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Das jüdische Echo · 1913-01-01 · 1 (Dez. 1913-Jan. 1914) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
1 (1913-1914)
Issue
1 (Dez. 1913-Jan. 1914)
Date
1913-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Lü(0 BAiLCK INSTITUTE i NEW YOHK Bez. 1913 — Jan. 1914 Garantierte Aufflage: 5000 Nummer 1 Das Jüdische Echo Bayrische Blätter für die jüdischen Ängelegenheiten Erscheint monatlich. Einzelnummer 15 Pfennig. Redaktion: Jüdisches Echo, München-Solln, Erikastraße 6. x-A- S Anzeigen: 4spaltige Nonpareillezeile 25 Pfennig. Bei Wiederholung Rabatt. Verlag und Expedition: München, Müllerstraße 27. Tel. 8430. Mitteilungen der Zionistischen Vereine Bayerns. Geleitwort. Der Zionistische Gruppenverband Bayerns will mit diesem Blatt in der jüdischen Bevölkerung neue Freunde werben. Denn es hat sich gezeigt, daß das wahre Wesen -des Zionismus auch bei uns noch weiten Kreisen unbekannt ist. Seine Widersacher nehmen sich wenig Mühe, ihn an seinen Quellen, in einer selbst geschaffenen Literatur kennen zu lernen, vielmehr begnügen sie sich oftmals, ihre Information aus gegnerisch gesinnten Blättern zu beziehen, wodurch ein Berg von unbegründeten Vorurteilen und Mißverständnissen entsteht, den abzutragen wir für unsere Pflicht halten. Nichts Jüdisches ist uns gleichgültig und fremd. Indem wir an der Zukunft des jüdischen Volkes arbeiten, ihm ein Heim schaffen wollen, wo es sich nach seiner Begabung, nach seinen besten Eigenschaften frei entwickeln kann, nehmen wir naturgemäß auch am jüdischen Leben der Gegenwart an den Stätten unseres Aufenthaltes den tiefsten Anteil. Der Ansicht derer wollen wir entgegentreten, die da in Selbsttäuschung oder äußerem Wohlergehen glauben, daß wirs trotz allem Antisemitismus so herrlich weit gebracht. „Das Jüdische Echo" will die Ueberzeugung verbreiten, daß unser gesamtes Wollen und jede unserer Handlungen aus dem elementaren Triebe der Selbsterhaltung heraus einzustellen ist unter dem Gesichtspunkt der dauernden Erhaltung und günstigeren Entwicklung des ganzen jüdischen Volkes. Dazu bedarf es nicht nur der Einsicht in die Bedingungen unseres Lebens als Juden, sondern auch der Orientierung über die Ereignisse in unserer engeren Heimat wie in den Zentren, wo der Mehrheit unseres Volkes ein Daseinskampf aufgezwungen ist, der nicht seinesgleichen hat. Und nimmermehr werden wir unser eigen Schicksal von dem jener unglücklichen Brüder in und aus dem Osten, mit denen wir Zionisten uns eins fühlen, trennen können. So wird sich dieses Blatt bemühen, seine Leser sowohl über die Begebenheiten in unseren Gemeinden wie über die Vorgänge im Reich und im Auslande zuverlässig zu unterrichten, wie es in gleicher Weise seine Aufmerksamkeit den Arbeiten und Aufgaben der großen und kleinen Vereinigungen zuwenden wird, die neben den Gotteshäusern zu Brennpunkten des jüdischen Lebens geworden sind. Engherzigkeit sei uns fern. Ueberzeugt von der Notwendigkeit, daß die aufbauenden Elemente in unserer Gemeinschaft bei allem Unterschied in prinzipiellen Punkten doch von Fall zu Fall desselben Weges gehen müssen, werden wir die Spalten dieses Blattes gerne denen öffnen, die am Fortbestande des Judentums als eines wertvollen Teiles der Kultur mitarbeiten wollen. So soll unsere Zeitschrift, das Echo aller Vorgänge im innerjüdischen Leben und in der großen politischen Arena werden, die unsere Zeit und unsere Zukunft betreffen. Der Vorstand des Zionistischen Gruppenverbandes Bayerns. Die Redaktion.

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