Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 1 (Dez. 1913-Jan. 1914)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Nr. 1 Dörfern Sarona und Wilfielma und der großen judischen Kolonie Pethach^Tikwah vorbei mach der reichen Araberstadt Nablus führt, die sonach mit ihrem reichen Güterverkehr, namentlich dem Seife nexport, dem wirtschaftlichen Einfluß Jaffas erhalten bleiben würde, anstatt, wie es in letzter Zeit schien, durch Anschluß an die Hedschasbahn in die Einflußzone Haifas gezogen zu werden. Ferner würde vermutlich Lydda oder die 3 km weiter landeinwärts belegene Station Ramieh der Ausgangspunkt einer Zweigbahn sein, die die südlich und östlich des jetzigen Bahnkörpers belegenen jüdischen Kolonien bedienen und nach der als ein Zentrum des Gerstenhandels wichtigen Stadt Gaza ihre natürliche Fortsetzung finden würde. Der geplante Hafenbau nimmt den Jaffaer Geschäftsleuten auch eine große Besorgnis hinsichtlich des Touristenverkehrs. Auch sonst kann der durch den Hafen- und Bahnbau zu erwartende wirtschaftliche Aufschwung dem Konsulatsbezirk nur zustatten kommen. Die Erleichterung des Verkehrs wird eine schnellere und sichere Verwertung der Boden-, Produkte (namentlich der Orangen, deren Absatz bisher unter den schlechten Verschiffungsmöglichkeiten vielfach leidet) ermöglichen und Hand in Hand mit der zu erwartenden aligemeinen Prosperität den Wert der Ansiedelungen steigern. (Bericht des Kaiserl. Vizekonsulats in Jaffa.) Anerkennung des Jaffaer Hebräischen Gymnasiums. Von einigen großen westeuropäischen Universitäten (Berlin, W^en, Paris) ist auf Anfrage die schriftliche Erklärung eingegangen, daß sie das Reifezeugnis des ersten hebräischen Gymnasiums in Jaffa als vollgültig anerkennen. An anderen westeuropäischen Universitäten sind bereits Absolventen des Hebräischen Gymnasiums immatrikuliert. Interessant ist, daß die Universität in Genf einen Schüler des Jaffaer Gymnasiums, der nur die Prüfung der siebenten Klasse (Unterprima) bestanden hat, mit der Bedingung immatrikulierte, daß er sich verpflichte, im Laufe der nächsten Jahre das Abiturientenexamen am Jaffaer Gymnasium zu bestehen. Notizen. Die Anziehungskraft der Zionistenkongresse erhellt die amtliche Feststellung, daß zu den im September stattfindenden Tagungen sich in Wien einfanden: 150 Teilnehmer zum Internationalen Statistischen Kongreß, 300 zum' Kongreß für Rettungswesen, 5000 zur Tagung der Aerzte und Naturforscher, 9000 zum XI. Zionistenkongreß. Für den Jüdischen Nationalfonds liefen im 3. Quartal 1913 an Spenden ein aus: Nürnberg 275.52 Mark, München 204.03 Mark, Regensburg 72.05 Mark, Kronach 30.— Mark, Würzburg 19.27 Mark, Kissingen 18.65 Mark, Erlangen 13.50 Mark, Ichenhausen 10— Mark und unter 10 Mark aus Bamberg, Burgkundstadt, Günzenhausen, Kitzingen, Ludwigshafen, Waidhaus. Zionistische Stammtische. München. Jeden Donnerstag von lA9 Uhr abends im Cafe Luitpold. Nürnberg-Fürth. Jeden Donnerstag, abends 9 Uhr im Cafe Central. München. Die Mitglieder der Verbindung „J o r J a n i a" im K. Z. V. treffen sich jeden Nachmittag nach 2 Uhr im Cafe Parade. Literarisches Echo. * In zwei Novembernummern der Münchener Wochenschrift„März" hielt Stefan Großmann eine „Grabrede auf den Zionismus", der mit einer Erwiderung von Julius Simon, betitelt „vom Cafß Parade □□□□□□□□OD Erstklassiges Cafe □ □□□£□□□□□□ Ludwig- Straße 14 Jüdische Abteilung BASLER ~~ LEbßnsDßrsiiherungs-Dßsellsitiaft zu Basel (Sdiroelzl Lebens-, Aussteuer-, Alters- und Renten-Uerieruno (Gegründet im Jahre 1864) - Unverfallbarkeit Weltpolice Unanfechtbarkeit Die „Basler" hat mit der Zionistischen Organisation einen besondere Vergünstigungen gewährenden Vertrag abgeschlossen. Nähere Auskunft erteilt das Zcntralburcau der zionistischen Organisation und die Direktion der Basler Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in Basel.