Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 35 (3.9.1915)
- Date
- 1915-09-03
- Page
- Seite 285 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 35 Das Jüdische Echo 285 ergib"8 gdeistet ZU Werden' wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark Beispiel: Es müssen also spätestens zahlen: die Zeichner von JC 300 Ji 100 am 24. November, M 100 am 22. Dezember, JC. 100 am 22. Januar, die Zeichner von Jt 200 ■Jt 100 am 24. November, Ji 100 am 22. Januar, die Zeichner von Ji. 100 Ji 100 am 22. Januar. Die Zahlung hat bei derselben Stelle zu erbigen, bei der die Zeichnung angemeldet worden ist. s o?ier»-m Hu!e beHn,d!ichen unverzinslichen Schatzanweisungen des Reichs werden unter Äbzug * Li .ls*°™ vom Zahlungstage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zu dem Tage ihrer Fälligkeit in Zahlung genommen. 8. Da der Zinsenlauf der Änleihe erst am 1. Äpril 1916 beginnt, werden auf sämtliche Zahlungen 5% Stückzinsen vom Zahlungstage, frühestens aber vom 30. September ab, bis zum 31. März 1916 zu Gunsten des Zeichners verrechnet. Beispiel: Von dem in Z. 3 genannten Kaufpreis gehen demnach ab fürSchuldbuch- Stückzinscn für Stücke eintragungen bei Zahlung bis zum 30. Sept. für V2 Jahr 2V20/0, tatsächl. zu zahlender Betrag also nur ^96,50 J( 96,30 " " am l8; 0Tktoberu |ür }62Tage 2,25°/o, > „ ' „ . „ „^.96,75 ^96,55 „ 24. Novemb. für 126Tage =1,75%, „ * „ „ „ JC 97,25 JC 97,05 für je 100 Ji Nennwert. Für jede 18 Tage, um die sich die Einzahlung weiterhin verschiebt, ermäßigt sich der Stückzinsbetrag um 25 Pfennig. 9. Zu den Stücken von 1000 Mark und mehr werden auf Äntrag vom Reichsbank-Direktorium ausgestellte Zwischenscheine ausgegeben, über deren Umtausch in Schuldverschreibungen das Erforderliche später öffentlich bekanntgemacht wird. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorgesehen sind, werden mit größtmöglicher Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im Januar 1916 ausgegeben werden. Berlin, im Äugust 1915. Reichsbank-Direktorium. Havenstein. v. Grimm. Welt-Echo Memorandum der österreichischen Zionisten an den Ministerpräsidenten. Die österreichischen Zionisten, vertreten durch den Präsidenten des Exekutivkomitees! der österreichischen Zionisten, Dr. Karl Pollak, und den Präsidenten des Zentralkomitees der galizischen Zionisten, Adolf Stand, haben an Seine Exzellenz den k. k. Ministerpräsidenten ein Memorandum gerichtet, in dem die Wünsche der jüdischen Bevölkerung Galiziens betreffs der in Aussicht stehenden Schiadenerhebungs- und Entschädigungsaktion formuliert werden. Die Denkschrift betont, daß „der wirtschaftliche, soziale und politische Wiederaufbau Galiziens und der Bukowina eine gesamtösterreichische Angelegenheit, eine Reichsangelegenheit ist. Alle Volksstämme Österreichs haben ungeheuere Blutopfer gebracht, um diese Reichsteile zu verteidigen und wieder zu erobern. Alle Volksstamme Österreichs werden die Mittel und die Arbeit aufbringen müssen, welche der Wiederaufbau erfordern wird. Alle Volksstämme haben das gleiche starke Interesse daran, daß in den an Rußland grenzenden Gebieten Ordnung geschaffen werde, denn sie allein bietet den zuverlässigen Schutz gegenüber dem Feinde. Aus diesen Gründen muß schon jetzt Verwahrung gegen jene Bestrebungen eingelegt werden, welche dahin zielen, den Wiederaufbau Galiziens und der Bukowina zur Angelegenheit dieser Kronländer zu stempeln Er kann nur dann zu einem gedeihlichen Ende geführt werden, wenn er durch die Zentralregierung besorgt wird. Bei der Eesthaltung dieses Grundsatzes kann eine hohe k. k. Regierung sich der Zustimmung und .tatkräftigen Mithilfe aller österreichischen Völker und Volksschichten versichert halten. — Denn nur dann erscheint es verbürgt, daß alle Maßnahmen zur Regelung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Sinne strengster Gerechtigkeit getroffen werden. Allen Volksstämmen und allen Wirtschaftsklassen muß in gleicher Weise Hilfe werden. Die Zentralregierung und nur diese wird den wirtschaftlichen Wiederaufbau in diesem Sinne organisieren und leiten können." — Das Memorandum schließt: „Die Gefertigten erlauben sich noch darauf zu verweisen, daß die Juden Galiziens und der Bukowina gerade deshalb ungleich blutiger und schwerer zu leiden hatten, als alle anderen, weil ihre unerschütterliche Vaterlandsliebe und ihre felsenfeste Staatstreue den wütenden Haß des eingedrungenen Feindes erregten. In den Juden sollten die markantesten Träger des österreichischen Staatsgedankens im Osten getroffen werden. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes für Österreichs Wohl gelitten. Darum muß ihnen in Österreich ihr gutes Recht werden." Der Sultan und die türkischen Juden. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Die Wiedergenesung des Sultans hat in den Kreisen der jüdischen Bevölkerung des türkischen Reiches grenzenlose Freude hervorgerufen. So wie während der Krankheit des Sultans in sämtlichen Synagogen der europäischen und asiatischen Türkei fast ununterbrochen Gebete für die Wiederherstellung seiner Gesundheit verrichtet wurden, so erschollen bei der Kunde seiner Genesung in den jüdi-