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Das jüdische Echo · 1915-07-30 · 30 (30.7.1915) · p. Seite 244

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
30 (30.7.1915)
Date
1915-07-30
Page
Seite 244 (sequence 8)
Language
German
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244 Das Jüdische Echo Nr. 30 zu stellen. Hievon gelangten 5000 Mk. an den Kriegshilfsfonds der hiesigen Kultusgemeinde zur Auszahlung und wurden mit unserem Einvernehmen hauptsächlich zur Gewährung von Mietzinsbeiträgen an notleidende israelitische Gewerbetreibende verwendet. Ein Betrag von 500 Mk. wurde dem 1. Vorstand zur privaten Verteilung, 500 Mk. dem Hauptwohlfahrtsausschusse der Stadt München zur Verfügung gestellt. Von der Gesamtsumme von 6000 Mk. waren bis zum Schluß des Rechnungsjahres 5500 Mk. verausgabt, während die restigen 500 Mk. in der Abrechnung für 1915 erscheinen werden. Herr Kommerzienrat A u f - h ä u s e r sah sich aus Gesundheitsrücksichten veranlaßt, von der Stelle eines Vereinskassiers zurückzutreten. Sie wurde von Herrn Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Kitzinger übernommen. Einnahmen und Ausgaben des Vereins bilanzierten für 1914 mit M. 14.789.86. Sein Vermögen beläuft sich auf etwa M. 90.000.—. Die Mitgliederliste zählt 136 Namen. Regensburg. Das bayer. Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Schwertern erwarb sich Max Rosengold. Würzburg. Mit dem bayer. Militär-Verdienst- Kreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern wurde ausgezeichnet Ludwig Liebmann, Unteroffizier der Landwehr. Würzburg. Eine allgemeine Stelle, durch welche alle Wohltätigkeitsspenden für die verschiedenen Hilfsaktionen besorgt werden, besteht im hiesigen Rabbinate nicht. Die Sammlungen, die regelmäßig und zu jeder Zeit vorgenommen werden, gehen durch das Rabbinat, wie ihm z. B. für Palästina in der Regel allvierteljährlich 6—7000 Mk., ebenso für das Spital in Jerusalen, für russische Unterstützung usw. zugehen. Über diese veröffentlicht Herr Rabbiner Bamberger allvierteljährl. eine Spendenliste, in welcher alle Eingänge verzeichnet sind. Die in der hiesigen Gemeinde selbst bestehenden Anstalten und Unterstützungsvereine, wie Seminar, isr. Spital, Hilfsverein usw. haben alle ihre Vorstände bezw. Kassiere, die ihre Spenden verbuchen und verausgaben.' Anders ist es jedoch seit der Kriegszeit. Da waren wir in der Lage, daß Rabbinat gemeinsam mit dem Vorstand einen Aufruf erließ, wie z. B. zugunsten Palästinas, Ergebnis 3200 Mk., für Galizien 2000 Mk. Von einer anderen Seite wurde ein Aufruf erlassen zugunsten des Roten Halbmondes, Ergebnis 1400 Mk., ferner wurde eine Kriegsunterstützungskasse für Hierwohnende gegründet, Einnahme 10 000 Mk., und so wird bei allen außergewöhnlichen Notfällen stets eine besondere Hilfsaktion in Bewegung gesetzt. Die Überführung der Gelder an die betr. Nötstelle geschieht in der Regel durch Inanspruchnahme verschiedener Adressen. Blau-Weiß, und 3. Zug. Jüdischer Wanderbund Sonntag, 1. August: 2. München. Mädchen Treffpunkt 7 Uhr 30 Bogenhauserbrücke. Garchinger Heide. Kosten 5 Pfg. Donnerstag, 5. Aug.: 1. und 2. Zug: Treffpunkt 5 Uhr 35 Starnberger Bahnhof. Seeshaupt—Murnau. Kosten Mk. 2.50. Buben: Sonntag, 1. August, 2. und 3. Zug: Fahrt ins Blaue. Giesinger Kirche 8 Uhr. Kosten 5 Pfg. München. Jüdischer Turn- und Sport-Verein. Sonntag, 1. VIII., Halbtagswanderung Obermenzing-Allach-Karlsfeld. 