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Das jüdische Echo · 1915-03-05 · 9 (5.3.1915) · p. Seite 72

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
9 (5.3.1915)
Date
1915-03-05
Page
Seite 72 (sequence 8)
Language
German
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72 Das Jüdische Echo Februar dadurch etwas Besonderes zu bieten, daß der Generalintendant unserer Hoftheater als Komponist vorgeführt wurde. Seine Oper, deren Text sich auf die bekannte biblische Episode aus dem Buche Josua stützt, erlebte ihre Uraufführung am 4. Dezember 1909 in der Budapester königlichen Oper und ist jedenfalls die Arbeit eines durchaus tüchtigen und kenntnisreichen Musikers. Sie verdient, auch weiteren Kreisen bekannt gemacht zu werden. Frankenstein ist ein gemäßigter Anhänger der Moderne, weiß Orchester und menschlische Stimmen interessant zu führen und versteht auch, große melodische Bogen geschickt zu spannen und zu stützen. Die Aufführung unter Bruno Walters Leitung war glänzend. Als Hiram zeigte Leo Slezak all sein prächtiges Stimmmaterial und würde noch mehr gewirkt haben, wenn er dramatisch mehr zu geben wüßte. Frl. Walker war in der Hauptaufführung viel besser als in der Generalprobe, es ist nur zu bedauern, daß ihre unvergleichliche Altstimme zu den gefährlichen Höhen des Soprans hinaufgeschraubt wurde. Als zweite Nummer war Liszts XIII. Psalm unter Zengerles Leitung zu hören. Chor und Orchester waren unsichtbar und dies wirkte ganz eigenartig und erhebend. In diesem Werke hatte Wilhelm Martin aus Karlsruhe das Solo übernommen. Unsere einheimischen Kräfte hätten die Sache mindestens ebenso gut gemacht. 0. K. Anzeigen-Echo München. Fahrtenzettel des Jüdischen Wanderbundes „Blau-Weiß". Für Mädchen: 7. d. M. L und 2. Zug. halb 3 Uhr Ostfriedhof. Fasanerie, Deisenhofen, Großhesselohe. 25 Pf. Für Buben: 7. d. M. 1 .und 2. Zug halb 2 Uhr Isartalbahnhof. Isartal. 5 Pf. Heimabend für Mädchen 9. d. M., abends 8 Uhr. Führersitzung: 8. d. M., nachmittags halb 3 Uhr. München. Verein Bne Jehuda. Anläßlich des 20jährigen Jubiläums der Theodor Herzischen Schrift „Der Judenstaat": Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Leopold Ambrunii über den „Anfang des politischen Zionismus". Der Vortrag findet Samstag, den 6. März, in unserem neuen Vereinslokal Hotel Weißer Hirsch, Schillerstraße 40, abends 9 Uhr, pünktlich statt. Gäste herzlich willkommen. Bekanntmachung. 1. Die Zwischenscheine zu den 5°/0 Schuldverschreibungen des Deutschen Reichs von 1914 (Kriegsanleihe) — unkündbar bis 1. Oktober 1924 — können vom 1. März d. J. ab in die endgültigen Stücke mit Zinsscheinen umgetauscht werden. Der Umtausch findet bei der „Umtauschsteile für die Kriegsanleihen", Berlin W 8, Behrenstraße 22, statt. Außerdem übernehmen sämtliche Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung bis zum 22. Juni d. J, die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Die Zwischenscheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernfolge geordnet einzutragen sind, während der Vormittagsdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen; Formulare zu den Verzeichnissen können dort in Empfang genommen werden. Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine oben rechts neben der Stücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen. 2. Der Umtausch der Zwischenscheine zu den 5°/0 Reichsschatzanweisungen von 1914 (Kriegsanleihe) findet gemäß unserer Ende Januar veröffentlichten Bekanntmachung bereits seit dem 1. Februar d. Js. bei der „Umtauschstelle für die Kriegsanleihen", Berlin W 8, Behrenstr. 22, sowie bei sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung — bei letzteren jedoch nur bis zum 25. Mai — statt. Berlin, im Februar 1915. Reichsbank-Direktorium Havenstein. v. Grimm. Druck und Verlag: B. Heller, Buchdruckerei, München, Herzog Maxstr. 4. — Verantwortlich für die Redaktion: Norbert Weldler München-Solln, Erikastr. 6, für den Anzeigenteil: Chr Lehmeycr, München.

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