Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 368

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 368 (sequence 373)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/9038125-9054582--2372-9055825
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Ireter der Exekutive war Herr Adolf Bernhardt aus Bukarest. Das große Aktionskomitee hielt in dieser Periode 3 Tagungen. 3. Eine Reihe von Propaganda-Versammlungen, Vorträgen und Meetings verschiedener Art wurde in fast allen größeren Städten veranstaltet. Die Delegierten des Keren Kajemeth und des Keren Hajessod, die hiesigen, wie auch die von der Zentrale entsandten, haben auch allgemeine zionistische . und organisatorische Propaganda ausgeübt. Seitens führender Zionisten haben Tranäsylvanien besucht: Herr Adolf Pollak, Herr Israel Cohen, Herr Nahum Goldmann, Herr Jehuda Wilensky, Herr Professor Spiegel, die Herren S. Löwy und Dr. Mandel aus Zagreb, Herr Dr. Immanuel Olsvanger, Frau Rachel Klompus, Herr Dr. Otto Abeles, Zwi Levanon, B. Karpin und Dr. Chaim Weißburg, die teils für Keren Kajemeth und teils für den Keren Hajessod gearbeitet haben. Propagandazwecken dienen folgende jüdische Blätter: Uj Relet (ungarisch) Tageszeitung, Neue Zeit in Temesvar (deutsch-ungarisch) Wochenblatt Und die zionistische Jugendrevue Noar in Cluj (ungarisch). 4. Im J'ahre 5687 wurden 5719 Schekalim verkauft, im Jahre 5688 5189 Schekalim. Der Rückgang der Schekelaktion kann in erster Reihe mit der schlimmen wirtschaftlichen Lage der hiesigen Juden begründet werden. Die Einnahmen in Transsylvanien betrugen im Jähre 5687 im Jahre 5688 Keren Kajemeth Lei 2,672,446.45 Lei 2,549,738.30 Keren Hajessod Lei 3,036,856.— Lei 2,701,945.50 Hachschara-Fonds etwa Lei 60,000.— 5. In kultureller Beziehung haben wir eine Abschwächung der Hebraisierung und des jüdischen Schulwesens zu beobachten. Von den jüdischen Lyzeen wurde die Tarbut-Mittelschule von Cluj aufgelöst, da sie die staatliche Anerkennung nicht wieder zu erlangen imstande war. Nach der Zusage des jetzigen Kultusministers wird die jüdische Minderheit in Rumänien drei Lehrerseminare mit staatlicher Unterstützung gründen können, sobald das neue Schulgesetz promulgiert werden wird. Zur Förderung der hebräischen Sprache und Literatur dienen etwa 6 Gane Jeladim in den größeren jüdischen Zentren, wie auch die Vereine zur Förderung der hebräischen Sprache „Ivria", die aber ihre Tätigkeit in der letzten Zeit eingeschränkt haben. Hebräische Lehrkurse werden außerdem von den Jugendverbänden veranstaltet. Schweiz, Die zionistische Arbeit in der Schweiz hat in der Berichtsperiode (1. Juni 1927 bis 30. April 11929) einen wesentlichen Aufschwung genommen. Der Zionistenverband sowie der ihm angeschlossene Misrachi- Verband. hat sich zahlenmäßig erheblich vergrößert tmd auch nach außen an Einfluß gewonnen. Im Oktober 1927 ging der Sitz der Leitung nach Basel über. Ein neues Zentralkomitee mit Herrn Dr. Isaac Straus als Präsidenten, und den Herren Adolf Adler, Isi Berlowitz, B. Bornstein, Adrien Blum, Hanns Ditisheim, Dr. Karl Mayer, Heinrich Reichenbauch, Dr. S. Teitler wurde gewählt. Herr Walter Samuel, der Delegierte des Keren Hajessod 368

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.