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Das jüdische Echo · 1914-09-01 · 9 (Sept. 1914) · p. Seite 107

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
9 (Sept. 1914)
Date
1914-09-01
Page
Seite 107 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 9 Das Jüdische Echo 107 . — &CQ Ma* ,el selb» j( Helfen ,e aller Art •n geschto Wir haben nach der Affaire von Dresden hier unendliche Verwundete: von den drey, und der feindlichen Nation. Diese Jammersöhne lagen vorige Woche auf Wagen in den engen Gassen gedrängt, und theils in den Straßen selbst, unter Platzregen da! Diese Zeit vergesse ich nie. Auf so viele war die Regierung nicht gefaßt, man hätte glauben sollen auf nichts! Die Einwohner thaten wie in biblischen Zeiten alles! man verband, man speiste sie in den Gassen, in den Hausfluren. Judenmädchen waren berühmt darin: eine Weisemutter verband dreyhundert in einem Tage: kurz das Unmögliche geschah. Der Jammer war aber nicht zu steuern. Wir thaten, gaben, was wir konnten, ließen kochen, schikten Wäsche, Charpie: die Frauen Prags waren gut: ich lief zur Gräfin Moritz Brühl, und bat sie, ihre Verwandten zu bitten; sie versprachs. Ich schrieb gleich der Brillenfrau5) einen dringenden Brief, und Lea Mendelssohn, Bartholdy's Schwester, eben dahin. Vorgestern schickte mir Karoline hundertdreißig Gulden; nun kauf ich Hemden, Socken, lasse kochen, schieße reicheren Verwundeten vor; kurz, bey mir ist ein kleines Bureau: meine intimen Frauen helfen mir wie die Engel: ich habe eine Menge Leute an der Hand: von jeder Klaße. Du kennst meine Art bekannt zu werden, zu seyn.." A. W.-St. Literarisches Echo Die Juden als Soldaten. Hrsg. vom Ver. z. Abwehr d. Antisem. in Berlin. Band II der Folge „Die Juden in Deutschland". Verlag Siegfried Cronbach. Berlin 1897. 3. Aufl. 4°. 167. S. Ein Quellenwerk, das u. a. enthält: eine Liste von 125 jüdischen Soldaten aus den Feldzügen 1813—15, Eiserne Kreuze 1813—15, eine Liste von 194 jüdischen Soldaten aus dem Feldzuge von 1864, von 1025 aus dem Feldzuge von 1866, von 4492 in den Jahren 1870/71, eine Liste von 1101 jüdischen Gemeinden, aus denen Mitglieder am Feldzuge 1870/71 teilgenommen haben, von 448 daselbst verwundeten und getöteten jüdischen Soldaten, ein Verzeichnis von 373 jüdischen Kämpfern, die 1870/71 das Eiserne Kreuz oder die entsprechenden militärischen Auszeichnungen der anderen deutschen Bundesstaaten erhalten haben. Die Zahlen bleiben jedoch weit hinter der Wirklichkeit zurück, „da es", wie Dr. Paul Nathan im Vorwort schrieb, „ausgeschlossen erschien, daß staatliche Quellen sich für eine solche private Untersuchung öffnen würden". Das stenographische Protokoll des XI. Zionistenkongresses ist soeben erschienen. Der XI. Kongress hat sich bekanntlich gleichermaßen durch seine Größe, wie durch die Bedeutung der auf ihm behandelten Fragen einen besonderen Rang in der Reihe der zionistischen Kongresse erworben. Keine Abhandlung vermag ein so lebendiges Bild von den verschiedenen Strömungen innerhalb der zionistischen Bewegung zu geben, vermag die brennenden Probleme des jüdischen Volkes so eindrucksvoll vor Augen zu führen, wie es die Protokolle der Zionisten-Kongresse tun. Insbesondere wird zweifellos die Lektüre des Protokolls vom XI. Kongreß aufklärend und vertiefend wirken. Wir sehen noch einmal die alten Gegensätze in der zionistischen Organisation aufeinanderprallen. Wir sehen den Kampf noch einfi) Karoline von Humboldt. mal mit Ernst und Leidenschaft durchgefochten, und wir sehen, wie vor dem Gedanken der Einheit der Bewegung alle diese Gegensätze in sich zusammenfallen. Das ausgezeichnete Palästina- Referat Dr. R u p p i u s fesselt uns aufs Neue, und die Verhandlung über die Universitätsfrage gibt uns wiederum Anlaß, diesem bedeutsamen Problem nachzusinnen. Die zahlenmäßigen Berichte und Angaben geben uns von neuem ein Bild der Größe und des Wachstums der zionistischen Organisation — kurzum, wir haben in diesem Buche eingeschlossen das getreueste und wirkungsvollste Abbild der zionistischen Bewegung. Besprochene Schriften sind zu beziehen von Ludwig Wertheimer, hebräische Buchhandlung, München, Westenriederstraße 4/u Telephon 23 804. \m | Wilhelm Braun&Cie. | m München, Theatinerstrasse Mr. 47/1 §§ Feines Massgeschäft j Sacco-Anzüge M Mk. 80.- bis Mk. 110.— Neues 1914er Delikat.-Weinsauerkraut versendet in bekannt vorzüglicher Qualität gegen Nachnahme ab München in neuen soliden Holzgebinden (Gebinde frei) I20 Pfd.- Gebinde für M 9.50, 60 Pfd.-Gebinde für M.5.50, 30 Pfd.-Emaileimer für M. 4.50, 25 Pfd.-Emaileimer M. 3.50, 10 Pfd.-Probedosen M. 2.- Eduard Durach grösste Münchener Sauerkraut-Fabrik München, Rosenheimerstr.140, Tel. 41836 Wiederverkäufer an allen Orten gesucht ^Hl CHflNUKKflH-KERZEN Haftala-, Jom-Kipuru. Jahrzeitkerzen, vorzügliches Lampenöl für religiöse Zwecke, Monachia Nachtlichter ohne Öl zu brennen, Ideale Schlafzimmerbeleuchtung. Nürnberger Lebkuchen stets frisch u. in gr. 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