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Das jüdische Echo · 1914-11-01 · 11 (Nov. 1914) · p. Seite 131

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
11 (Nov. 1914)
Date
1914-11-01
Page
Seite 131 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 11 Das Jüdische Echo 131 biner Dr. Freudenthal: „ReligionsKeschichtliche Betrachtungen zum Kriege" angekündigt. Selbstverständlich ist, daß die hiesigen jüdischen Hilfsvereine seit Beginn des Krieges vielfach Gelegenheit zur Entfaltung einer regen Tätigkeit gefunden haben. Es wäre wünschenswert, wenn von dieser Seite aus mit Rücksicht auf etwa bevorstehende Vergeltungsmaßregeln gegen russische Staatsangehörige schon jetzt bei den maßgebenden Stellen auf die besondere Lage der in Deutschland befindlichen russischen und polnischen Juden hingewiesen würde. A. S. Professor Dr. Jacob und Dr. med. Heinrich Barth gest. Das deutsche Judentum wie nicht minder die Wissenschaft haben durch den Tod des Geheimen Regierungsrats Professor Dr. Jacob Barth in Berlin einen schweren Verlust erlitten. Die semitische Philologie, insbesondere die arabische, war seit Jahrzehnten sein Lehrfach an der Berliner Universität, nebenbei dozierte er am konservativen Rabbinerseminar. In weiteren Kreisen dürften seine Schriften zu Hiob und Jesaja, ebenso wie seine Polemik mit Prof. Delitzsch („Bibel und Babel") bekannt sein. Als Schwiegersohn des Gründers des Rabbinerseminars Dr. Israel Hildesheimer gehörte er zu den hervorragenden Vertretern des gesetzestreuen Judentums; doch war er wegen seiner Milde und Toleranz von allen Richtungen hochgeschätzt und geachtet. Ein trauriges Geschick wollte es, daß sein Sohn, Dr. med. Heinrich Barth, wenige Tage vor dem Tode seines Vaters, nachdem er das Eiserne Kreuz erhalten hatte, auf dem Felde der Ehre für das Vaterland sein Leben lassen mußte. In dem jungen Arzt verlieren der Misrachi und die zionistische Organisation Berlins einen eifrigen Mitarbeiter. J. F. Dr. Karl Jeremias gest. Am gleichen Tage, an dem in Köln David W o 1 f f s o h n zu Grabe getragen wurde, hat man in Posen einen unserer besten Gesinnungsgenossen beerdigt. Dr. Karl Jeremias, ein aufrichtiger und tätiger Vertreter des jüdischen Volkes, war einer der ersten, welcher dem Rufe Theodor Herzls Folge leistete; ihm war die Liebe zu seinem Volke das Höchste im Leben, dessen Zukunft seine stete Sorge. Obwohl seine Tätigkeit durch den ärztlichen Beruf stark in Anspruch genommen war, fand er doch noch Zeit, an der Verwirklichung der jüdischen Ideale tatkräftig mitzuarbeiten. Des Namens Dr. Jeremias wird nicht nur in seiner Heimatgemeinde, sondern auch in weitesten jüdischen Kreisen stets in Ehren gedacht werden. J. F. Spenden für das Hilfskomitee der Z. V. f. D. Das „Jüdische Echo" hat in München eine Sammlung für das „Hilfskomitee" der Zionistischen Vereinigung für Deutschland eingeleitet, dessen bisheriges Ergebnis unten mitgeteilt wird. Über die Absichten des Hilsfkomitees unterrichtet dessen in der Septembernummer wiedergegebener Aufruf. Da es sich bei seinem Werke selbstverständlich nur nach der Bedürftigkeit richtet, erfreut es sich auch der Förderung vieler Nichtzionisten. Unsere Leser werden zur Erleichterung unserer Sammeltätigkeit gebeten, ihre Spenden unmittelbar an den Verlag des „Jüdischen Echos", München, Herzog Maxstraße 4 (Postscheck-Konto Nr. 3987) gelangen zu lassen. Der 6 Kriegsbilder umsonst! Jeder sollte das heldenmütige Vordringen unserer tapferen Truppen an Hand einer Übersichtskarte verfolgen, zumal ja von jetzt ab täglich wichtige Nachrichten von den Kriegsschauplätzen zu erwarten sind und man sich nur an Hand einer guten Übersichtskarte ein richtiges Bild von den stattgefundenen Schlachten machen kann. Wir laden deshalb zum Bezüge unserer großen Übersichtskarte (Wandkarte) ein, die wir nach Voreinsendung von Mk. 1.90, auch in Briefmarken, portofrei versenden. Dergroße Maßstab der Karte gewährt ein übersichtliches Bild und die Ortschaften, auf die es bei Verfolgung der Kriegsereignisse in erster Linie ankommt, sind ausführlich berücksichtigt. Jeder Besteller erhält gleichzeitig sechs Schlachtenbilder von den letzten Schlachten vollständig kostenlos, sowie eine Spezialkarte von Paris, die bei den bevorstehenden Kämpfen um Paris jetzt besonderes Interesse vercient. Der unterzeichnete Verlag verpflichtet sich, einen Teil seiner Gesamteinnahme wohltätigen Einrichtungen zu überweisen und bittet höflichst um Unterstützung dieses patriotischen Werkes. Vaterländische Verlagsanstalt, Berlin W 57, Pallasstr. 10 II. Anerkennungen : Habe die grosse Uebersichtskarte erhalten und findet sie meinen vollen Beifall. Die Kriegsbilder habe ich an Soldaten weitergegeben und fanden sie solchen Anklang, dass ich gerne mehr derselben verteilen möchte. Ich wollte nun anfragen, ob ich 100 derselben zum Preise von.....bekommen könnte, gez.: Freiin Caroline v. Stein, Darmstadt. Die Karte ist ja sehr schön. gez.: Frau Amtsrat Rosenow, Brandenburg, O.-Pr. Auf Ihre gefl. Offerte bitte um sofortige gefl. Zusendung von 200 Stück Ihrer schönen Kriegsbilder. Betrag folgt. Sammelstelle für das Rote Kreuz zu Hainchen gez.: Buchheld, Pfarrer. Hochachtungsvoll Y 0Jetf1£«i0urt)hDI. (Deufjauferftr .13 am. cifemnanniir.) Ifltünrfjen 9)ält grofecs Cager gangbarer QBerhe. / Ciefert nicrjt ^ßorrätigeö in kür0efter 3ett ot)ne Spe[enberedjnung. / Me 3eitfdiriften uno Cieferunastoerhe frei ins ipaus. v Heinrich Rath KOnigl. Bayer. Holoptiker Hofoptiker Sr. K. H. des Herzogs Siegfried in Bayern München Residenzstr. 21 gegenüber der K. Residenz Berches sowie täglich frisches! Kartoffelbrot empfiehlt Mich. Stich, München Goethestr. 13 Tel. 68?R Äutographie. F.&J. Brandl München, Holstatt 2 K. B. Hoflieferanten, Tel. 24498 Vervielfältig, von Schriftstücken, Fertigung von Formularen jeder Art. Lager von präpariertem Papier, Tinte usw. la. 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