Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 12 (Dez. 1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- Seite 139 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 139 ßere Anzahl von Adressen erhalten wird, an die Liebesgaben zu schicken verdienstlich ist. Der Erfolg des Chanukkahaufrufs läßt es empfehlenswert erscheinen, die Sammlungen für die jüdischen Soldaten fortzusetzen. Im Januar wird gewiß wieder eine Paketwoche kommen. Zur Entgegennahme und Weiterbeförderung von Beiträgen aller Art nach Berlin hat sich in freundlicher Weise die Firma T. Reich, Kaufingerstraße 15, bereit erklärt. Die Sendungen aus München gehören nach einer Mitteilung aus Berlin zu den schönsten der eingelaufenen. Bisher haben gespendet: Lebensmittel und Bekleidungsstücke: die Damen Erna S t r a u s , Amalie Haundorf, Dr. Rahel Straus, Frau Schachn o; die Herren Dr. Max Maas, Markus Eisen, Dr. Schönemann, Dr. Ludwig Wassermann, Jakob Reich. Geldbeträge: Frau Dr. Peissako witsch, Frau Lina P i 1 p e 1; die Herren Jakob F r ä n k e 1, Hugo F r ä n k e 1 und Dr. S. Koschland. Da sich bisher keine andere der großen Organisationen diesem Zweige der Liebestätigkeit gewidmet hat, ist sehr zu wünschen, daß der Anregung der Z. V. f. D. auch weiter Folge geleistet wird. Literarisches Echo . /~\ Zeichnung Fr. Feigls aus dem „Ghettobuch", hrsg. von Artur Landsberger im Verlag Georg Müller, München. Artur Landsberger: Das Ghettobuch, die schönsten Geschichten aus dem Ghetto. Mit 18 Bildern von F. F e i g 1. Verlag Georg Müller, München. 1914. 8° 429 S. geh. M. 4.—, geb. M. 5.—/Luxusausgabe M. 15.—. Artur Landsberger, der mit seinen jüdischen Gesellschaitsromanen aus Berlin W. Sensation erregte, wendet sich in letzter Zeit ostjüdischen Stoffen zu. Auf dem ersten Gebiete aus eigener Anschauung schöpfend, mußte er sich für seine Versuche auf dem zweiten Gewährsmännern anvertrauen. Für das Ghettobuch stand ihm Hermann Blumenthal zur Seite, der auch zum Teil die Übertragungen besorgte. Daraus ergeben sicli Mängel, welche der Sammlung nicht gerade zustatten kommen. Im besonderen läßt die Einleitung Landsbergers größere Sachkenntnis und innere Anteilnahme vermissen. Davon abgesehen ist das Ghettobuch wegen seiner Reichhaltigkeit zu empfehlen, vor allem einem mit dieser Literatur unbekannten Publikum, für das es wohl gedacht ist. — Die Illustrationen von Fr. F e i g 1 bieten manche charakteristisch und gut erfaßte Darstellungen von Ghettotypen. Dagegen ist das Titelbild, das nicht von Feigl stammt, vollkommen geschmack- und sinnlos zu nennen. W.-St. Besprochene Schriften sind zu beziehen von Ludwig Wertheimer, hebräische Buchhandlung, München, Westenriederstraße 4/i. Telephon 23 804. Kgl. Bayer. Hof lief er. Spitzenhaus ROSA KLAUBER Theatinerstraße 35 Spitzen, Tülle, Stickerei, Vorhänge u. Spitzen- Konfektion von einfachster b. hochfeinster Art I t>< ■<S^^ r-*+. ANTON ISCHNEIDER MÜNCHEN Löwengrube 26 Fernruf 23875 Tabakpfeifen a. Meerschaum u. Wurzelholz Spazierstöcke. Echter Bernsteinschmuck V-*- \i0.i0etfE«i0ufdl)DI..' Ifleuljnuferftr J3 iä«g. tifenmannur.) (Hlünrf)ett * 5)ält großes Cager gangbarer SBerke. / Ctefert nicht Vorrätiges in kür^efter 3eit ot)ne Spefenberedjnung. / Me 3eitfchriften unb ßieferungstuerke frei ins £)aus. v Kleiderstoiie: Seidenstoffe: Sammle denkbar größte Auswahl weit unter regulärem Preis S. Eichengrün & Co., München Tel. 3164 Promenadepl. 15 I.u.II. Etage Tel. 3164