Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 37 (17.9.1915)
- Date
- 1915-09-17
- Page
- Seite 309 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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ist im^Ä^ »000 Mark voll bezahlt werden mußten, RelCi1it^5atlanTisun2en gelangen nicht zur Verausgabung, für die Reichsanleihe aber ist ein Höchstbetrag der Verausgabung nicht festgelegt. sich J! ^Jr^JrZ^0!1-^11 diefmaI der Übelstand vermieden, daß Zeichner leer ausgehen oder sich mit geringerer Zuteilung zu begnügen haben. Die Zeichnungen können vom 4. September bis zum 22, September, mittags 1 Uhr, vorgenommen werden. nö>„„?i!.,FeStSeuUSg eine/ .mehrwöchigen Frist hat sich bewährt. Jedermann hat Zeit, sich Aufklarung zu verschaffen und in Muße seine Zeichnung vorzubereiten. Es empfiehlt sich aber, die Zeichnung nicht bis zum letzten Tage aufzuschieben. Für Gelegenheit, die Zeichnungen anzubringen, Ist wie beim letzten Male in ausgedehntestem Maße gesorgt. Außer der Reichsbank, der Königlichen Seehandlung, der Preußischen Centralgenossenschaftskasse, der Königlichen Hauptbank in Nürnberg stehen alle Banken und Bankiers, alle Sparkassen und Lebensversicherungsgesellschaften, alle Kreditgenossenschaften, alle Postanstalten und in Preußen alle Königlichen Regierungs-Haupt- und Kreiskassen zur Verfügung. Wer Stücke von 1000 Mark und darüber zeichnet, erhält auf Antrag Zwischenscheine. Hiermit wird den Wünschen Vieler Rechnung getragen. Technische Schwierigkeiten verbieten es, die Vorausgabung von Zwischenscheinen auch auf kleinere Zeichner auszudehnen. Zum Ausgleich sollen aber kleine Zeichner bei Ausgabe der Stücke vorweg befriedigt werden. Wenn hiernach hinsichtlich der Anleihebegebung im Wesentlichen alles beim Alten bleibt, so besteht die sichere Hoffnung, daß auch hinsichtlich der Freudigkeit und Begeisterung, mit der ganz Deutschland sich den früheren Anleihen zuwandte, alles beim Alten bleiben wird. Wer für das Wohl des Vaterlandes sorgt, sorgt für die eigene Zukunft. In allen Fällen deckt sich der Dienst am Vaterland mit eigenem Vorteil. Hier aber macht er sich daneben noch durch hohe Zinsen ganz unmittelbar bezahlt. Darum: Wer zeichnen kann, der zeichne! Grosse und Kleine! Und jeder so viel als möglich! Die wirtschaftliche Kraft unseres Volkes — deß sollen die Feinde inne werden — hält Stand wie die Kraft unserer Heere! Berlin, im September 1915. literarisches Echo Davis Trietsch: Levante-Handbuch. Dritte, wesentlich vermehrte Auflage. Mit eingedruckten Kartenskizzen und einer Karte in Farbendruck. 1914. Qea-Verlag, Q. m. b. H., Berlin, W. 35. 8Ü. 572 S. Die von Davis Trietsch herausgegebenen Handbücher sind in ihren Vorzügen der Reichhaltigkeit und Übersichtlichkeit so bekannt, daß es unnötig ist, der neuen Auflage des Levante-Handbuches noch empfehlenswerte Worte mitzugeben. Was der Verfasser mit seinem von Auflage zu Auflage vollkommeneren Palästina-Handbuch und dem für „M a r o k k o undPersien" den Interessenten dieser Gebiete, den Exportkreisen und der wissenschaftlichen Welt geboten hat, ist unschätzbar. Er betritt mit diesen Büchern Neuland, denn die Angaben über die tatsächlichen Verhaltnisse in den behandelten Ländern sind nirgendwo anders zusammengefaßt und auch in den Spezia - Schriften nur höchst unvollständig zu finden Vielfach bietet Trietsch auf Grund eigener Beobachtung und Schätzung vollkommen Neues, was allerdings zur Folge hat, daß nicht alle Daten zuverlässig sein können. Solange aber in den behandelten Gebieten keine amtliche oder genügend ausgebaute Statistik zu finden ist, wird man auf die Trietschschen Angaben, die ja auf genauen Vergleichen mit anderen, schon vorhandenen Untersuchungen oder Berichten beruhen, angewiesen sein. Denn es gibt keine anderen so umfassenden Informationsquellen wie die seinen. Was nun die dritte Auflage des Levante-Handbuches betrifft, so zeigt eine Gegenüberstellung zur zweiten eine wesentliche Bereicherung. Es sind alle an das östliche Mittelländische Meer grenzenden Reiche eingehend behandelt, ihre Nationalitäten und Kirchen, Größe, Einwohnerzahl, Staatsverfassung, Administration, natürliche Grundlagen, Handel, Entwicklung nach dieser oder jener Richtung, soweit es geht, reich belegt mit ziffernmäßigen Angaben. In Einzelkapiteln werden besondere Verhälthältnisse beschrieben, wie Eisenbahnunternehmungen, Versicherungswesen in der Türkei, der Suezkanal usw. usw. In einem Anhang finden sich Vergleichs- und Umrechnungstabellen. Dazu kommen noch eine Anzahl von Karten. Man ersieht hieraus, wie sehr der Verfasser bestrebt ist, das Material zu erschöpfen und zwar, wie ausdrücklich betont werden soll, nach dem neuesten Stand der Dinge. (So z. B. sind für die Balkanhalbinsel schon die Verschiebungen, die nach den letzten Kriegen eingetreten sind, berücksichtigt.) Das Levante-Handbuch kann bei der heutigen weltpolitischen Lage erhöhte Aufmerksamkeit