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Das jüdische Echo · 1915-02-19 · 7 (19.2.1915) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
7 (19.2.1915)
Date
1915-02-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Das Jüdische Echo Bayerische Blätter für die jüdischen Ängelegenheiten mw/jm wM ww/mmm Erscheinungszeit: Jeden Freitag. Bezug: Durch die Postanstalten oder den Verlag. — Bezugspreis: Viertelj. M. 1.—, Halbj. M. 2.—, Ganzj. M.4.—, Einzelnummer 10 Pf. —Verlag „des Jüdischen Echos" : München, Herzog Maxstr. 4. — Redaktion: Norbert Weidler, München-Solln, Erikastraße 6. Anzeigen: Die viergespaltene Nonpareille - Zeile oder deren Raum 25 Pf. — Bei Wiederholungen Rabatt.— Dieselbe für kleine Anzeigen 15 Pf. — Anzeigenannahme: Verlag „des Jüdischen Echos", München, Herzog Maxstraße 4. Fernsprecher: 8099. Postscheckkonto: München 3987. 19. Februar 1915 München / 2. Jahrgang Nummer 7 1915 Wochenkalender (5675) njnn Febr. fldar T7X nonn (rpDDn) Samstag 20 6 Gottesdienste: Sonntag 21 7 Morgens Haupsyn. 872. Montag 22 8 Herzog Rud.-Str. 7V2. Sabbath-Äusgang 6a3. Dienstag 23 9 Mittwoch 24 10 Donnerstag 25 11 -)nDN'n\r;n Fasten- Esther: Fastenbeg. 523 Fastenende 6 30 Freitag 26 12 Sabbath-Eingang: Haupt - Synagoge 53/4- Herzog Rud.-Str. 5 V2. Inhalt l Dr. Aron Sandler: Unser hygienisches g Institut in Jerusalem. — Eiser. Kreuze. — Distriktsrabbiner Nathan Bamberger: Die bibl. u. talmud. Lehren über den Lehrerberuf. — Die Flucht der van Spandow von Arnold Zweig. — Dr. H. Zuckermann: Zwei Gedichte. — Welt-Echo. Unser hygienisches Institut in Jerusalem im Dienste des roten Halbmondes Von Dr. Aron Sandler, Charlottenburg. Wie sich unsere landwirtschaftlichen Kolonien in Palästina bei Ausbruch des Krieges für die gesamte Bevölkerung als Retter aus drohender Not erwiesen haben, so hat auch unser G e - sundheitsamt in Jerusalem in diesen Tagen, in denen die Sorge um die Gesundheit der Massen dieselbe Aufmerksamkeit erfordert wie die Sorge um die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, eine verdienstvolle und umfangreiche Tätigkeit entwickelt, die dem Institut bei der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung Palästinas ebenso wie bei der türkischen Regierung und Armeeleitung dauernde Sympathien erworben haben müssen. Bekanntlich wurde das von Herrn Nathan S t r a u s begründete Jewish Health Office vor etwa zwei Jahren mit den von der „Jüdischen Gesellschaft für sanitäre Interessen in Palästina" begründeten Abteilungen in der Weise zusammengelegt, daß ein neues Institut, das Gesundheitsamt, mit vier Abteilungen geschaffen wurde: einer hygienischen unter Herrn Dr. Brünn, der eine Abteilung zur Bekämpfung der Augenkrankheiten unter Herrn Dr. Feigenbaum angegliedert wurde, einer serologischen und Tollwutschutz-Abteilung unter Herrn Dr. B e h a m und einer bakteriologischen Abteilung unter Herrn Dr. G o 1 d b e r g. Das Deutsche Komitee zur Bekämpfung der M a 1 a r i a beteiligte sich mit einer besonderen Malariaabteilung ,die indes bei Ausbruch des Krieges von ihrem Leiter, der Palästina verließ, geschlossen wurde. Als auch Herr Dr. Brünn das Land verlassen mußte, um seiner Militärpflicht im deutschen Heer zu genügen, und die Chancen zur Aufbringung der laufenden Ausgaben immer geringer wurden, mußten wir befürchten, daß sich unser Institut sehr bald zur Einstellung seiner Arbeiten würde entschließen müssen, trotzdem es z. Z. das einzige in Jerusalem war, das die Abwehr der näherrückenden Gefahr einer Einschleppung und Ausbreitung epidemischer Krankheiten in Palästina auf bewährter, exakt-wissenschaftlicher Basis unternehmen konnte. Dieser Sorge wurden wir indes dadurch enthoben, daß es Herrn Nath. S t r a u s und einigen Freunden des Instituts, wie bekannt, durch die gütige Vermittlung des amerikanischen Botschafters in Konstantinopel, des Herrn Mergenthau, gelang, 75 000 Frcs. zur Verfügung seiner Abteilungen des Gesundheitsamtes nach Jerusalem zu schaffen. Allerdings stand diese Summe der von der Jüdischen Gesellschaft für sanitäre Interessen unterhaltenen serologischen und Tollwut-Abteilung nicht zur Verfügung, und deren Leiter, Herr Dr. B e h a m , befand sich wochenlang in den ärgsten Nöten, da unsere Bemühungen, Mitgliedsbeiträge oder Spenden in hinreichender Höhe zu erlangen vergeblich waren. Endlich erbot sich Herr Professor F ried e n w a 1 d , der Schatzmeister des Pasteurinstituts in Baltimore, der im Sommer 1914 das Institut besucht und über die mit den bescheide-

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