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Das jüdische Echo · 1915-08-27 · 34 (27.8.1915) · p. Seite 276

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
34 (27.8.1915)
Date
1915-08-27
Page
Seite 276 (sequence 8)
Language
German
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276 Das Jüdische Echo Nr. 34 den Verrat irregeleiteter ruthenischer Bauern, den er gemeinsam' mit einem rüthenischen Akademiker aufgedeckt, und die- Herrschaft der Russen in den galizischen Städten. Blumenthals Schilderungen bestätigen wiederum das so oft bezeugte Verhalten der Russen gegen die Juden, die •überall, man sehe wohin immer, am meisten zu leiden haben. ■ _ Besprochene Schriften sind zu beziehen von Ludwig Wertheimer, hebräische Buchhandlung, München, Westenriederstraße 4fu Telephon 23 804. Anzeigen-Echo Mühchen, Jüd. Wanderbund „Blau-Weiß": Sonntag, 29. August: Buben: 2. Zug: Deisenhofen— 'Höhenbrünn—München. Ostbahnhof: 7.30 Uhr. Kosten: 35 Pfg 3. Zug: Fahrt ins Blaue. Stiglmayrpiatz, 8 Uhr. Kosten 5 Pfg. Mädchen: 7 Uhr 30. Wittelsbacher Brunnen (Lenbachplatz). Botanischer Garten—Nymphenburg. 25 Pfg. München. Verein BneJehuda. Samstag, 28. August, abends 9 Uhr, Vortrag des Herrn Theo Harburger. Thema: „Die Judenfrage in der russischen Duma". Hotel Reichshof. Gäste herzlich willkommen. München. Jüdischer Turn- und Sport-Verein München. Wanderung: Sonntag, den 29. Treffpunkt Vs2 Uhr Cafe Harras—Holzapfelkreuth— ' Steinkirchen—Gräfelfing. Schimmanzug. Rituelle Kriegskochrezepte 14. Fisch-Gulyasch. 3 Weißfische werden entgrätet, indem man sie mögliehst wenig zerlegt, mit Salz und Pfeffer bestreut. In einem Tiegel läßt man Butter heiß werden und röstet eine große, in Scheiben geschnittene Zwiebel darin gelb. Dann gibt man geviertelte KarJto(ffel darauf, dann Fisch, dann wieder Kartoffel usw. Wenn das Gericht etwas angekocht ist, i gibt man so viel W-asser daran, daß es nicht anbrennt. Man läßt dann alles seitwärts am Herd gar werden, ohne viel umzurühren. Nach 'Geschmack Tomaten und statt Pfeffer Paprika. 15. Wurst-Gulyasch. In heißem Fett werden Zwiebelscheiben gelb geröstet, darin unter Zugießen von Wasser gewirbelte Kartoffel weich gekocht. Die Wurst in Stücke geschnitten, damit heiß gemacht. Oder: Mit den Zwiebeln die Wurststücke anbräunen, mit der Schale gekochte, geschälte und geviertelte Kartoffel dazu geben, auffüllen. 16. Obst-Torte. Das je nach Größe der Tortenform nötige Quantum Mehl wird zu drei Teilen gemischt: ein Drittel des ganzen Waizenmehl, ein Drittel Bananenmehl, ein Drittel Kartoffelmehl. Man rührt einen Eßlöffel Fett mit etwas Zucker schaumig, gibt ein Ei daran, das Mehl und so viel Wasser, daß man den Teig ausrollen kann, zuletzt ein halbes Päckchen Backpulver. Boden und Rand der Torte werden sehr dünn mit Teig belegt (der im Backen aufgeht), dann Obst darauf gelegt. Verwendet man Kompott, so läßt man die Torte erst etwas anbacken und gibt das Kompott lauwarm darauf. 17. Kriegs-Kuchen. Ein viertel Pfund Butter, ein halbes Pfund Zucker, eine Tasse lauwarme Milch, eine halbe Zitrone (Saft und Schale), ein halbes Pfund Mehl, ein halbes Pfund Kartoffelmehl, ein Löffel Natron. 18. Kartoffelküchlein. Gesottene Kartoffel werden gerieben, ein wenig Salz, 2 Löffel Mehl mit etwas Wasser oder Fleischbrühe angerührt, 2—3 Gelb vom Ei, Schnee darunter und in heißem schwimmenden Fette backen (in Küchlein geformt). 19. Kartoffelkroketts I. 40 Gramm Butter oder Tomor, ein Ei, ein Pfund gekochte geriebene Kartoffel mit etwas Salz zu einem Teig verarbeiten, in kleine Knödel formen, in Semmelmehl drehen und in schwimmendem Fett backen. 20. Kartoffelkroketts II. 65 Gramm Tomor, ein viertel Pfund Zucker, drei Eier mit etwas Vanille schaumig rühren, eine reichliche Messerspitze Natron, ein viertel Pfund Kartoffelmehl, ein viertel Pfund Weizenmehl in kleine Knödel formen, in Fett backen und mit Zucker bestreuen. Bekanntmachung. Nachdem die Stücke der fünfprozentigen Reichsschatzanweisungen der zweiten Kriegsanleihe bereits vor einiger Zeit vollständig an die Zeichnungsstellen ausgegeben worden sind, werden wir im Laufe dieses Monats von den Stücken der fünfprozentigen Reichsanleihe wieder einen größeren Teilbetrag als dritte Rate aür Verteilung bringen. Dieser hoffen wir Ende September die vierte Rate und Ende Oktober den Rest folgen lassen zu können. Wir sind zwar bemüht, die Zeichner sobald als irgend möglich in den Besitz der gezeichneten Stücke zu bringen; trotzdem dürfte aber die Schlußverteilung vor dem genannten Zeitpunkt leider nicht möglich sein, weil uns der Rest der Stücke wegen der mit der Herstellung und Ausfertigung von annähernd 7 Millionen Schuldverschreibungen und Schatzanweisungen und ebenso vielen Zinsscheinbogen verbundenen übergroßen Ärbeit nicht früher geliefert werden kann. Wir richten daher an die Zeichner die Bitte, auf die durch die gegenwärtigen Zeitverhältnisse geschaffene Lage Rücksicht zu nehmen und sich vorläufig mit der Mitteilung ihrer Vermittlungsstelle, daß die Zeichnung für sie getätigt und der Gegenwert gezahlt ist, zu begnügen. Berlin, im August 1915. Reichsbank-Direktorium. Havenstein. v. Grimm. Druck und Verlag: B. Heller, Buchdruckeiei, München, Herzog Maxstr. 4. Verantwortlich für Redaktion U.Anzeigenteil: Dr. Max Mayer, München. Schwanthalerstr. 95.

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