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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 299

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 299 (sequence 304)
Language
German
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IRI
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4. Die Beziehungen zum Gesundheitsdienst der Regierung. In der Berichtszeit setzte die Zionistische Exekutive in gesteigertem Maße ihre Anstrengung zur Erweiterung der Zusammenarbeit zwischen unseren sanitären Institutionen und der Gesundheitsabteilung der Regierung sowie zur Vergrößerung der Beteiligung der Regierung an der Befriedigung der sanitären Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung fort. Einer der ersten Schritte nach dem Baseler Kongreß war, in der -Zionistischen Organisation als der Jewish Agency alle politische Repräsentation in sanitärer Hinsicht zu zentralisieren. Nicht nur unsere sanitären Institutionen wie Hadassah und Krankenkasse, sondern , auch andere jüdische Institutionen wie ,,Esrath Naschim", der Ärzteverband, die Liga zum Kampf gegen die Schwindsucht erkannten in praxi die oberste und einzige Zuständigkeit der Zionistischen Organisation an, sich mit der Feststellung der Beziehungen zwischen dem jüdischen Sanitätswerk und dem Regierungsgesundheitsdienst zu beschäftigen. Diese Tatsache einerseits und andererseits die ständige Beschäftigung mit diesen Angelegenheiten von seiten der Zionistischen Organisation und des Gesundheitssekretariates brachten es dahin, daß wir in verhältnismäßig kurzer Zeit (etwas mehr als ein Jahr) erkenntliche Fortschritte in unseren Beziehungen zur Gesundheitsabteilung der Regierung verzeichnen konnten, wie ersichtlich aus den folgenden Abschnitten 5—8. 5. Die Antimalaria- und Sanitäts-Inspektion in den jüdischen Kolonien. Als Grundlage der Verhandlungen zwischen den Zionistischen Organisationen in diesen Punkten galt, daß die gesamte Verantwortung für die Antimalaria- und sanitäre Inspektion in den jüdischen Kolonien der Regierung und ihren örtlichen Gesundheitsämtern obliege. Dementsprechend entließen wir auch den .Inspektionsarzt, der von dem vorigen Gesundheitskomitee zur Verbindung zwischen den Kolonien und den Regierungsgesundheitsämtern angestellt war. Demgegenüber schlügen wir der Regierung vor, bei der Antimalaria- und sanitären Inspektionstätigkeit unsere Kolonieärzte, deren Zahl fast 40 beträgt, zu beteiligen. Die Gesundheitsabteilung der Regierung stimmte unserem Vorschlag zu (Juli Î928) und gab allen ihren Bezirksämtern demenfsprechende Anweisung. Die Regierung erfüllte auch ihr Versprechen, jüdische Sanitätsinspektoren in den Bezirken jüdischer An- .siedlung zu ernennen. Während der gemeinsamen Besuche der Vertreter des Sanitätsdepartements der Regierung und unseres Gesundheitssekretariates im Jahre 1928 konnte ein erkennbarer Fortschritt in den sanitären Bedingungen in einer Reihe von Orten verzeichnet werden. Anfang 1'929 wiesen wir die Regierung und die Bevölkerung auf die zu erwartende Malariagefahr im kommenden Sommer infolge der großen Regenfälle im Winter hin. Die Antimalariakampagne in den jüdischen Kolonien wird jetzt durch das Malariaforschungsinstitut der palästinensischen Regierung unter Leitung von Dr. Schapiro und Assistenz von fünf Antimalariainspektoren sowie durch die Bezirksgesundheitsämter unter Assistenz der allgemeinen Sanitätsinspektoren geführt. Die Gesundheitsabteilung ergreift die notwendigen Maßnahmen, um der diesjährigen Malariagefahr vorzubeugen. Es wurden Instruktionen zur obli- 299

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