Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 275)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9054582--2274-9055727- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
von neuem auf, allein weil diese Forderung einige Tage nach Festsetzung des Lehrerstabes vor Eröffnung der Schule gestellt wurde, konnte das Departement ihr nicht willfahren. Nach Beratung an Ort und Stelle durch eine neutrale Kommission wurde der Versuch gemacht, die Schule unter gemeinsame Aufsicht (allg. und von seiten des Misrachi) zu stellen. Allein dies konnte nicht verwirklicht werden, und die Schule blieb dies Jahr unter der allgemeinen Inspektion mit Zustimmung der Kolonie, nachdem ihre Forderungen wegen religiöser Erziehung erfüllt und ein neuer Lehrerstab zu diesem Zweck zusammengesetzt Avorden Avar. Ende des Jahres steht es den Eltern frei, über die Inspektion in Zukunft zu entscheiden. Wie erwähnt, wurden die Schulen rechtzeitig eröffnet und es bestand die Hoffnung, daß die Arbeit in voller Harmonie vor sich gehen Avürde. Anfang des Jahres herrschte das Gefühl vor, daß wir in eine Epoche fruchtbarer und ruhiger Arbeit eingetreten seien. Allein nach einigen Monaten trat eine neue Beunruhigung infolge Nicht-Bezahlung der Gehälter ein und die Schularbeit stand vor einem Abbruch infolge des Lehrerstreiks, der durch den Lehrerverband proklamiert Avorden Avar. Der Streik kam nicht zum Ausbruch wegen der Mittel, die die Zionisitsche Organisation als Avance ihrer Beteiligung von der Stadtverwaltung Tel-Awiw und aus anderen Quellen erhielt; diese Summen ermöglichten die Zahlung von zwei Monatsgehältern. Der Zionistischen Organisation gelang es nachher, die Gehälter Monat für Monat regelmäßig zu zahlen, und im Monat Mai gelang es ihr, die Schulden an die Lehrer auch für die Jahre 1926/27 und Î927/28 dank einer besonderen Anleihe für diesen Zweck zu zahlen. Es verblieb also nur eine Schuld an die Lehrer für die Jahre 1922/24, die noch nicht bezahlt Avar, weil diese Summe nicht in dem durch den letzten Kongreß bewilligten Schuldentilgungsbudget enthalten war. c) Die innere Tätigkeit. 1. U n t e r r i c h ts k om it e e und U n t e r r i c h t s d e p a r t e m e n t. Das Unterrichtskomitee setzte seine Sitzung im Jahre 1928/29 fort. Erwähnung verdient, daß sich das Komitee in diesem Jahre nicht nur mit organisatorischen und finanziellen Fragen beschäftigte, sondern auch Sonder-Sitzungen abhielt, um Rechenschaftsbericht über die Lage der Schulen in pädagogischer Hinsicht entgegenzunehmen. Die Inspektoren der verschiedenen Schularten trugen in ausführlicher Weise über die Lage der Schulen und die Arbeit in ihnen vor. Unter den Angelegenheiten, mit denen sich das Komitee beschäftigte, ist die Frage der Schlußprüfung in den Mittelschulen zu erwähnen. Diese Frage wurde wegen der Immatrikulationsprüfungen, die die Regierung eingeführt hatte, erörtert. Eine besondere Kommission aus Vertretern des Departements, des Komitees und der Universität in Jerusalem beschäftigt sich mit dieser Frage, um eine richtige Lösung zu finden. Das Komitee prüfte die Vorschläge, die vor es durch den Bücherverlag „Omanuth" in der Frage der Herausgabe von Unterrichts-, Hilfs¬ und Lehrbüchern, sowie von Lehrmitteln für die Schulen und Kindergärten im Lande gebracht worden waren. Nach Verhandlung mit dem Verlage Avurde eine Kommission zur Aufstellung einer Liste von Büchern