Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVI (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 227 (sequence 232)
- Language
- German
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rung die notwendigen Gesetze bezüglich der Erhaltung und Verteilung der Wasservorräte erlassen haben wird. Die Regierung hät zur Prüfung dieser Frage vor kurzem eine Bewässerungskommission ernannt. Es ist in Aussicht genommen, daß das Hydrologische Amt, sobald Mittel dafür vorhanden sein werden, sich an der allgemein geo-hydrologischen Untersuchung Palästinas zur Feststellung der Quellen, der Mengen- und Qualitätsverhältnisse aller vorhandenen Wasservorräte be~ teiligen soll. In der nächsten Zeit wird das Amt die Möglichkeit prüfen, Regenwasser auf den Anhöhen in natürlichen Reservoiren zu sammeln. Außerdem untersucht das Amt verschiedene neue Bewässerungsmethoden, um die Kosten der Irrigation zu verbilligen und bessere Resultate zu erzielen. g) Instruktionsdienst. (Leiter Herr S. Zemach.) 26. Arbeitsmethoden. a) Der Instruktionsdienst führte seine Arbeiten in den letzten zwei Jahren nach folgenden vier Methoden durch: 1. Instruktion mittels direkter Demonstration auf dem Felde (Demonstrationsfelder, Musterfarmen, Gemüsegärten, Bewässerungssysteme, Düngungsmethöden usw.). 2. Herstellung eines direkten Kontaktes mit den Siedlern durch häufige Besuche seitens der reisenden Instruktoren und Inspektion ihrer Felder 'und Arbeitsmethoden, außerdem Vorträge, Kurse, Zusammenkünfte, 3. Herausgabe von Schriften, in denen praktische Ratschläge gegeben und die Resultate unserer Tätigkeit zusammengefaßt werden. 4. Organisierung der verschiedenen Siedler nach ihren speziellen Wirtschaftszweigen, wie Milchwirtschaft, Geflügelzucht, Pflanzungs-, Gemüse¬ oder Getreidebau, Maschinisten, sowie Zusammenkünfte dieser Organisationen unter unseren Auspizien. b) Die wichtigsten im Laufe der letzten beiden Jahre behandelten Probleme waren folgende: 1. Untersuchung der wirtschaftlichen Lage der Milchwirtschaften und Kontrolle der Milchproduktion. 2. Futterbau auf bewässertem Boden. 3. Auswahl und Fütterung des Geflügels. 4. Auswahl der Gemüsesorten. 5. Felderwechsel-Systeme. 6. Untersuchung der Qualität von Kunstdünger. 7. Einführung neuer Pflanzungskulturen. 8. Kontrolle des Kraftfutters für Vieh und Geflügel. 9. Standardisierung der landwirtschaftlichen Maschinen. 10. Bewässerung von Weinbergen, Ölbaum- und Orangenhainen. 27. Milchwirtschaft. Die Bewirtschaftung des unbewässerten und des bewässerten schweren Bodens ist. von der Entwicklung und Rentabilität der Milchwirtschaft abhängig. Eine der Schwierigkeiten, die der Gewinnung klarer Resultate bezüglich der Rentabilität der Milchwirtschaft im Wege standen, bestand 227