Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1929-01-01 · XVI (1929) · p. Seite 229

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVI (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 229 (sequence 234)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9038125-9054582--2233-9055686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

führten wir bei den Küken die Durrah-Fütterung ein, und da Durrah das billigste Getreide ist, wurde», die Kosten der Kükenzucht verbilligt. Wir haben auch beständig auf die Bedeutung der Fütterung von Grünfutter an die Hühner hingewiesen, die von ausgezeichnetem Einfluß auf ihre Gesundheit ist. Die dauernde Kontrolle und Instruktion, die die Siedlungen durch unseren Instruktionsdienst erhalten, hat bewirkt, daß die Hühnerpest, an der im letzten Jahre ein großer Teil der palästinensischen Küken zugrunde ging, kaum Eingang in die Hühnerfarmen unserer Siedlungen fand, die vielmehr isolierte gesund gebliebene Inseln inmitten der von der Seuche heimgesuchten Gebiete darstellten. Gegen die verschiedensten Geflügelkrankheiten wurde ein erfolgreicher Kampf geführt, bei dem wir wertvolle Unterstützung durch Professor Adler von der Hebräischen Universität erhielten, der die „Coccidiosis" und andere Parasiten-Krankheiten bestimmt hat. Wir stellen ferner Versuche mit einem aus Holland eingeführten Diphtherie-Heilserum an, mit dem wir 1500 Küken geimpft haben. Auch der Verbesserung der Geflügelrassen wurde Aufmerksamkeit geschenkt. Zu diesem Zwecke wurde eine Kontrolle über den Verkauf von Bruteiern eingeführt. Eine Sachverständigen-Kommission inspizierte den größten Teil der Geflügelfarmen in unseren Siedlungen und teilte sie in drei Klassen ein. (In Nahalal sind die meisten Farmen der besten Klasse zugeteilt worden; die Siedlung hat rund 30 000 Bruteier im Werte von £ 450 verkauft). Infolgedessen vergrößerte sich der Prozentsatz der in unseren Siedlungen ausgebrüteten Küken von 50—60 o/o in früheren Jahren auf 70—75 o/o in diesem Jahre. Wir führten ferner in vielen Siedlungen Geflügelbücher ein, in die die Züchter die Zahl der gelegten Eier, den Prozentsatz an Todesfällen sowie andere Angaben bezüglich der Produktivität ihrer Hühnervölker eintragen. Einen besonderen Einfluß auf die Verbesserung der heimischen Rassen hatte die Schenkung von 42 reinrassigen Leghorn-Küken aus der Barron-Farm in England seitens des Herrn Morrison in Escombe, Natal. Wir verteilten diese Leghorns auf die Siedlungen Hascharon bei Nahalal, Gewa und Dagania, von denen jede 12—13 Hennen und 1—2 Hähne erhielt. Ihre Akklimatisierung in Palästina verursachte keinerlei Schwierigkeiten; ihre Eier wurden getrennt ausgebrütet und wurden zum Teil an erfahrene Geflügelzüchter verteilt. Den größeren Teil davon behielten die Siedlungen. Im nächsten Jahre werden eine große Anzahl Küken und Hähne auf alle anderen Siedlungen verteilt werden. 30. Gemüsebau. Wir führten nach vielen Versuchen auf unseren Demonstrationsfeldern im letzten Jahre in allen Siedlungen zwei neue Sorten von frühzeitig reifenden Tomaten ein. Wir haben ferner die Methode eingeführt, die Tomatenpflanzen an Staketen zu ziehen, wodurch die Früchte früher reif weiden und die Qualität verbessert wird. Ferner haben wir in den Siedlungen neue Blumenkohl- und andere Kohlsorten eingeführt, die wegen ihres rascheren Wachstums und besseren Geschmacks an Stelle der bisher verwendeten Sorten treten. Ferner führten wir einen spätreifenden italienischen Blumenkohl ein, der im März reift, wenn die anderen Sorten vom Markt verschwunden sind. 229

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.