1.30 Hauptbahnhof Mittelbau. Führer Kupfer. Badeanzug mitbringen. München. Verein Bne-Jehuda. Samstag, 31 Juli, abends 9 Uhr 15. Öffentlicher Vortrag des Herrn Schriftsteller Josef Löwy aus Krakau über „Die Aufgaben unseres Vereins". Hotel Reichshof. Gäste willkommen. . .. . Voranzeige: Samstag, 6. August, spricht Fraulein Frieda Scherr über „die Aufgaben der indischen Frau". Rituelle Kriegskochrezepte 4. Polenta-Auflauf mit Käse. 120 Gramm Polentagries, ein halber Liter Milch, 50 gr Butter, 2 Eier, 3 Eßlöffel geriebener Käse, Salz. Der Gries wird in der Milch weichgekocht, die Butter schäumig gerüh'rt, die Eier, der Käse und der ausgekühlte Gries dazu gegeben, alles gut gerührt, in der gebutterten Form gebacken. 5. Grünkern-Koteletten. Eine große Tasse gemahlenen Grünkern tut man in einen Topf, bedeckt ihn mit kaltem Wasser und läßt ihn solange kochen, bis er weich und trocken ist. In Bratenfett bräunt man feingehackte Zwiebel und drei große Eßlöffel Haferflocken, ein großer Eßlöffel Mehl, etwas Semmelbrösel. Man rührt das Ganze solange auf dem Feuer, bis es trocken ist, gibt zwei zerquirlte Eier dazu und rührt, bis es sich vom Topf löst. Wenn die Masse erkaltet ist, formt man Koteletten davon, die man paniert oder unpaniert bäckt. 6. Kartoffel-Bubele. Die gekochten, zerdrückten Kartoffel werden mit etwas Mehl, Zucker und einem Ei vermischt. Ein eiserner Tiegel mit Fett ausgeschmiert, gut mit gestoßenem Zucker ausgestreut. Von dem ausgewalkten Teig wird Boden ..und Rand des Tiegels belegt, mit. geschnittenen Äpfeln, die man gut zuckert, gefüllt, ein Deckel von Teig darauf gelegt, zerlassenes Fett darauf gegeben und gebacken. 7. Kartoffel-Schnitten. Gekochte, zerdrückte Kartoffel werden mit etwas Mehl, Salz und zerlassenem Fett gut durchgeknetet, ein Kuchenblech mit Fett bestrichen, der ausgewalkte Teig darauf gegeben, ziemlich rasch gebacken, während des Backens Fett darauf gegeben. 8. Kartoffel-Bällchen. Derselbe Teig wie bei 7., doch ohne Fett. Kleine Kugeln gedreht, in schwimmendem Fett gebacken. Das übrig gebliebene Fett kann man gut verwenden, die Bällchen verbrauchen wenig. (jeschäfts-Echo Heidelberg. Die Vorbereitungsschule nebst jüdischem Erholungsheim des Dr. Jonas Simon in Heidelberg, Weberstraße 6, hat hervorragende pädagogische Erfolge aufzuweisen. Es ist daher verständlich, daß sich dieses Institut des Vertrauens weiter Kreise erfreut. Trotz des Krieges wachst die Schülerzahl; insbesondere ist die Anstalt für Kinder geeignet, deren Eltern ihnen eine besonders gediegene Erziehung und einen gründlichen, individuellen Unterricht zuteil werden lassen wollen. Die einzigartige Naturschönheit Heidelbergs übt ihre Wirkung auf das jugendliche uemut. Die herrliche und gesunde Lage der Institutsvilla erweckt die Bewunderung aller Besucher. Die prachtvollen Spaziergänge in die Heidelberger Berge, die direkt an der Stadt sich erneben, stählen Körper und Geist der Jugend. Druck und Verlag: B. Heller. Buchdruckerei. München. Herzoe Maxstr. 4 — Verantwortlich f,ir v-a i ^T" Weldler, München-Solln. Erikastr. 6. für den AHzeiKenteil: i. V.? N? Wddter, MüncheS sJÄ?"' rbert

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