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Das jüdische Echo · 1914-12-01 · 12 (Dez. 1914) · p. Seite 141

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
12 (Dez. 1914)
Date
1914-12-01
Page
Seite 141 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 141 Da, wo der Fels in die Ebene herabsteigt, am nächsten dem Feinde, saß Mattisjahu, der Sohn des Johanan, des Sohnes Simeons, ein Priester, der zu dem Hause Joharibs gehörte, aus Modin, mit seinen Söhnen und sprach: „Hört mich, Ihr meine Söhne! Sind wir geboren, um den Untergang unseres Volkes zu sehen und müssig zu sitzen? Wozu leben wir noch?" Und er zerriß sein Gewand und trauerte sehr. Dann vher sprach er: „Hört mich, Ihr meine Söhne. Wir wollen nicht tun, wie unsere Brüder taten, da sie am Sabbat angegriffen wurden. Wir wollen nicht in unserer Unschuld sterben, wollen nicht in unseren Schlupfwinkeln liegen, wie das wehrlose Wild, vom Jäger in seiner Höhle aufgespürt. Gott will, daß wir leben. So wollen wir Leben und Satzung gegen Amalek schützen, Ihr meine Söhne." Aber Juda, sein dritter Sohn, den sie nachher Makkabi nannten, schlich sich davon an einen einsamen Platz, der wie eine Felsenkanzel über die Ebene ragte. Da saß er still, hatte das Schwert quer über den Schoß gelegt und sann. Das Schwert aber hatte er einem erschlagenen Feinde, dem Apollonius, abgenommen. Es war spitz und zweischneidig, war am Griff mit goldnen Widderköpfen geziert und trug am Knauf einen gelben Stein. Aus weiter Ferne klang der Hall der Zymbeln und Messingbecken vom Opferfest der Feinde. Und Juda fuhr empor und schwang sein Schwert. Noch war nicht das Ende da. Wer ein Schwert hat, der wird es schwingen. Komm nur heran, mit Streitwagen, Rossen und Elefanten — komm nur heran, Amalek! Wir werden Dich blutig empfangen. Sieh! Ich zücke mein Schwert, und ein Strahl schießt über die gelbe Erde — sieh! Ich schwinge mein Schwert, und das Blitzen seiner Spitze steht .über den Landen wie ein Feuerbogen, der im Meere fußt im Westen, und über den fernsten Bergen drüben im Osten. Mit Mordgier und Raublust drang der Feind in unsere Häuser, auf den Steinen verspritzte unser Blut, im Lachen der Wütenden verklang das Stöhnen der zu Tode Getroffenen, das Wehklagen der Unsrigen nahm kein Ende, drang durch die Nacht zu den Sternen empor und durch den Sonnenbrand des Tages zu Deinem blauen Himmel, Herr...... Aber nun willst Du es wenden, Herr; denn Du segnest mein Schwert, das Schwert, das ich dem Feinde abgenommen im Streit.-- Und wie er stand und ausschaute nach dem trunkenen Feind, der in wilden Opferfesten um seine Götzenbilder taumelte, und wie er den Griff seines guten Schwertes mit beiden Händen fest umklammernd, ragend am Saum der Wüste, sich seiner Kraft und seiner Hoffnung freute, drang der Blick seines Geistes durch die Nacht der Zukunft §k billige W Preise jJ^^IJU Enorm billige Preise Damen- Konfektion Carl Rieger! München / Sonncnstrassc 1 (| gegenüb. der Protestant. Kirche f Weihnachtsjj Verkauf J ++++++++++++4+^+^t Nord - Deutsche Versicherungs Gesellschafft Hamburg \ Versicherung gegen: Feuer, Einbruch, Haftpflicht, Unfall, Glas, \ Wasserleitungsschäden, Transportu. Auto-Casco-Schäden X Qeneralagentur: München, Briennerstraße 5 | Haaptagentur: S. Heinemann, Nürnberg:, Mollkestr.5 : =ÜJ|| | Mauch & Co. | Spezialhaus für feinen Damenputz Theatinerstrasse Nr. 40—41 parterre und 1. Etage Denkbar größte Auswahl in solidesten Preislagen 3Jtünd?ner 3teuejf e ^ad?nd?fen erfd)einen gegenwärtig in e i n e r 2f u f f a g e Don Stpetmat je 160000-180000 ßsempfaren ©ie fint) bte toeitauö bedeuten5fTe einflußreiche uno srö&fe Sögesjettanfl <5üt>i>mtfä)i<mt>* Sei äffen £>eutfcf)en poftanffatten »ierteljaftrl. M 3.-, mono«. M1.-. infolge ifjrer großen Verbreitung, aurf) in Öfferreid), 3tatten u. in 5er ©d)ü>ei5 ffefyen oieffiüncfrnerfleuefte 3faci)rid)fen unter oen beuffefren 3nfertionäoro,anen an äffererffer ©feile

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