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Das jüdische Echo · 1915-09-21 · 38 (21.9.1915) · p. Seite 321

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
38 (21.9.1915)
Date
1915-09-21
Page
Seite 321 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 38 Das Jüdische Echo 321 Zahlung erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark Beispiel: Es müssen also spätestens zahlen: die Zeichner von JC. 300 JC 100 am 24 November, JC 100 am 22. Dezember, JC. 100 am 22. Januar, die Zeichner von ^200 Ji 100 am 24. November, Ji 100 am 22. Januar, die Zeichner von JC. 100 JC 100 am 22. Januar. Die Zahlung hat bei derselben Stelle zu erfolgen, bei der die Zeichnung angemeldet worden ist. rnn co^nSjÄ Schatzanweisungen des Reichs werden unter Äbzug s|i SÄ^^sr^fruhestens aber vom 3a September ab'bis zu dem Ta^e ihre? 8. Da der Zinsenlauf der• Anleihe erst am 1. Äpril 1916 beginnt, werden auf sämtliche Zahlungen 5% StückdwZeic^re wJÄf?' fmheStenS aber YOm 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunsten Beispiel: Von dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ab boi . . für Schuldbuch- „ _ Stuckzinsen für Stücke eintragungen beiZahlung bis zum30. Sept. für V2 Jahr=2V2°/o, tatsächl. zu zahlender Betrag also nur ^96,50 ^96,30 9 9 am J08; Oktober ur 62Tage=:2,250/o, , „ „ „ „ „ JC 96,75 JC 96,55 , „ . 24. Novemb. für 126Tage =1,75%, „ I I „ \ \ Ji 97,25 Ji 97,05 für je 100 Nennwert. Für jede 18 Tage, um die sich die Einzahlung weiterhin verschiebt, ermäßigt sich der Stückzinsbetrag um 25 Pfennig. 9. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Äntrag vom Reichsbank-Direktorium ausgestellte Zwischen scheine ausgegeben, über deren Umtausch in Schuldverschreibungen das Erforderliche später öffentlich bekanntgemacht wird. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorgesehen sind, werden mit größtmöglicher Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden. Berlin, im August 1915. Reichsbank-Direktorium. Havenstein. v. Grimm. für sich eine kleine Konferenz von „Friedensmännern" einzuberufen, welche sich über die gegenwärtige Lage der Juden unterhalten sollen. Nationale Rechte oder Palästina dürfen dabei nicht erwähnt werden. Dazu bemerkt das New Yorker „Jiddische Volk": „Es ist überflüssig zu sagen, daß diese letzte Antwort der A.J.C. für niemand eine Überraschung bedeutet. Alle wußten schon zuvor, daß diese Leute in keinem Fall auf eine Sache eingehen werden, die etwas nach Demokratie schmeckt. Sie wollen es verhindern, daß die jüdischen Massen ein Wort über ihr eigenes Schicksal sprechen. Und wenn trotzdem Verhandlungen geführt wurden, so war es wohl jenen zu Liebe, welche dafür eintraten, daß innerhalb der jüdischen sozialen Arbeit Einigkeit herrschen solle. — Das Abbrechen der Verhandlungen mit dem A.J.C. wird der Kongreßbewegung nicht nur nicht schaden, sondern im Gegenteil sehr viel nützen. Jetzt werden die jüdischen Massen einsehen, daß sie sich nicht mehr auf jene jüdischen Notabein verlassen dürfen, die von den jüdischen Massen nichts wissen wollen. Jetzt werden alle jüdischen Organisationen zu der Kongreßarbeit mehr Kraft und Mut haben. Die jüdischen Massen werden beweisen, daß sie keiner Prokuratoren bedürfen, daß sie in dem großen Augenblick die Verantwortung auf ihre eigenen Schultern zu nehmen das Verständnis und die Möglichkeit haben. Und in der Tat nimmt die Bewegung für einen jüdischen Kongreß von Tag zu Tag zu, immer mehr Organisationen schließen sich ihr an. Es werden allenthalben großfe Massenmeetings abgehalten, auf welchen Resolutionen für einen Kongreß einstimmig angenommen werden." Jüdische Emigration nach Amerika. Wie der Krieg auf die jüdische Einwanderung nach Amerika gewirkt hat, läßt sich aus dem offiziellen Bericht ersehen, der in Washington veröffentlicht wurde. Der Bericht zeigt, daß vom 1. Juli 1914 bis 1. Juli 1915 nach Amerika 111 000 Juden weniger als im Vorjahre auswanderten. Natürlich hat sich auch die italienische, polnische, russische, deutsche, ungarische, rumänische usw. Einwanderung stark verringert. Ein Schwarzbuch über Juden. Das Organisationskomitee zur Einberufung eines jüdischen Kongresses trägt sich mit der Absicht, ein „Schwarzbuch" herauszugeben, in welchem alle Leiden der Juden, die ihnen der Krieg zugefügt hat, mitgeteilt werden sollen. Mit diesem Schwarzbuch will das Kongreßkomitee das Gewissen Amerikas zu gunsten der gepeinigten Juden wecken. Von allen gelben, blauen, grünen, grauen und anderen offiziellen „Büchern" wird das jüdische „Schwarzbuch" gewiß das schrecklichste und finsterste sein. Den Namen, den es tragen wird, verdient es ohne Zweifel. Beschäftigung polnisch - jüdischer Arbeiter in deutschen Industrien. In Tangermünde wurden 220 jüdische Arbeiter in Zuckerfabriken eingestellt. Sie sind kontraktlich am Sabbath und an den Feiertagen von der Arbeit befreit. Schulzwang in Warschau. 400 neue Schulen sollen eröffnet werden. Juden haben das Recht,

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