Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 242)
- Language
- German
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werden. Die Gruppe „Atid" aus der Bukowina und die Gruppe des „HapoeJ Hamisrachi" in Scheich Abrek, die Jemenitensiedlungen von Rechowoth. Petach Tikwah und Ness Zionah unterhandeln mit der Exekutive wegen Unterstützung ihrer Siedlungen. Verschiedene Gruppen mit eigenen Mitteln haben sich an.die Exekutive wegen langfristiger Anleihen gewandt, so die Bne Benjamin von Nataniah, Siedler von Ramataim und anderwärts. Die Arbeiterorganisation überreichte für die Kolonisation im Pflanzungsgebiet eine Liste von Kandidaten, die 15 Gruppen gut ausgebildeter landwirtschaftlicher Arbeiter enthält. Hierin sind einbegriffen 12 Gruppen für Kleinsiedlungen, die aus annähernd 700 Mitgliedern bestehen, und drei Kwuzoth mit etwa 200 Mitgliedern (Kwuzah Schiller in Rechowoth und die Kibbuzim in Petach Tikwah und Rechowoth). Ähnliche Listen Wurden von der Misrachi-Arbeiterorganisation eingereicht. 48. Neue Siedlungspläne. Eine Kommission aus den Herren Wilkanski, Zemach und Stern wurde für die Revision des zukünftig geltenden Schlüsselbudgets ernannt. Diese Revision sollte auf Grund der seitens des Departements und der Siedler während der letzten acht Jahre erworbenen Erfahrungen erfolgen. Nach Anhörung vieler Sachverständigen und Siedler übermittelte die Kommission dem Departement seinen Bericht, dessen wichtigste Ergebnisse sind: a) Einnahmen und Ausgaben der Durchschnittsfarm auf schwerem Boden. Auf Grund genauer Berechnungen werden die Ausgaben jeder Familie für ihre häuslichen Bedürfnisse auf durchschnittlich £ 80 in bar geschätzt; auf £ 40 für allgemeine Ausgaben (einschließlich Steuern, Krankenkasse, Unterricht, Versicherung, Drusch usw.), insgesamt also £ 120 außer dem Verbrauch der Familie, der durch die Wirtschaft gedeckt wird und aus 1000 bis 2000 Kilo Weizen, 800 bis 120 Liter Milch, 10—15 Eiern täglich, Gemüse, Früchten usw. bestehen. Als Einkommen ist lediglich der Ertrag solcher Produkte in Rechnung gestellt worden, welche technisch das Versuchsstadium überwunden haben und für welche es einen genügenden Markt gibt. Die Siedlungen auf schwerem Boden sollten in erster Linie Futtermittel für ihr Vieh anpflanzen, da ihr hauptsächliches Bareinkommen von der Milch stammt. In zweiter Linie erst stammt ihr Einkommen aus dem Verkauf von Geflügel und Gemüse. Vielleicht haben auch die Farmen auf dem schweren Boden des Emek und Galiläas Aussichten auf Erfolg von Obstanpflanzungen, wie Grapes und verwandte Früchte; aber bevor endgültige Empfehlungen gegeben werden können, muß noch viel Versuchsarbeit geleistet werden. Daher ist kein Ertrag aus Früchten in Rechnung gesetzt. In den modernen deutschen Wirtschaften stammen etwa 70 o/o des gesamten Einkommens aus dem Verkauf von Milch; die Senkung des Milchpreises ist durch eine Vermehrung der Milchproduktion pro Einheit und die Produktionskostensenkung wettgemacht. In den Wirtschaften unserer sich selbst erhaltenden Siedlungen ist jedoch der Übergang von der Körnerzur Milchwirtschaft noch nicht abgeschlossen. 237