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Das jüdische Echo · 1915-02-05 · 5 (5.2.1915) · p. Seite 21

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
2 (1915)
Issue
5 (5.2.1915)
Date
1915-02-05
Page
Seite 21 (sequence 5)
Language
German
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'fbSSlV •v: P *%> "ÄsSj- 3äs5 t**t idftfc, Nr. 5 Das Jüdische Echo 37 Zeitungs-Echo; V:::.: m Das Budapester Tageblatt „Az Est" berichtete unter dem Stichwort „Zionistische Freiwillige im Kampf": „In der Schlacht bei Uzsok, in der die Russen nach langem, blutigem Ringen siegreich zurückgeworfen wurden, kämpften auf Seite der Österreicher etwa 160 zionistische Freiwillige aus der Ukraine, die als Vorposten solange heldenmütig den übermächtigen Angriff der Russen abwehrten, bis gegen 6 Uhr abends die Verstärkungen einlangten. Der kommandierende General äußerte sich überaus lobend über den Mut und die Tapferkeit der ukrainisch-zionistischen Freiwilligen." Unter dem Titel „Wiener Morgenzeitung" erscheint seit 1. Januar in Wien eine tägliche Zeitung in jüdisch-deutscher Sprache für die aus Galizien geflohenen Juden. Gemeinden-Echo Günzenhausen. Herr Lippmann Wolff, Kaufmann aus Würzburg, starb hier am 25. Dezember 1914 im Alter von 59 Jahren. Der Verschiedene wirkte in den Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde Würzburgs im Sinne eines gesetzestreuen Judentums. Ausländische Brüder, Hilflose und Bedrückte unterstützte er stets mit Rat und Tat eines wahrhaften Freundes. Noch während seiner Krankheit ließ er mit Energie alljährlich zweimal eine Geldsamlung für Palästina durchführen. Alles Jüdische und seine Erhaltung war ihm so selbstverständlich, daß ihn Theorie und Praxis der jüdischen Assimilation entsetzte. Seinem bescheidenen Wesen entsprach der ausdrückliche Wunsch, ihn so einfach wie möglich nach jüdischer Art, ohne Lobrede, der Erde zu iibergeben. Nürnberg. Mehrere jüdische Blätter berichteten, daß „der Hammer" für die Dauer des Krieges endgültig in seiner Hetzarbeit durch verschärfte Zensur verhindert ist. Wie uns Herr Julius Neu, i. F. Emanuel Schloß, mitteilt, ist der Erfolg seinen unablässigen Bemühungen zu verdanken, indem er sich mit ausführlichen Eingaben an das Generalkommando Nürnberg, die Staatsanwaltschaft Nürnberg und Leipzig, an die Oberstaatsanwaltschaft in Dresden und an das preußische und sächsische Kriegsministerium wandte. Würzburg. Die Israelitische Lehrerbildungs-Anstalt versandte folgenden Aufruf: „In den nächsten Tagen dringt leider vielfach in jüdische Häuser die Trauerkunde von dem Heldentode, den ein treues Familienmitglied auf dem Felde der Ehre erlitten hat. Ist im allgemeinen jüdischer Pietät Herzenspflicht, für Hingeschiedene ein sichtbares Zeichen bleibenden Gedenkens hienieden zu schaffen, wie für die traditionell üblichen Maßnahmen zur Förderung ihres Seelenheils Obsorge zu tragen, so tritt das Empfinden für das Bedürfnis einer solchen Pietätvollen Fürsorge umso stärker auf in Fällen, in welchen — wie bei dem auf dem Schlachtfelde Gefallenen — ein tragisches Geschick auch noch jede an die Grabstätte anschließende Liebesbetätigung verwehrt, und leibliche Nachkommen, die in religiöser Übung kindlicher Pietät das Andenken des Heimgegangenen heiligen könnten, meist nicht vorhanden sind. Mehrfach an uns gelangtem Wunsche Rechnung tragend, haben wir uns entschlossen, die Namen im Heldenkampf gefallener jüdischer Krieger auf einer Tafel in der Seminarsynagoge zu bleibendem Gedenken aufzuzeichnen, sofern von den Angehörigen die pietätvolle Übung der zum Seelenheile Verstorbener üblichen religiösen Funktionen während des Trauerjahres und der Jahrzeitstage durch Errichtung einer entsprechenden Stiftung dem Seminar übertrafen werden will." _ Vereins-Echo Berlin. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums versendet für das Jahr 1914 ihren 12. Jahresbericht. Es sind ihr im vergangenen Jahre weit über 100 neue Mitglieder beigetreten, sodaß sie zurzeit einen Bestand von 1650 Mitgliedern aufweist, wozu 42 Stifter kamen. Die Gesellschaft gab im Berichtsjahr außer der „Monatsschrift" vier Schriften heraus, darunter den zweiten Band von Rabbiner Prof. J. Guttmanns „Moses ben Maimon" und Prof. Wilhelm Bachers „Tradition und Tradenten". Mit Unterstützung der Gesellschaft sind fünf Werke erschienen, darunter Band I von Idelsohns „Hebräisch-Orientalischem Melodienschatz" und Band II von Rozanes' „Geschichte der Juden in der Türkei". Der Ausschuß hat u. a. beschlossen M. B a - lab ans „Verfassungsgeschichte der Juden in Polen" als Schrift der Gesellschaft herauszugeben. Die Einnahmen betrugen 33.627.40 Mark, die Ausgaben ungefähr ebensoviel. Die Gesellschaft ist deshalb für den Bedarf des neuen Geschäftsjahres völlig auf die Einnahmen angewiesen. Beitrittserklärungen sind zu richten an den Syndikus Dr. N. M. Nathan, Hamburg, Werderstr. 50. München. Der Vorstand des „Vereins für jüdische Geschichte und Literat u r" hat beschlossen, einen Teil des zur Veranstaltung von Vorträgen bestimmten Betrages zum Ankauf von jüdischen Büchern zu verwenden, die jüdischen Verwundeten und Soldaten gesandt werden sollen. München. Die am 26. Januar stattgefundene, sehr gut besuchte Generalversammlung des Jüdischen Turn- und Sportvereins ergab ein sehr erfreuliches Bild von der Entwicklung des Vereins. Die Zahl der aktiven Mitglieder hat sich stark vermehrt. Die Frequenz der Turnstunden ist sehr befriedigend. Der größte Teil der aktiven Turner im wehrfähigen Alter steht unter den Waffen. Auch auf dieses Resultat seiner Tätigkeit kann der Turnverein mit Genugtuung blicken. Der Kassenbericht ergänzte den Eindruck vom Gedeihen des Vereins. Wieder-, bezw. neugewählt wurden: 1. Vors. J. Reich, 2. Vors. Dr. L. Wassermann, 1. Schriftf. R.-A. Dr. A. Goldscheider, 2. Schriftf. E. Steinberg, Kassier H. Frankel, Turnwarte A. Misch, M. Bohrer, Zeugwart Qerson; als Komitee der Damenabteilung die Damen: M. Hohenberger, L. Kohn, Misch und Goldfarb. Als bemerkenswerter Beschluß der Versammlung ist die Bestimmung „des Jüdischen Echos" zum offiziellen Publikationsorgan des Vereins, zu dessen Abonnement alle Mitglieder verpflichtet sind, zu erwähnen. J. b. T. Nürnberg. Die Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth hielt am 23. Januar ihre Generalversammlung ab,. Aus dem

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