Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 4 (April 1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 46 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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46 Das Jüdische Echo Nr. 4 Literarisches Echo Schalom Asch: Kleine Geschichten aus der Bibel. Nach dem jiddischen Original übersetzt und bearbeitet von Dr. phil. Helene Sokolow. 150 Seiten Quart. Preis: gewöhnliche Ausgabe Mk. 4—, Geschenkausgabe Mk. 6.—. Jüdischer Verlag, Berlin 1914. Ein Buch, das den Ton trifft, um Kindern vom sechsten bis zum zehnten Jahre die biblischen Geschichten liebenswert zu machen. Auch in der Ausstattung — Wahl der Bilder, großer kräftiger Druck, starkes Papier, dauerhafter Einband — entspricht dieses neueste Geschenk des Jüdischen Verlages den pädagogischen Anforderur"— an Jugendbücher. Vereins-Echo München Jüdischer Jugendbund. Am 11. Februar sprach Herr Alfred Berliner über „Jüdische Erziehungsprobleme" und leitete damit die geplanten Diskutierübungen ein. Herr Berliner nannte als Ursache einer Reihe schlechter jüdischer Eigenschaften den Mangel an Autoritätsgefühl, der vielen Juden inne wohne. Turnvereine, studentische Verbindungen und Jugendvereine könnten hier wirksam abhelfen. Die Diskussion, welche dem wohl durchdachten Referat folgte, war sehr lebhaft und kam zu ähnlichen Ergebnissen, wie der Referent. Am 26. Februar wurden zwei Referate über jüdische. Tagesfragen erstattet und zwar von Dr. Ludwig Wassermann über den Entwurf betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgew e r b e und von Dr. E. S t r a u s über den Sprachenstreit in Palästina. Der erste Referent vertrat den Standpunkt, daß die Wünsche der orthodoxen Judenheit berechtigt seien und daß man mit aller Schärfe für dieselben eintreten müsse. Die Sprachenstreitfrage führte zu einer interessanten Diskussion, an der die Herren Dr. Bärwald, Dr. Straus und J. Reich sich beteiligten. Im Anschluß an die Referate fand eine Generalversammlung statt. Zum Vorsitzenden wurde Herr Rechtsanwalt Dr. jur., phil. et rer. pol. Rudolf Wassermann gewählt. Nürnberg Zionistische Ortsgruppe. In einer stark besuchten öffentlichen Versammlung sprach dieser Tage das im palästinensischen Sprachenstreite vielgenannte Mitglied der zionistischen Leitung, Herr Dr. Schmarja L e v i n, über „Unsere Aufgaben im Orient". Der Referent, welcher als einer der bedeutendsten Führer der jungjüdischen Bewegung und insbesondere als klassischer Hebraist bekannt ist, verbreitete sich in P/astündiger glänzender Rede über die psychologischen Zusammenhänge der gesamten Judenheit mit Palästina und erklärte so den natürlichen Drang der Juden nach dem Orient sowie die daraus hervorgehende Erscheinung einer allgemeinen und intensiven kulturellen und kolonisatorischen jüdischen Tätigkeit im heiligen Lande. Er zeigte an der Hand überzeugender Tatsachen, daß die Judenfrage letzten Endes nur durch die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der neujüdischen Siedlung in Palästina einerseits und andererseits durch die kulturelle Ausstrahlung der dort geschaffenen Werte auf die nichtpalästinensiche Judenheit gelöst werden kann. Der Redner erntete mit seinen Ausführungen minutenlangen stürmischen Beifall. Die Versammlung hatte einen erfreulichen Mitgliederzuwachs zur Folge. Im Kreise von Ge- Friedrich Hahn Könlgl. bayer. Hoflieferant. Hoflieferant Ihrer Majestät der Königin Marie Therese von Bayern Theatinerstr 48 MÜHChen Tel. 316 u. 222 {Speziöloeschäll leiner Lebensmittel! s v| — J. Welz Nachfolger Kohlen -Großhandlung Alle Sorten Kohlen, Holz, Brikets, Zf ntralheizungskoks — Zufuhr von 1 Zentner ab Tel. 13398 u. 13399 Büro Karlstr 67/0 5? _* 4_ 'A t.-,——-.--—___________ Freisinoer Hoibrauliaus Or iginal- Brauerei - Abzug in München u. 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