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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 301

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 301 (sequence 306)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054582--2305-9055758
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7. Die Unterbringung von Infektionskranken im Regierungshospital (städt. Krankenhaus) in Jaffa. Mehr als 12 000 Kranke, von ihnen ein großer Teil mit infektiösen Krankheiten, werden in den vier Hospitälern der Hadassah und in <Lem der Krankenkasse in Emek behandelt. Das macht etwa 70 o/o aller jüdischen Kranken und mehr als ein Drittel der jüdischen und nichtjüdischen Kranken im Lande aus. Die Ausgaben unserer beiden Institutionen stellen sich auf nicht weniger als 80 000 £ pro Jahr. Unser Bestreben war, soweit wie möglich, die schwere Last, die auf den ärztlichen Institutionen auf dem Gebiete der Hospitalisierung lastet, zu erleichtern und sie vor allem von der Sorge für die mit ansteckenden Krankheiten Behafteten zu entlasten, eine Sorge, die nach Ansicht der Zionistischen Organisation der Regierung allein obliegt. Dementsprechend und in Berücksichtigung des großen Mangels an Betten im Krankenhaus in Tel-Awiw in jedem Sommer, bemühten wir uns, einen Teil der infektiösen Kranken, die sich an die Hadassah und die Krankenkasse wenden, in das Regierungshospital' nach Jaffa zu überführen, allein hier begegneten wir großen Schwierigkeiten von Seiten des Krankenhauses und von seiten der Betroffenen. Das Krankenhaus ist sehr klein (40 Betten) und kann nicht einmal einen kleinen Teil der infektiösen Kranken aus Tel-Awiw, Jaffa und Umgebung aufnehmen. 1927 wurden im Krankenhaus 208 Juden aufgenommen, während im Krankenhaus Tel-Awiw die Zahl der Typhus- und Dysenteriekranken allein 407 betrug (die Gesamtzahl der Kranken im Tel-Awiwer Krankenhaus stellte sich auf 4132). Allein außerdem stießen wir auf Unwillen von seiten der Kranken, in dieses Krankenhaus zu gehen, infolge der dort herrschenden Bedingungen. Die Regierungs- und städtischen Krankenhäuser, die unter Aufsicht der Regierung stehen, sind im allgemeinen den arabischen Kranken mit ihren niedrigen Bedürfnissen angepaßt. Das Sanitätspersonal ist fast ganz arabisch, das Essen dem Bedürfnis jüdischer Kranker nicht angepaßt, die Behandlung viel primitiver als in den jüdischen Krankenhäusern im Lande. Zwar traten in den letzten Jahren gewisse Ändertingen zum Bessern ein; so stieg z. B. die Zahl der jüdischen Schwestern in Jaffa und Haifa; allein auch heute können die Bedingungen in diesen Krankenhäusern die Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung nicht befriedigen. Im Dezember 1928 wandte sich die Zionistische Exekutive wegen der Verbesserung der Bedingungen im Jaffaer Krankenhaus an die Regierung. Ihre Forderungen lauteten: 1. Vergrößerung der Zahl der Betten. 2. Ernennung eines jüdischen Arztes neben dem einzigen arabischen Arzte im Krankenhaus. 3. Einrichtung eines Laboratoriums im Krankenhaus. 4. Untersuchungen der Gründe, die zu den ständigen Klagen der Kranken geführt hatten. Der Leiter der Sanitätsabteilung erwiderte, daß nach Vollendung weiterer Flügel des Krankenhauses die Zahl der Betten vergrößert werden würde, und zwar in zureichendem Maße, ferner daß die Abteilung die Errichtung eines Laboratoriums im Auge behalten würde. Allein die Annahme unserer Vorschläge 2"und 4 wurde verweigert. 301

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