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Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency · 1935-08-01 · 8.1935 · p. Seite 396

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Journal
Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
Volume
1935
Issue
8.1935
Date
1935-08-01
Page
Seite 396 (sequence 86)
Language
German
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39<> 3. Die Bewässerung in unseren Wirtschaften Die Frage der Heranziehung des fließenden Wassers und der Gewinnung des Untergrundwassers zum Zwecke der Ausnutzung für die Bewässerung nimmt uns all die Jahre hindurch stark in Anspruch. Es ist offenkundig, daß ohne Wasser unsere bestehende Wirtschaft keinen Bestand haben kann, und daß es uns nur mit Hilfe des Wassers gelingen wird, unser Siedlungswerk auf intensiverer Grundlage zu erweitern und zu verstärken, und unseren Bedarf zu decken ohne vom Auslandsimport abhängig zu sein. In den ersten Jahren unserer Siedlungstätigkeit war es schwierig mit den Siedlern dieses Problem zu behandeln. In den Pardessim Judäas, die noch recht klein waren, bediente man sich für die Bewässerung denkbar primitiver Methoden. Die damaligen Kolonisten trieben unbewässerten Feldbau und Trockenkulturen. Das höchste Ideal des Siedlers war der Wasserhahn auf dem Wirtschaftshof. In den meisten Orten war es damals üblich, — und an einigen Plätzen gilt dies noch heute, — das Wasser für den Hausbedarf in Fässern vom zentral gelegenen Brunnen oder von schwachsickernden Quellen herzuholen. Die Probleme der Bewässerung waren auch uns nicht bekannt und wir konnten nicht mit bestimmten Vorschlägen zur Ausnutzung des Wassers vor die Siedler treten. Der Viehbestand in den Siedlungen war noch gering und der Ackerbau lieferte den Futterbedarf. Der Gemüsemarkt lag darnieder, und die deutsche und arabische Landbevölkerung lieferte von extensiv bearbeiteten Feldern den Bedarf. Als sich im Laufe der Zeit der Jischuw entwickelte und seine Bedürfnisse stiegen, da ergab sich bei dem Niedergang der Getreidepreise nach der Eroberung des Landes, nach all den Jahren der Dürre, die eine Zeitlang ununterbrochen aufeinander folgten und auch unsere Siedlung in Armut stürzten, von selbst die Notwendigkeit durch Ausnutzung des Wassers Heilung und Erleichterung zu finden. Nachdem wir uns entschlossen hatten, die Zahl unserer Siedlungspunkte im Jordantal zu vergrößern, und es nötig war hierzu die Fläche von Degania A, wo die Siedler damals die gesamten Böden des KKL im Jordantal bearbeiteten, zu verkleinern, wurde damals der Anstoß zur Ausnutzung des Wassers des Jordans in großem Maßstabe gegeben. Mit der Erwerbung des östlichen Emek Jesreel mit seinen strömenden Wasserläufen und Hand in Hand mit der Ausarbeitung der Pläne zur Sanierung des Platzes durch Regulierung der Wasserläufe, erschien von selbst auch der Plan zur Ausnutzung dieser Wassermengen für die Bewässerung. An Plätzen, wo sich ein Vorrat an fließendem Wasser befand, war das Problem der Bewässerung keineswegs schwer. Wenn auch zu Anfang gewisse Irrtümer begangen wurden, indem die Ausnutzung des Wassers in zu kleinem und begrenzten Maßstabe erfolgte, sei es aus

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