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Das jüdische Echo · 1915-02-12 · 6 (12.2.1915) · p. Seite 44

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
6 (12.2.1915)
Date
1915-02-12
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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44 Das Jüdische Echo Nr. 6 9. Israelitischer Studien- und Arbeitsbeförderungsverein in Bayern. 10. Israelitischer Verein für Ferienkolonien und für Bekleidung von Schulkindern in München. 11. Israelitischer Verein zur Unterstützung mit Brennmaterialien. 12. Verein zur Unterstützung armer durchreisender Israeliten. 13. Verein zur Verköstigung armer durchreisender Israeliten. 14. Israelitisches Schwesternheim. 15. Israelitisches Krankenheim. 16. Toynbeehalle der München-Loge. 17. Kindersparverein. 18. Israelitischer Kranken- und Sparverein „Brüderbund". 19. Israelitischer Frauen-, Kranken- und Wöchnerinnenunterstützungsverein. 20. Verband der israelitischen Wohltätigkeitsvereine und -Anstalten. II. Studentische Organisationen: 6. 1. Verbindung im K.C. Licaria. 2. Verbindung Jüdischer Studenten im K. J. V. Jordania. 3. Verbindung Jüdischer Studenten im K. J. V. Kadima. 4. Jüdisch-akademischer Verein Makkabäa. 5. Vereinigung Jüdischer Akademiker. 6. Jüdisch-akademischer Kulturverein an der K. Techn. Hochschule. III. Wissenschaftliche Vereine: 3. 1. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. 2. Verein für jüdische Statistik. 3. Sprach- und Literaturverein „Ibriah". IV. Jugendvereine: 4. 1. Jüdischer Turn- und Sportverein. 2. Jüdischer Jugendverein. 3. Verein „Bne-Jehuda". 4. Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß". V. Gesellige Vereine: 1. Gesellschaft „Concordia" von 1838. VI. Logen: 1. München-Loge U. O. B. B. VII. Zweigvereine großer jüdischer Organisationen: 9. 1. Alliance Israelite Universelle. 2. Zionistische Ortsgruppe. 3. „Esra", Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien. 4. Ortsgruppe des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 5. Verein für das liberale Judentum. 6. Hilfsverein der deutschen Juden. 7. Ortsgruppe des jüdischen Frauenbundes. 8. Ortsgruppe des jüdischen Frauenverbandes für Kulturarbeit in Palästina. 9. Ortsgruppe der Agudas Israel. So erfreulich ein vielgestaltiges Vereinsleben auch ist, will es uns doch dünken, als wenn eine geeignete Konzentration (abgesehen von den politisch verschieden orientierten Vereinen) in einer großen Anzahl der Fälle recht gut angängig wäre. Manche Einsparung wäre dann möglich und die Wirksamkeit verschiedener Vereinsgruppen könnte intensiver sein. Längst am Platze wäre aber ein jüdisches Vereinshaus mit einem Vereinssaal, der allen Organisationen zur Verfügung stehen sollte. Heute zahlen einzelne Organisationen sehr hohe Mieten, die einen jüdischen Vereinshausbau schon von vorneherein auf sichere Füße stellen dürften. Die Jugendvereine und auch andere Organisationen wiederum müssen sich mit völlig ungeeigneten Vereinsräumlichkeiten begnügen. Zweifellos würde ein jüdisches Vereinshaus ihnen bessere und billigere Räume zur Verfügung stellen können, und das würde den Jugendorganisationen sicher in Gestalt eines Mitgliederzuwachses zugute kommen. Mit mehr Mitgliedern könnten sie höhere Mieten zahlen, und das jüdische Vereinshaus würde für die Erbauer eine sichere Kapitalsanlage. An dem Wachsen, Blühen und Gedeihen der Jugendvereine ist aber die jüdische Gemeinde in erster Linie interessiert. Nur wenn die Jugend jüdisch bleibt, kann die Gemeinde in der Zukunft bestehen. Die jüdische Jugend ist auch für die Finanzen der Gemeinde ein wichtiger Faktor, denn ohne jüdische Jugend — keine zukünftigen jüdischen Steuerzahler! Hat aber bisher die Gemeinde die jüdischen Jugendvereine unterstützt? Nein! Im Gegenteil, sie räumt ihnen nicht einmal einen im Gemeindehaus befindlichen freien Saal ein. Viele Führer jüdischer Jugend, aus Wanderbund, Bne Jehuda und Turnverein, aus Jugendverein und nicht zuletzt aus den Studentenverbindungen stehen im Krieg; viele haben sich freiwillig gemeldet. Sie sind es, die am besten und herrlichsten für die Ehre des Judentums eintreten. Die jüdische Gemeinde in München, die bisher die jüdischen Jugendvereine aus eigenen Mitteln nicht unterstützt hat, hat in letzter Zeit große Legate für allgemeine Zwecke erhalten. Wir hoffen und wünschen, daß sie der jüdischen Jugend nunmehr die moralische und finanzielle Unterstützung angedeihen läßt, deren sie dringend bedarf. Eiserne Kreuze und andere Auszeichnungen. Bad Kissingen. Dr. Hamburger, Stabsarzt i. 11. bayer. Feldartill.-Regt. Kehl. Siegfried Wertheimer. München. Das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielten: Dr. med. et phil. Leopold Flatow, Arzt im bad. Pionierbat. Nr. 14; Dr. iur. Carl Ulrich, Res.-Leutn., Sohn des Oberlandesgerichtsrats Jul. Ulrich (durch Ellenbogenschuß verwundet); Julius Jacobowics, Off.-Stellvertreter; Dr. med. Karl Eisenberg, Oberarzt der Reserve; Dr. Levin, Assistenzarzt. Neumarkt. Dipl.-Ing. David Neustädter. Neustadt a. Aisch. Leo Wollenreich. Unteroffizier i. Inf.-Regt. Nr. 14, Sohn des Handelsmanns Lazarus Wollenreich. Offenbach a. M. Oskar Friedrich Schiller, Sohn des Kaufmanns Heinrich Schiller. Schweinfurt. Siegfr. Gutmann, Res. i. 15. bayer. Inf.-Regt., aus Niederwern. Ulm a. D. Julius Er langer, Unteroff. d. R. l. bayer. Res.-Inf.-Regt., später gefallen. Wurzburg. Max Frankentbai, Res. im bayer. Pes.-Inf.-Regt. aus Schwanfeld; Paul Silbe r m a n n , Kanonier in einem bayer. Art.-Regt. aus Reppersdorf; Dr. Heid ecke r, Oberarzt. Dr. Mandelbaum, Unterarzt d. Res., Leiter einer Typhusabt. des Kriegslazaretts in Cambrai, Sohn d. Herrn Veit Mandelbaum; Eugen Hirsch; K a t z m a n n , Offizierstellvertreter; Steuermann, Offizierstellvertreter.

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