die unter Berufung auf die Religionsgesetze einen entsprechenden Antrag stellen, auch während der Dauer der Mobilmachung von der Teilnahme an der gemeinsamen Truppenküche befreit werden können. Die alsdann an die Mannschaften zu zahlende bestimmungsmäßige Geldabfindung beträgt vom 26. September ds. Js. ab für die Verpflegung einschließlich Brot Mk. 1.50 und ohne Brot Mk. 1.35 täglich. Durch diesen neuen Erlaß ist die Verfügung vom 23. August überholt. München. Am 7. November wurde in der Schillerstraße 40 von Herrn Feiner ein jüdisches Restaurant und Hotel eröffnet. Es ist das erste jüdische Hotel, das in unserer Stadt eingerichtet wurde. Der Besitzer hat auch äußerlich, in der Ausstattung der Räume, den jüdischen Charakter seines Hauses zum Ausdruck gebracht. Es liegen eine Anzahl jüdischer Zeitungen auf, so daß die Gemeindemitglieder Gelegenheit haben, hier die jüdische Presse aller Richtungen zu lesen. Separatzimmer eignen sich zur Abhaltung von Sitzungen, Konferenzen, Versammlungen, ebenso besondere Räume für Verlobungen, Hochzeiten- Familien- und Vereinsfestlichkeiten. ANVaiflAH.E#kA (In dieser Abteilung finden MllJitSI9tSna,C^f10 Voranzeigen der Vereine auoh ausserhalb Münchens kostenlose Aufnahme.) München. Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß". Mädchen: Sonntag, 21. November 1. und 2. Zug: Treffpunkt 8 Uhr Ostbahnh. Perlacher Forst. Kosten 35 Pfg. Else Glaser. 3. Zug: Treffpunkt 10 Uhr 15 Hauptbahnhof. Freiham—Planegg. Kosten 30 Pfg. Ilse Feuchtwanger. Alle 3 Züge: Nachmittagstour: Treffpunkt 1 Uhr 30 T. V. J. Dianastraße 46. Floriansmühle. Kosten 5 Pfg. Meta Moch. Dienstag, 23. November. Pflichtheimabend für die Skiläuferinnen. 8 Uhr Bayerstr.67 (Chanukaharbeit, Papier, Bleistift und Gebäck bringen). Donnerstag, 25. November, Heimabend für alle drei Züge, 3—8 Uhr (Ohne Chanukaharbeit kein Zutritt). Zur Beachtung: Jedes Mädchen ist verpflichtet, für Chanukah mindestens eine Arbeit bis spätestens 26. November bei Ehrlich, Holbeinstraße 8, abzuliefern. Die beiden Heimabende sind Pflichtheimabende, können aber stundenweise besucht werden. Die Nachmittagstouren sind für die Wanderinnen bestimmt, die durch Religionsstunden oder Schulaufgaben an den Tageswanderungen nicht teilnehmen können. Buben: Sonntag, 21. November, Treffpunkt 8 Uhr 35 Hauptbahnhof. Deisenhofen—Sauerlach—Hohenbrunn. Kosten 80 Pfg. H. W. Treffpunkt 1 Uhr 30 Giesinger - Kirche. Perlacher Park — Unter- Haching. Kosten 5 Pfg. Montag, 22. November, 7 Uhr 15 Heimabend (Bayerstraße 67), für 2. und 3. Zug. München. Wir machen auf den Aufruf des Hilfsvereins der deutschen Juden in dem Inseratenteil unserer heutigen Nummer aufmerksam. München. Verein Bne-Jehuda. Samstag, 20. November, abends 9 Uhr, Hotel Reichshof: Jidisc.he Lektüre. Sonntag, 21. November, nachmittags 3 Uhr, Hotel Reichshof: Ordentliche .Jahresversammlung. Nur Mitglieder des Vereins haben Zutritt. Berlin. Der Jungjüdische Bund Berlin nimmt junge Leute im Alter von 13 bis 18 Jahren als Mitglieder auf. Näheres durch Walter Tausk, Berlin, Michaelkirchstraße 30. Geschäfts-Echo Tierpark Hellabrunn. Von Dienstag, den 16. ds. ab wird der Garten an den Wochentagen um 6.15 Uhr, die Tierhäuser um 6 Uhr geschlossen, an den Sonn- und Feiertagen um 7 Uhr bezw. 7.15. Für die Gäste der Restauration ist nach Schluß des Gartens ein Ausgang nach dem gut beleuchteten Hochwasserdamm. mar Neu erailnet! ntzo Das erste in seiner Art! y otet Restaurant T^net Schillerstraße 40 (nächst Hauptbahnhof) Moderne behagl. Zimmer, elektr. Licht, Bad usw. Billige Preise. Vorzügliche österreichische Küche. Spezialität: Wiener Mehlspeisen, polnische u. böhmische Fische, pikante Frühstücke. — Erstklassige Getränke aller Art.! 1 (! Americ. Surgeon Dentist OSKftR STAHL l.d.s. Nachf. JOSEF HERZOG Schillerstr.43/I Tel. 52600 J ordiniert von 10—1 u. 3—5 Uhr. Sonntag nur nach vorheriger Anmeldjng. Druck und Verlag: B. Heller. Buchdrucketei, München Herzoz Maxstr 4 Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Max Mayer, München. Schwanthalerstr. 95: iUr den Anzeigenteil: H. W. Stöhr. München.